Regionalliga West: Zusammenfassung des 34. Spieltags

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Mit dem 34. Spieltag sind nun auch die letzten Zweifel im Abstiegskampf beseitigt. Zwar gibt es nach dem Erfolg des SC Wiedenbrück gegen Borussia Dortmund II noch Hoffnung für den SCW, doch für die SSVg Velbert und den Wuppertaler SV heißt es, den Gang in die Oberliga anzutreten. An der Tabellenspitze war schon vor dem Spieltag alles klar: Mit einem Unentschieden gegen die Sportfreunde Lotte verpasste Meister Fortuna Köln den Sieg zum Abschluss der Saison. Einmal mehr offenbarte der 1. FC Köln II defensive Probleme bei der klaren Niederlage gegen den FC Schalke 04 II. Freude hingegen beim SV Rödinghausen, der den ohnehin nahezu sicheren Klassenerhalt am letzten Spieltag fixieren konnte.

1. FC Köln II – FC Schalke 04 II 1:5

Der FC Schalke 04 II verabschiedete sich mit einem deutlichen 5:1-Auswärtssieg bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln eindrucksvoll aus der Saison. Schon von der ersten Sekunde an kontrollierten die Gäste die Partie und dominierten die Hausherren. Dieser gute Start wurde durch den Führungstreffer von Jung belohnt (19.). Dennoch fiel zunächst kein weiterer Treffer in einem interessanten Duell.

Nach der Pause waren die Knappen sofort hellwach und legten wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff nach: Ben Balla erhöhte auf 2:0 und stellte damit früh die Weichen auf Auswärtssieg (46.). Köln reagierte mit frischen Kräften von der Bank und fand anschließend besser in die Partie. Der Anschlusstreffer durch Yacobi in der 58. Minute brachte kurzzeitig noch einmal Spannung ins Spiel. Die Gastgeber versuchten nun, mehr Druck aufzubauen, blieben aber insgesamt zu harmlos, um Schalke ernsthaft in Gefahr zu bringen. In der Schlussphase übernahm S04 wieder klar die Kontrolle und machte alles klar. Ndiaye stellte zu Beginn der Schlussviertelstunde auf 3:1 (76.) und legte nur wenig später seinen zweiten Treffer zum 4:1 nach (80.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Buzolli in der 90. Minute mit dem 5:1-Endstand. Gegen die spielstarken Schalker wurde die Defensivschwäche der Kölner erneut deutlich, die sich zum Abschluss des 34. Spieltags einen anderen Ausgang vor eigenen Fans gewünscht hätten.

SC Wiedenbrück – Borussia Dortmund II 2:0

Der SC Wiedenbrück hat sich mit einem verdienten 2:0-Heimsieg gegen Borussia Dortmund II die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt bewahrt. Im Fernduell mit dem Wuppertaler SV und der SSVg Velbert ging es für den SCW um Rang 16 – und die Gastgeber lieferten genau das ab, was nötig war. Die Partie begann zunächst ausgeglichen, wobei beiden Teams im letzten Drittel lange die Durchschlagskraft fehlte. Wiedenbrück wirkte zwar engagiert und suchte immer wieder den Weg nach vorne, Dortmund II hielt aber ordentlich dagegen. Kurz vor der Pause ging der SCW dann doch noch in Führung: Kondziella gewann im Mittelfeld den Ball und spielte sofort tief in Richtung Strafraum. Dort lauerte Friesen, der den Ball im Fallen stark verarbeitete und zum wichtigen 1:0 einschob (43.). Mit diesem Treffer sprang Wiedenbrück zwischenzeitlich auf den rettenden 16. Tabellenplatz.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Spannung groß – nicht nur auf dem Platz, sondern auch mit Blick auf die Parallelspiele. Weil sowohl Velbert als auch Wuppertal zeitweise zurücklagen, lief plötzlich alles für den SCW. Die Gastgeber verteidigten konzentriert und warteten geduldig auf ihre Chance zur Entscheidung. In der Schlussphase machte Friesen mit seinem Doppelpack schließlich alles klar: Nach einem Querpass setzte sich der Angreifer energisch im Strafraum durch und sorgte für den Endstand. Damit beendet der SC Wiedenbrück die Saison tatsächlich noch auf Rang 16, obwohl die Mannschaft über weite Strecken der Spielzeit weit davon entfernt war. Ob das am Ende tatsächlich zum Klassenerhalt reicht, entscheidet sich nun allerdings in der 2. Bundesliga. Der Blick richtet sich dabei auf Fortuna Düsseldorf: Sollte Düsseldorf im Kellerduell gegen Greuther Fürth noch abrutschen, könnte sich für Wiedenbrück tatsächlich doch noch die Tür zum Klassenerhalt öffnen.

SC Paderborn 07 II – SV Rödinghausen 2:0

Der SC Paderborn 07 II hat sich mit einem 2:0-Heimsieg gegen den SV Rödinghausen erfolgreich aus der Saison verabschiedet. In einer insgesamt ausgeglichenen Partie nutzten die Gastgeber ihre Chancen konsequenter und setzten sich am Ende verdient durch. Nach einem ruhigen Beginn hatte zunächst Rödinghausen die große Möglichkeit zur Führung, doch Probst scheiterte in der 37. Minute an SCP-Schlussmann Willeke. Nur wenig später zeigte sich Paderborn eiskalt: Ermolaev traf kurz vor der Pause zur 1:0-Führung und stellte damit den Spielverlauf ein Stück weit auf den Kopf (39.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lange offen. Rödinghausen kam durch Bauer zu einem Aluminiumtreffer (62.), wenig später vergab Dantas aus aussichtsreicher Position die nächste große Chance (68.). Die Gäste drängten auf den Ausgleich, konnten ihre Möglichkeiten aber nicht nutzen. In der Schlussphase machte das eiskalte Paderborn dann alles klar: Nach einem parierten Abschluss landete der Ball bei Kiewitt, der im Nachsetzen zum 2:0-Endstand traf (81.). In der Folge verteidigten die Hausherren die Führung konsequent und brachten den Heimsieg über die Zeit. Für den SV Rödinghausen bleibt die Niederlage zum Abschluss sportlich ohne größere Folgen – der ohnehin bereits sehr wahrscheinliche Klassenerhalt war damit endgültig gesichert.

Sportfreunde Siegen – SSVg Velbert 3:1

Die SSVg Velbert hat sich trotz zwischenzeitlicher Hoffnung mit einer 1:3-Niederlage bei den Sportfreunden Siegen aus der Regionalliga verabschiedet. In einer turbulenten Partie kämpften die Gäste lange leidenschaftlich um die letzte Chance auf Rang 16, mussten sich am Ende aber geschlagen geben. Dabei geriet Velbert früh unter Druck. Die Sportfreunde Siegen übernahmen direkt die Kontrolle und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. Nach nur einer Viertelstunde wurde die Aufgabe für die Gäste noch schwieriger: Herzenbruch brachte Goden als letzter Mann zu Fall und sah wegen der Notbremse die Rote Karte. Velbert musste damit früh in Unterzahl weiterspielen.

Trotzdem ging überraschend die SSVg in Führung. Ein Freistoß von Mokschan segelte aus dem Halbfeld gefährlich in den Strafraum und schlug schließlich über den Innenpfosten zum 1:0 ein (25.). Siegen drängte jedoch weiter auf den Ausgleich und traf kurz vor der Pause zum 1:1 (40.). Auch nach dem Seitenwechsel blieb Siegen das aktivere Team. Gut 20 Minuten vor dem Ende gingen die Hausherren verdient in Führung (69.). In der Schlussphase machte der dritte Treffer alles klar (89.). Damit endet die Saison für die SSVg Velbert mit dem Abstieg in die Oberliga.

Sportfreunde Lotte – Fortuna Köln 2:2

Im letzten Heimspiel der Saison haben die Sportfreunde Lotte dem bereits feststehenden Meister Fortuna Köln ein 2:2 abgetrotzt und sich dabei ordentlich verkauft. Die Gäste aus der Domstadt mussten dabei zweimal einem Rückstand hinterherlaufen. Lotte kam besser in die Partie und setzte früh ein Ausrufezeichen. Nach einem Angriff über Kurt kam Stublla zunächst noch an Theißen vorbei, scheiterte im ersten Versuch, setzte aber konsequent nach und traf in der 14. Minute zur 1:0-Führung für die Hausherren. Fortuna tat sich insgesamt schwer, fand kaum ins letzte Drittel und hatte Mühe, Kontrolle ins Spiel zu bringen. Erst gegen Ende der ersten Hälfte kamen die Kölner besser in die Partie – und wurden prompt belohnt. Nach einem Fehler im Aufbau der Gastgeber schnappte sich Garcia den Ball, bediente Al Ghaddioui, der sich stark im Strafraum durchsetzte und zum 1:1 einschob (39.). Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

Direkt nach Wiederanpfiff gingen die Hausherren dann erneut in Führung: Nach einem weiten Einwurf landete der Ball bei Ritter, der etwas glücklich zum 2:1 für die Gastgeber traf (50.). Doch Fortuna zeigte die passende Antwort und blieb ruhig im Spiel. Garcia leitete den Angriff ein, Bornemann legte im Strafraum quer, und Galjen musste nur noch zum 2:2-Ausgleich einschieben (57.). In der Schlussphase versuchte Lotte über Standards noch einmal Druck aufzubauen, während Köln die Partie eher kontrolliert verwaltete. Wirklich große Chancen blieben jedoch auf beiden Seiten aus, sodass es am Ende bei einem leistungsgerechten Unentschieden blieb.

Wuppertaler SV – Bonner SC 0:1

Der Wuppertaler SV hat sich mit einer knappen 0:1-Heimniederlage gegen den Bonner SC aus der Regionalliga verabschiedet. Zwar hätte selbst ein Sieg am Ende nicht mehr gereicht, weil Konkurrent Wiedenbrück im Parallelspiel die Hausaufgaben machte, dennoch passte das Ergebnis sinnbildlich zu einer enttäuschenden Saison des WSV. Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag war klar: Wuppertal musste gewinnen und gleichzeitig auf Schützenhilfe hoffen. Doch schon rund um die Partie war zu spüren, wie angespannt die Situation beim WSV war – Unterstützung von den eigenen Rängen gab es bei diesem letzten Regionalliga-Auftritt nicht mehr. Sportlich entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Schaub vergab für den WSV eine gute Möglichkeit, auf der anderen Seite scheiterte Isik für Bonn. Kurz vor der Pause bekam die Partie dann eine neue Wendung: Keita sah nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte, sodass der Bonner SC die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten musste.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Wuppertal erwartungsgemäß den Druck und drängte auf die Führung. Doch es waren die Gäste, die trotz personeller Unterzahl in Führung gingen. Nach einer starken Kombination über die linke Seite landete die Hereingabe bei Doulashi, der den Ball unter die Latte zum 1:0 setzte (63.). Der WSV warf danach noch einmal alles nach vorne und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten auf den Ausgleich. Besonders Bonns Keeper Börder rückte nun immer stärker in den Mittelpunkt und hielt die Führung mit einigen starken Paraden fest. Die größte Chance hatte Duncan in der Schlussphase, dessen Kopfball jedoch nur am Pfosten landete. So blieb es am Ende bei der knappen Heimniederlage. Weil der SC Wiedenbrück parallel gegen Dortmund II gewann, war die Hoffnung auf den Klassenerhalt ohnehin bereits während der Partie dahin. Mit dem Schlusspfiff stand endgültig fest: Der Wuppertaler SV muss nach einer völlig enttäuschenden Saison den Gang in die Oberliga Niederrhein antreten.

VfL Bochum II – Fortuna Düsseldorf II 2:2

Der VfL Bochum II und Fortuna Düsseldorf II haben sich in einer abwechslungsreichen Partie mit einem Remis getrennt. Beide Teams lieferten sich dabei eine temporeiche Begegnung mit großen Chancen auf beiden Seiten. Bochum startete deutlich besser in die Partie und ging bereits früh in Führung. Nach einem Angriff über die rechte Seite stand Hartwig frei im Strafraum und traf hoch ins kurze Eck zum 1:0 (8.). Die Gastgeber blieben anschließend am Drücker und hätten durch Hülsenbusch beinahe nachgelegt, der nach einer Flanke per Kopf knapp über das Tor zielte (11.). Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte blieb der VfL gefährlich und belohnte sich in der 33. Minute mit dem zweiten Treffer. Wieder kam die Flanke von rechts, wieder war Hartwig zur Stelle und erhöhte mit seinem zweiten Tor auf 2:0. Doch Düsseldorf zeigte sich unbeeindruckt und fand schnell eine Antwort: Nur zwei Minuten später verkürzte Len mit einem sehenswerten Distanzschuss in den linken Winkel auf 2:1 (35.). Kurz vor der Pause bot sich Fortuna sogar noch die große Chance zum Ausgleich, doch Bindemann setzte seinen Abschluss nach starkem Angriff knapp über das Tor (45.).

Nach der Pause übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle und erhöhten den Druck. Dieser Aufwand wurde schließlich mit dem Ausgleich durch Nikolaou belohnt (59.). Im Anschluss blieb die Partie ausgeglichen, ohne dass eine der beiden Mannschaften noch entscheidend nachlegen konnte. So trennten sich Bochum II und Fortuna Düsseldorf II am Ende leistungsgerecht mit einem ansehnlichen Unentschieden.

Borussia Mönchengladbach II – FC Gütersloh 2:4

Der FC Gütersloh hat sich im Grenzlandstadion mit einem verdienten 4:2-Auswärtssieg gegen Borussia Mönchengladbach II durchgesetzt. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase steigerten sich die Gäste im Verlauf der Partie und nutzten ihre Chancen effizient. Die Gastgeber starteten etwas aktiver und hatten mehr Ballbesitz, während sich der FCG zunächst auf eine stabile Defensive konzentrierte. Mit der ersten echten Möglichkeit gingen die Ostwestfalen dann aber in Führung: Twardzik setzte Frese stark in Szene, der vor dem Tor eiskalt blieb und zum 0:1 einschob (19.). Auch danach blieb die Partie lange umkämpft und chancenarm. Gladbach II kam kurz vor der Pause dem Ausgleich nahe, doch Matuschewsky parierte einen gefährlichen Abschluss von Fleck stark (42.). Stattdessen schlug Gütersloh quasi mit dem Pausenpfiff zu: Nach einem langen Einwurf landete der Ball über Umwege bei Twardzik, der zum 0:2 abstaubte (45.).

Mit Wiederanpfiff erhöhte der FCG nochmals den Druck und stellte auf 0:3. Frese schnürte in der 58. Minute seinen Doppelpack und sorgte damit für eine klare Vorentscheidung. Gütersloh kontrollierte anschließend das Geschehen weitgehend und ließ defensiv kaum etwas zu. Erst in der Schlussphase kam noch einmal Spannung auf. Nach einem Foul im Strafraum verwandelte Stange den fälligen Elfmeter zum 1:3 (78.). Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten: Rolf setzte sich stark über links durch und bediente Twardzik, der ebenfalls seinen zweiten Treffer erzielte und auf 1:4 stellte (80.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Adozi, der nach einem parierten Freistoß zum 2:4-Endstand abstaubte (88.). Damit belohnte sich der FC Gütersloh für eine effiziente und abgeklärte Auswärtsleistung und verabschiedet sich mit einem guten Gefühl aus der Saison.

1. FC Bocholt – Rot-Weiß Oberhausen 2:2

Im Niederrhein-Duell zwischen dem 1. FC Bocholt und Rot-Weiß Oberhausen trennten sich beide Teams nach einer intensiven und abwechslungsreichen Partie mit einer Punkteteilung. Die Gastgeber legten dabei schon früh los und setzten die Gäste unter Druck. Bereits in der dritten Minute hatten die Hausherren Grund zur Freude: Nach einer starken Aktion über die rechte Seite legte Hot in den Rückraum ab, wo Frey aus dem Gewühl heraus – noch leicht abgefälscht und dadurch unhaltbar – zum 1:0 traf (3.). Bocholt blieb weiter dran und erhöhte wenig später erneut über die rechte Seite: Batarilo setzte Hanke in Szene, der sich im Strafraum durchsetzte und ebenfalls abgefälscht zum 2:0 vollendete (11.). Erst danach fand Oberhausen besser ins Spiel und meldete sich eindrucksvoll zurück. Nach einem langen Ball von Valentine und einer starken Kombination über Stoppelkamp und Krohn verkürzte letzterer auf 1:2 (21.). Die Gäste wurden nun deutlich mutiger und hätten durch Nyuydine beinahe ausgeglichen, doch Bocholt rettete auf der Linie (28.). Kurz vor der Pause verpasste Mühling nach guter Vorbereitung eine weitere große Gelegenheit.

Nach dem Seitenwechsel brachte RWO-Trainer Gunkel mit mehreren Wechseln frischen Schwung – mit Wirkung. Erst verhinderte Bocholt-Keeper Fox noch den Ausgleich mit einer starken Doppelparade, doch im direkten Gegenzug fiel das 2:2: Nach einem geblockten Abschluss landete der Ball bei Krohn, der seinen Doppelpack schnürte (51.). Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Bocholt blieb gefährlich, Oberhausen hatte durch Gueye die große Möglichkeit zur Führung, setzte den Ball aber nur ans Außennetz (62.). In der Schlussphase stand zudem der Abschied von FC-Keeper Fox im Mittelpunkt, der im letzten Spiel für seinen Klub verabschiedet wurde (87.). Am Ende blieb es beim gerechten Remis in einem temporeichen und umkämpften Derby.