Der TSV Schwaben Augsburg hat sich im Hinspiel der Relegation zur Regionalliga Bayern beim SV Kirchanschöring eine gute, aber keineswegs komfortable Ausgangsposition erarbeitet. Mit einem 3:2-Auswärtssieg verschafften sich die Schwabenritter zwar den Vorteil für das Rückspiel – doch angesichts des Spielverlaufs hätte das Ergebnis durchaus deutlicher ausfallen können.
Kämpferische Gastgeber machen es den Schwabenrittern schwer
Vor 1.980 Zuschauern in der EM-Group-Arena entwickelte sich von Beginn an ein intensives Duell zwischen dem Bayernligisten und dem Regionalligisten. Kirchanschöring erwischte dabei den besseren Start und setzte früh ein erstes Ausrufezeichen. Der Treffer von Omelanowsky wurde wegen einer Abseitsstellung jedoch aberkannt. Der Underdog ließ sich davon nicht beirren und blieb weiterhin mutig im Spiel nach vorne. In der 21. Minute war es dann erneut Omelanowsky, der nach einer Flanke zur Stelle war und zur verdienten Führung für den SV Kirchanschöring einschob. Die Gäste aus Augsburg brauchten eine Weile, um sich zu sortieren, fanden dann aber zunehmend besser ins Spiel.
Nach rund einer halben Stunde jubelte der Favorit erstmals: Nach einem abgewehrten Schuss von Sodji staubte Heiß zum 1:1 ab (32.). Kurz darauf hatten die Schwabenritter erneut Grund zur Freude, ärgerten sich dann aber, als der vermeintliche Führungstreffer nicht zählte: Zuvor war nach Ansicht der Unparteiischen das Spielgerät vollständig im Aus gewesen. Noch vor der Pause drehte Augsburg die Partie dann aber doch – Keereerom verwertete eine Vorlage von Ruisinger zum 2:1-Halbzeitstand (45.+1).
Schwabenritter hadern mit Chancenverwertung und geben dem Außenseiter Hoffnung
Nach dem Seitenwechsel übernahm der TSV Schwaben Augsburg immer mehr die Kontrolle und zeigte, wer der Favorit ist. Kirchanschöring kam kaum noch zu Entlastungsangriffen, während die Gäste mehrfach das 3:1 liegen ließen. Diese Fahrlässigkeit hält den SVK weiter im Rennen. In der 68. Minute erhöhte dann Heiß mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 und schien die Schwabenritter damit in Richtung einer optimalen Ausgangslage für das Rückspiel zu steuern.
Doch statt den Deckel draufzumachen, verpassten die Schwabenritter auch nach weiteren Chancen durch Greissl (75.) sowie zweimal Keereerom (78./81.) eine deutlich höhere Führung. Und so kam Kirchanschöring in der Schlussphase noch einmal zurück: Ein Foulelfmeter brachte das 2:3 durch Obirei und damit neue Spannung für das Rückspiel (86.). Am Ende blieb beim TSV Schwaben Augsburg das Gefühl, einen möglichen klareren Sieg aus der Hand gegeben zu haben. Spielertrainer Matthias Ostrzolek brachte es nach Abpfiff auf den Punkt: Man habe es versäumt, „einen deutlicheren Erfolg zu feiern“. Auch die Verantwortlichen warnten trotz des Vorsprungs vor Übermut – Kirchanschöring sei „kampfstark und kompakt“, wie Sportchef Max Wuschek betonte.