Regionalliga Nord: Vorschau zum 34. Spieltag

48

Der letzte Spieltag der Regionalliga Nord steht an – und auch wenn der SV Meppen bereits als Meister feststeht und seinen Titel zuletzt gegen Drochtersen/Assel weiter untermauert hat, geht es in der Liga noch einmal richtig rund. Auch im Tabellenkeller ist die Spannung komplett raus: Der FC St. Pauli II und Altona 93 stehen als Absteiger fest, während sich Eintracht Norderstedt den Klassenerhalt gesichert hat. Für die Kiezkicker geht es zum Abschluss zum Meister nach Meppen, Altona kann sich vor den eigenen Fans aus der Liga verabschieden. Hochinteressant dürfte auch die Begegnung zwischen dem SSV Jeddeloh II und dem SV Drochtersen/Assel werden. Hier treffen zwei Mannschaften aufeinander, die ihr Heil in der Offensive suchen.

Samstag, 16.05., 16:00 Uhr

SSV Jeddeloh II – SV Drochtersen/Assel

Der SSV Jeddeloh II steckt in den vergangenen Wochen in einer Ergebniskrise. Zwar kommt der SSV immer wieder zu seinen Gelegenheiten und kann diese auch nutzen, doch das Problem liegt aktuell in der Defensive. Elf der insgesamt 48 Gegentreffer hat der SSV Jeddeloh II in den letzten drei Spielen kassiert – zu viel für eine Spitzenmannschaft der Regionalliga Nord. Am 34. Spieltag kommt es noch einmal zu einem Highlight gegen den Tabellenzweiten SV Drochtersen/Assel. Die Gäste wissen, wo das Tor steht, sind selbst jedoch nicht immer sattelfest. Ohnehin spricht die Herangehensweise beider Mannschaften für ein gepflegtes Offensivspiel – es wartet also noch einmal ein Duell, das viele Tore und einen offenen Schlagabtausch verspricht.

Samstag, 16.05., 18:00 Uhr

VfB Oldenburg – SV Werder Bremen II

Der VfB Oldenburg hat sich mit dem 2:2 in Bremen zwar keinen Sieg geholt, aber gezeigt, dass er bis zum Schluss konkurrenzfähig bleibt. Gegen Werder II wartet nun noch einmal ein spielstarker Gegner, der zuletzt den SSV Jeddeloh II klar mit 4:0 abgefertigt hat. Die Bremer überzeugten durch hohes Tempo und ließen den SSV kaum zur Entfaltung kommen. Etwas anders sieht die Situation beim VfB aus, der seit vier Spieltagen auf einen Dreier wartet. Es scheint, als hätte die verpasste Chance auf den Titel einen Bruch im Spiel der Hausherren verursacht. Mit einem Sieg will sich der VfB Oldenburg am 34. Spieltag im eigenen Stadion zumindest versöhnlich verabschieden.

Hannover 96 II – Bremer SV

Für Hannover 96 II war das Derby gegen den HSC ein Dämpfer, auch wenn die Spielanlage grundsätzlich stimmte. Gegen den Bremer SV geht es nun darum, sich mit einem positiven Gefühl aus der Saison zu verabschieden und an die zuvor gezeigten Leistungen anzuknüpfen. Der BSV dagegen holte zuletzt in einer intensiven Begegnung gegen Oldenburg ein Remis und zeigte dabei seine typische Mischung aus Kampf und Effizienz. Hannover dürfte mehr Ballbesitz haben, Bremen wird wieder versuchen, über Leidenschaft und Umschaltmomente zum Erfolg zu kommen. Bleibt die Frage, wer zum Ende der langen Spielzeit die größeren Kraftreserven hat.

VfB Lübeck – SC Weiche Flensburg 08

Der VfB Lübeck zeigte sich gegen Kickers Emden in guter Verfassung, auch wenn es nicht zu einem Dreier reichte. Dennoch bewiesen vor allem die Spiele gegen die Spitzenteams von Drochtersen/Assel und Oldenburg, dass sie eine hohe Qualität im Kader haben. Zuletzt reichte es erneut nur zu einem Remis gegen Emden, wodurch man es verpasste, sich klarer im Mittelfeld zu etablieren. Mit dem SC Weiche Flensburg 08 kommt ein Gegner, der sich mit dem 2:2 gegen Norderstedt zwar die Punkte teilte, mittlerweile aber seit vier Spielen ungeschlagen ist. Diese Serie wollen sie auch am letzten Spieltag ausbauen. Viel spricht jedoch für ein enges Duell, in dem Kleinigkeiten entscheiden könnten.

Eintracht Norderstedt – HSC Hannover

Norderstedt hat sein großes Ziel erreicht und den Klassenerhalt fixiert – auch wenn das 2:2 in Flensburg noch einmal Nerven gekostet hat. Gegen den HSC Hannover wartet nun ein Gegner, der im Derby gegen 96 II erneut seine starke Form bestätigt hat. Der Aufsteiger aus Hannover spielt mutig, kompakt und mit viel Energie. Norderstedt kann nach dem großen Druckabfall befreit aufspielen, wird aber auch zeigen wollen, dass man in diese Liga gehört. Gelingt der Eintracht ein erfolgreicher Saisonabschluss oder bleibt der HSC das Team der Stunde?

Hamburger SV II – Blau-Weiß Lohne

Für den HSV II geht es sportlich um nichts mehr, entsprechend locker kann man in das Duell mit Blau-Weiß Lohne gehen. Die Gäste dagegen müssen sich mit dem Abstieg abfinden, lieferten sich gegen Schöningen ein echtes Spektakel. Allerdings dürfen sie sich gegen die HSV-Reserve nicht so nachlässig in der Defensive präsentieren, denn die Hamburger wissen das zu bestrafen. Während der HSV mit einem Sieg vor heimischen Fans die Feierlichkeiten zum Saisonabschluss beginnen will, wird Lohne mit kompakter Defensivarbeit und Einsatz versuchen, sich mit einem Sieg aus der Liga zu verabschieden.

FSV Schöningen – 1. FC Phönix Lübeck

Phönix Lübeck reist mit einem 2:1-Sieg gegen Altona im Rücken nach Schöningen und will die Saison stabil zu Ende bringen. Der FSV Schöningen hat zuletzt beim 4:4 in Lohne zwar offensiv überzeugt, defensiv aber stellenweise die Kontrolle verloren. Genau das könnte gegen Phönix gefährlich werden, denn die Lübecker spielen strukturiert und nutzen Fehler konsequent aus. Schöningen wird mutig, aber in der Abwehrarbeit diszipliniert auftreten müssen, sonst könnte es für den FSV ein ungemütlicher Saisonabschluss werden.

SV Meppen – FC St. Pauli II

Der Meister gegen den Absteiger – sportlich ist hier alles entschieden, emotional aber sicher nicht. Meppen hat nach dem Titelgewinn in Drochtersen gezeigt, dass die Mannschaft weiterhin konzentriert bleibt und die Saison seriös zu Ende bringt. St. Pauli II dagegen steht nach dem Derby-Remis gegen den HSV II als Absteiger fest und geht mit viel Frust in den letzten Auftritt. Der SVM wird seinen Fans zum Abschluss noch einmal etwas bieten wollen, bevor die große Meisterparty beginnen kann. Erweisen sich die Kiezkicker als Party-Crasher und verabschieden sich würdig aus der Regionalliga, oder wird der SVM seiner Favoritenrolle gerecht?

Altona 93 – Kickers Emden

Altona 93 bestreitet sein vorerst letztes Spiel in der Regionalliga Nord vor den eigenen Fans und will sich nach dem feststehenden Abstieg zumindest erhobenen Hauptes verabschieden. Mit Kickers Emden kommt ein Gegner, der im Umbruch steckt, sich gegen Ende der Spielzeit jedoch nochmals stabilisiert hat. Emotional dürfte das Spiel eher für die Gastgeber sein, sportlich hat Emden jedoch die klar besseren Karten. Trotzdem: Wenn es Altona 93 gelingt, die Emotionalität und den Frust über den Abstieg in positive Energie umzuwandeln, könnte es zum Saisonabschluss für einen Sieg reichen.