Regionalliga Nordost: Zusammenfassung des 6. Spieltags

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Auch nach dem 6. Spieltag bleibt es an der Tabellenspitze der Regionalliga Nordost spannend. Der Chemnitzer FC hat sich mit dem 2:0-Auswärtssieg beim 1. FC Lok Leipzig weiter an der Spitze festgesetzt und liegt als Tabellenzweiter inzwischen sechs Punkte vor den Leipzigern. Spitzenreiter FC Rot-Weiß Erfurt unterstrich derweil seine Ambitionen eindrucksvoll und feierte in Luckenwalde den vierten Sieg in Serie. Für Topfavorit FC Erzgebirge Aue reichte es trotz deutlicher Feldvorteile gegen Hertha BSC II nur zu einem torlosen Remis. Im Tabellenkeller bleibt die Situation für die BSG Chemie Leipzig und den BFC Preussen angespannt: Chemie kassierte beim 0:1 in Magdeburg bereits die fünfte Niederlage im sechsten Spiel und bleibt mit nur einem Punkt Schlusslicht, während Preussen nach der Niederlage beim BFC Dynamo weiterhin auf den ersten Saisonsieg wartet und bei zwei Punkten bleibt.

1. FC Lokomotive Leipzig – Chemnitzer FC 0:2

Der Chemnitzer FC hat das Verfolgerduell beim 1. FC Lok Leipzig mit 2:0 gewonnen und sich damit im Kampf um die Spitzenplätze weiter abgesetzt. Vor stimmungsvoller Kulisse im Bruno-Plache-Stadion entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Leipzig kam mehrfach über die Außen gefährlich nach vorne. Bei Cevis’ Hereingabe in der 13. Minute wäre Löhmannsröben beinahe ein Eigentor unterlaufen. Auch bei einer Ecke von Kügel wurde es brenzlig, sein Kopfball aus der 22. Minute landete jedoch nur am Außennetz. Chemnitz stand defensiv kompakt, entwickelte nach vorne allerdings nur wenig Durchschlagskraft. Folgerichtig ging es torlos in die Pause.

Nach Wiederanpfiff erhöhte Lok den Druck und hatte durch Kügel die bis dahin beste Möglichkeit. Sein Volley verfehlte das Tor in der 47. Minute nur knapp. Doch auch Chemnitz fand nun besser in die Offensive und Berlinski zwang Lok-Keeper Naumann mit einem Kopfball zu einer starken Parade (56.). Als Leipzig auf die Führung drängte, schlug der CFC eiskalt zu. Baumgarts Hereingabe wurde abgefälscht und landete bei Berlinski, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob (77.). Damit war der Widerstand der Gastgeber gebrochen. Nur vier Minuten später verlängerte Berlinski eine Ecke auf Baumgart, der zum 2:0 traf (81.). In der Schlussphase ließ Chemnitz nichts mehr anbrennen, verteidigte konzentriert und brachte den Auswärtssieg souverän über die Zeit. Der CFC bleibt damit Tabellenzweiter und hat Lok Leipzig inzwischen sechs Punkte voraus.

BFC Dynamo – BFC Preussen 2:0

Der BFC Dynamo hat das Hauptstadtduell gegen den BFC Preussen mit 2:0 für sich entschieden und damit den zweiten Saisonsieg eingefahren. Vor 1.681 Zuschauern im Sportforum bestimmten die Hausherren über weite Strecken das Geschehen, taten sich gegen die tief stehenden Gäste zunächst aber schwer. Lange fand Dynamo kaum Lücken in der kompakten Defensive der Preussen. Erst kurz vor der Pause führte eine der wenigen gelungenen Angriffskombinationen zum Erfolg. Ludwig Bölke brachte die Gastgeber in der 38. Minute mit 1:0 in Führung.

Nur wenige Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da legte der BFC nach. Levin Mattmüller stieg nach einem Eckstoß am höchsten und köpfte zum 2:0 ein (48.). Damit war die Vorentscheidung gefallen. Preussen fand keine Antwort auf den frühen Rückschlag im zweiten Abschnitt, und Dynamo brachte den Vorsprung sicher über die Zeit. Mit dem zweiten Sieg aus sechs Spielen klettert die Mannschaft von Sven Körner vorübergehend auf den neunten Tabellenplatz. Der BFC Preussen wartet hingegen weiterhin auf den ersten Dreier der Saison und bleibt Vorletzter.

1. FC Magdeburg II – BSG Chemie Leipzig 1:0

Die BSG Chemie Leipzig bleibt nach der 0:1-Niederlage bei der U 23 des 1. FC Magdeburg Schlusslicht der Regionalliga Nordost. Für die Leipziger war es bereits die fünfte Niederlage im sechsten Spiel. Die Gastgeber erwischten einen Blitzstart und gingen bereits nach knapp drei Minuten in Führung. Baars drückte eine Hereingabe von der linken Seite zum 1:0 über die Linie (3.). Chemie zeigte sich anschließend bemüht und entwickelte durchaus Druck, kam dabei jedoch nur selten zu wirklich klaren Möglichkeiten. Magdeburg setzte vereinzelt Nadelstiche über schnelle Gegenangriffe, verpasste es jedoch, den Vorsprung bis zur Pause weiter auszubauen.

Kurz nach Wiederbeginn bot sich der FCM-Reserve die große Gelegenheit zum 2:0. Nach einem Elfmeterpfiff trat Manthey an den Punkt, doch Chemie-Torwart Bergmann blieb Sieger im Duell und parierte den Strafstoß. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die Leipziger offensiv weiterhin die nötige Konsequenz vermissen ließen. Erst in der 87. Minute sorgte Kratzer mit einem starken Abschluss für Gefahr. Sein Schuss verfehlte sein Ziel aber knapp. Mehr ließ Magdeburg dann auch nicht mehr zu. Chemie drängte bis zum Schluss auf den Ausgleich, blieb dabei aber ohne Durchschlagskraft und musste die nächste Niederlage hinnehmen. Mit lediglich einem Punkt und nur einem erzielten Treffer aus sechs Spielen bleibt die BSG damit am Tabellenende.

FSV Luckenwalde – FC Rot-Weiß Erfurt 0:5

Der FC Rot-Weiß Erfurt lieferte beim FSV 63 Luckenwalde eine Machtdemonstration. Mit einem 5:0-Kantersieg behauptete der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost seine Tabellenführung und feierte den vierten Erfolg in Serie. Von Beginn an gab Erfurt den Ton an und belohnte sich bereits in der 11. Minute. Hajrulla nahm eine Hereingabe vom linken Flügel direkt und setzte den Ball sehenswert in den Winkel. Auch danach blieb RWE am Drücker. Nach einer halben Stunde erhöhte Assibey-Mensah nach einem starken Sprint mit einem Schuss ins Eck auf 2:0 (30.). Nur fünf Minuten später bediente Wolf Fehler im Rückraum, der per Flachschuss den dritten Treffer nachlegte (35.). Gegen Ende der ersten Hälfte ließ Erfurt etwas nach, wodurch Luckenwalde zu zwei guten Möglichkeiten kam. Jacobi scheiterte unter anderem an der Latte, weitere Treffer blieben jedoch aus.

Nach dem Wiederanpfiff präsentierte sich RWE wieder deutlich zielstrebiger. Hajrulla verpasste in der 54. Minute zunächst das 4:0 aus kurzer Distanz, ehe Dehl sieben Minuten später einen Abpraller von der Latte zum nächsten Treffer verwertete (61.). Damit war die Partie endgültig entschieden. In der Schlussphase setzte der eingewechselte Quiala Tito nach Vorlage von der rechten Seite noch den Schlusspunkt zum 5:0 (82.). Während RWE damit weiter von der Tabellenspitze grüßt, muss Luckenwalde nach der deutlichen Pleite den Blick vorerst nach unten richten.

RSV Eintracht Stahnsdorf – FSV Zwickau 1:2

Der FSV Zwickau hat sich beim Regionalliga-Neuling RSV Eintracht Stahnsdorf einen späten 2:1-Auswärtssieg erkämpft. Dabei zeigten die Sachsen über weite Strecken eine schwache Leistung und taten sich gegen gut organisierte Gastgeber schwer. Zwickau übernahm zu Beginn zwar die Kontrolle, entwickelte vor dem Tor des Aufsteigers jedoch kaum Gefahr. Nach rund einer Viertelstunde fand Stahnsdorf besser in die Partie, blieb offensiv aber ebenfalls weitgehend harmlos. Auch in der Schlussphase des ersten Durchgangs konnten die Schwäne trotz einiger Abschlüsse keine entscheidenden Akzente setzen. Folgerichtig blieb es zur Pause beim 0:0.

Das Bild änderte sich auch nach der Pause zunächst kaum. Stahnsdorf hatte durch Chornenkyi kurz nach Wiederbeginn sogar die erste richtig gefährliche Gelegenheit, doch Hiemann musste sich bei dessen Abschluss ordentlich strecken (47.). Ansonsten prägten weiterhin viele Ungenauigkeiten und wenig Durchschlagskraft das Geschehen. Erst in der Schlussviertelstunde nahm die Begegnung Fahrt auf – und Zwickaus Trainer Rico Schmitt bewies bei seinen Einwechslungen ein glückliches Händchen. Der eingewechselte Martens brachte die Gäste nach starker Vorarbeit von Dobrona, der per Hacke auflegte, mit einem platzierten Schuss ins lange Eck in Führung (76.). Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht. Hiemann lenkte einen Schuss von Kukanda aus dem Rückraum unglücklich ins eigene Tor und sorgte damit für den Ausgleich (82.). Zwickau hatte jedoch noch die passende Antwort parat: Nur vier Minuten später wurde der ebenfalls eingewechselte Seidel zum Matchwinner, als sein abgefälschter Schuss unhaltbar hinter Güldner einschlug (86.). In der Nachspielzeit hätte Ziemer sogar noch auf 3:1 erhöhen können, doch Güldner verhinderte mit einer starken Parade Schlimmeres. So brachte der FSV den knappen Vorsprung über die Zeit und feierte drei wichtige Punkte im Kampf um den Anschluss an die Spitzengruppe.

FC Erzgebirge Aue – Hertha BSC II 0:0

Der FC Erzgebirge Aue muss sich trotz eines engagierten Auftritts und deutlicher Feldvorteile gegen Hertha BSC II mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Nach der Niederlage beim Chemnitzer FC wollten die Sachsen zurück in die Erfolgsspur, doch gegen die Berliner fehlte vor allem im Abschluss die nötige Konsequenz. Aue legte druckvoll los und hatte bereits nach neun Minuten die große Chance zur Führung. Queißer nahm einen langen Ball an der Strafraumgrenze technisch stark mit, scheiterte im Sechzehner jedoch an Heide, der rechtzeitig herausgekommen war. Die Gäste kamen anschließend besser in die Partie, fanden im letzten Drittel aber kaum Lösungen. Die gefährlicheren Aktionen gehörten weiterhin den Veilchen, bei denen Bär in der 24. Minute nur die Latte traf. Trotz weiterer Angriffsbemühungen blieb es bis zum Halbzeitpfiff beim 0:0.

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die Hausherren über weite Strecken das Geschehen und suchten konsequent den Weg nach vorne. Beinahe wäre allerdings Hertha überraschend in Führung gegangen, doch Ogbaidzes Versuch landete ebenfalls nur am Aluminium (58.). Der kurze Schreckmoment weckte die Heimelf wohl wieder auf, denn die Veilchen erhöhten anschließend erneut den Druck. Queißer hatte kurz vor Beginn der Schlussviertelstunde eine weitere hervorragende Gelegenheit, fand bei einem Fallrückzieher jedoch erneut seinen Meister in Hertha-Keeper Heide (71.). Die Berliner Defensive hielt dem Druck stand und konnte auch die weiteren Auer Abschlüsse verteidigen. So rannte Aue vergebens an und muss sich trotz klarer Feldvorteile mit einem Punkt zufriedengeben.

Greifswalder FC – SV Babelsberg 03 2:1

Der SV Babelsberg 03 hat beim Greifswalder FC eine bittere 1:2-Niederlage kassiert und dabei eine Führung aus der Hand gegeben. Die Filmstädter erwischten einen ordentlichen Start und gingen bereits in der Anfangsviertelstunde in Front. Wegener übernahm nach einem Foul im Strafraum die Verantwortung vom Elfmeterpunkt und verwandelte sicher zum 1:0 (13.). Der frühe Treffer gab den Gästen zunächst Rückenwind. Babelsberg verteidigte konzentriert und ließ Greifswald nur wenige Möglichkeiten, den Rückstand noch vor der Pause auszugleichen. So nahm der SVB die knappe Führung mit in die Kabine.

Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich ein offeneres Spiel. Greifswald musste mehr Risiko gehen und erhöhte den Druck. Zur Hälfte des zweiten Abschnitts belohnten sich die Hausherren für ihre Bemühungen, als Leipertz zum 1:1-Ausgleich traf (70.). Babelsberg geriet daraufhin immer stärker unter Zugzwang und musste nur sieben Minuten später den nächsten Rückschlag hinnehmen. Erneut zeigte der Unparteiische nach einem Foul im Sechzehner auf den Punkt. Kroll-Thiel ließ sich die Gelegenheit für die Hausherren nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß zur 2:1-Führung (77.). In der Schlussphase wurde die Situation für die Filmstädter noch schwieriger. Lämmel sah in der 86. Minute die Gelb-Rote Karte und musste vorzeitig vom Feld. Trotz engagierter Leistung gelang Babelsberg der Ausgleich nicht mehr, sodass die Mannschaft nach eigener Führung ohne Punkte die Heimreise antreten musste.

Mittwoch, 02.09., 19:00 Uhr

FC Carl Zeiss Jena – VSG Altglienicke

Am Mittwoch, 2. September, um 19 Uhr wartet mit dem Duell zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und der VSG Altglienicke noch ein echtes Topspiel zum Abschluss des 6. Spieltags der Regionalliga Nordost. Hinter beiden liegt ein intensives DFB-Pokal-Wochenende: Jena musste sich dem Zweitligisten Darmstadt 98 nur knapp geschlagen geben, während Altglienicke gegen den VfL Wolfsburg erst im Elfmeterschießen das Pokalabenteuer beenden musste. Die Pokalauftritte haben eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in beiden Teams steckt.

Bevor es zum direkten Duell kommt, wartet auf die beiden Regionalligisten allerdings noch eine wichtige Aufgabe. Jena gastiert am Freitag, den 28. August, um 19 Uhr beim Chemnitzer FC und steht damit vor der nächsten anspruchsvollen Prüfung. Altglienicke bekommt es zeitgleich vor heimischer Kulisse mit der BSG Chemie Leipzig zu tun. Erst danach richtet sich der Fokus voll auf das Aufeinandertreffen in Jena, bei dem zwei Teams aufeinandertreffen, die zuletzt auch auf großer Bühne überzeugen konnten.

Hallescher FC – Tasmania Berlin

Zum Abschluss des Spieltags wartet mit dem Duell zwischen dem Halleschen FC und Tasmania Berlin eine interessante Begegnung auf die Zuschauer. Der HFC konnte zuletzt im DFB-Pokal für ein echtes Ausrufezeichen sorgen und dem FC Schalke 04 lange Paroli bieten. Die Hallenser zwangen den Bundesligisten sogar in die Verlängerung, mussten sich dort jedoch schließlich aufgrund schwindender Kräfte geschlagen geben. Nun gilt es, die intensive Pokalpartie schnell abzuhaken und den Fokus wieder auf den Ligaalltag zu richten.

Mit Tasmania Berlin gastiert ein Aufsteiger, der trotz bislang überschaubarer Punktausbeute immer wieder seine Qualitäten unter Beweis stellt. Das zeigte sich zuletzt auch gegen Lok Leipzig, als die Berliner trotz langer Unterzahl mutig auftraten und den Favoriten bis in die Schlussphase forderten. Bevor Tasmania nach Halle reist, steht das Heimspiel gegen den Greifswalder FC auf dem Programm. Der HFC muss seinerseits nach dem Pokal-Kraftakt noch bei Hertha BSC II antreten. Erst anschließend richtet sich der volle Blick auf das Duell mit dem Aufsteiger.