Eintracht Trier arbeitet weiter mit Hochdruck am Kader für die neue Saison in der Regionalliga Südwest. Mit Shawn Blum präsentierte der Traditionsverein bereits den nächsten offensiven Neuzugang. Zuvor hatte der SVE bereits Torjäger Tom Gaida verpflichtet und den Vertrag mit Angreifer Tim Sausen verlängert. Die Richtung der Personalpolitik ist eindeutig: Nach einer offensiv enttäuschenden Vorsaison soll die Durchschlagskraft im Angriff deutlich erhöht werden.
Shawn Blum soll für mehr Torgefahr sorgen
Mit Shawn Blum ist Eintracht Trier ein durchaus beachtlicher Transfer gelungen. Der 23-jährige Außenbahnspieler wechselt von der zweiten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern an die Mosel und bringt reichlich Offensivqualität mit. Der gebürtige Frankenthaler erzielte in den vergangenen drei Spielzeiten in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar beeindruckende 55 Tore für den FCK II und hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg der „Kleinen Roten Teufel“ in die Regionalliga Südwest. In der kommenden Spielzeit wird Blum allerdings im Trikot der Schwarz-Blauen gegen seinen ehemaligen Verein auflaufen.
Seine fußballerische Ausbildung erhielt Blum zunächst beim Ludwigshafener SC, ehe er früh in die Nachwuchsabteilung des 1. FC Kaiserslautern wechselte. Dort machte er bereits in der U19-Bundesliga auf sich aufmerksam. Nach einem einjährigen Abstecher zur zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg kehrte er nach Kaiserslautern zurück und entwickelte sich dort zum Stammspieler und Leistungsträger. Sportdirektor Daniel Hammel zeigt sich entsprechend zufrieden über den gelungenen Transfer: „Shawn verfügt über besondere offensive Fähigkeiten. Mit seiner Torgefahr und seiner Qualität im Eins-gegen-eins wird er unserem Offensivspiel direkt neue Impulse geben. Ich freue mich sehr, dass der Transfer jetzt geklappt hat. Es war schon seit Längerem mein Ziel, diesen Spieler nach Trier zu holen.“
Gaida kommt, Sausen bleibt
Blum ist jedoch nicht der einzige Offensivspieler, der den Trierer Angriff verstärken soll. Bereits zuvor verpflichtete der SVE den 21-jährigen Tom Gaida vom Regionalligisten SSV Jeddeloh II. Der vielseitig einsetzbare Angreifer überzeugte in der vergangenen Saison mit zwölf Treffern in der Regionalliga Nord. Auch über ihn fand Daniel Hammel lobende Worte: „Tom bringt als offensiver Allrounder viel Flexibilität für die Offensive mit. Mit seinem guten Gespür für Tiefenläufe und seiner Abschlussqualität verfügt er über wichtige Stärken.“
Zusätzlich setzt Eintracht Trier auf Kontinuität. Tim Sausen, der im Sommer 2024 von den Würzburger Kickers gekommen war, verlängerte seinen Vertrag bis 2027. Der 24-Jährige absolvierte bislang 41 Pflichtspiele für den SVE. Über die Verlängerung sagte Hammel: „Tim zeichnet sich durch seinen hohen Einsatz aus. Mit seiner Schnelligkeit und seinem engagierten Spiel gegen den Ball bringt er wichtige Stärken in die Mannschaft ein.“
Trier reagiert auf die größte Baustelle der Vorsaison
Eintracht Trier hat die größte Schwäche der vergangenen Regionalliga-Saison klar identifiziert: die Offensive. Mit lediglich 48 erzielten Treffern stellte der SVE eine der harmlosesten Angriffsreihen der gesamten Regionalliga Südwest. Nur die vier späteren Absteiger trafen seltener. Zwar überzeugte Trier phasenweise durch Einsatzbereitschaft und eine stabile Defensive, im letzten Drittel fehlten jedoch regelmäßig Tempo, Kreativität und vor allem die nötige Effizienz vor dem Tor.
Die Verpflichtungen von Shawn Blum und Tom Gaida sowie die langfristige Bindung von Tim Sausen zeigen deshalb eine klare sportliche Handschrift. Blum bringt nachgewiesene Torgefahr und Eins-gegen-eins-Qualität über die Außenbahn mit, Gaida erweitert die Möglichkeiten im Sturmzentrum und in variablen Offensivrollen, während Sausen weiterhin mit seinem hohen Laufpensum und seinem Tempo wichtige Elemente ins Pressing einbringt.
Sollte insbesondere Blum seine Torquote aus Kaiserslautern zumindest teilweise in die Regionalliga übertragen können und Gaida an seine starke Saison im Norden anknüpfen, dürfte Trier im Offensivspiel deutlich variabler und gefährlicher auftreten. Nach den ersten Personalentscheidungen des Sommers ist jedenfalls klar erkennbar, an welcher Stellschraube Sportdirektor Daniel Hammel in diesem Transferfenster zuerst drehen wollte.


