So schnell ist auch der 2. Spieltag der Regionalliga Nord absolviert. Im Topspiel zwischen dem VfB Oldenburg und dem SV Drochtersen/Assel drehten die Gastgeber einen Rückstand und sicherten sich mit drei Treffern nach der Pause den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Auch der SV Atlas Delmenhorst sorgte erneut für ein Ausrufezeichen: Der Aufsteiger bezwang den favorisierten VfB Lübeck mit 2:0 und feierte damit ebenfalls den zweiten Erfolg der Saison. Spektakel gab es zudem in Todesfelde, wo sich der heimische SV und Werder Bremen II in einer abwechslungsreichen Partie mit einem Unentschieden trennten. Im Hannoveraner Stadtderby setzte sich derweil Hannover 96 II gegen den HSC Hannover durch und bleibt damit ebenfalls ohne Punktverlust.
Hannover 96 II – HSC Hannover 2:0
Vor rund 1.000 Zuschauern lieferten sich Hannover 96 II und der HSC Hannover einen intensiv geführten Schlagabtausch. Lange blieb die Begegnung offen, ehe die Gastgeber nach der Pause die entscheidenden Akzente setzten und sich mit zwei Treffern innerhalb von nur acht Minuten den Heimsieg sicherten. Im ersten Durchgang begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Hannover 96 II und der HSC kämpften in dem Stadtderby um jeden Ball und suchten immer wieder den Weg nach vorne. Dennoch blieben klare Torchancen Mangelware. So ging es torlos in die Halbzeitpause.
Nach der Pause kam die Zweitvertretung von 96 deutlich konsequenter auf den Platz zurück und belohnte sich für ihre engagierte Vorstellung. Nach fünf Minuten im zweiten Abschnitt brachte Husser seine Mannschaft mit 1:0 in Führung (50.). Die Gäste fanden darauf keine passende Antwort und mussten nur acht Minuten später den nächsten Rückschlag hinnehmen. Ikari erhöhte in der 58. Minute auf 2:0 und sorgte damit bereits für die Entscheidung. In der verbleibenden Spielzeit verteidigten die Hausherren ihren Vorsprung konzentriert und brachten den Derbysieg souverän über die Zeit.
VfB Oldenburg – SV Drochtersen/Assel 3:1
Schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison trafen mit dem VfB Oldenburg und dem SV Drochtersen/Assel zwei Titelanwärter aufeinander. Das bessere Ende des Topspiels hatten die Hausherren, die nach einem Rückstand besonders in der zweiten Halbzeit eine starke Vorstellung zeigten und sich letztlich verdient durchsetzen konnten. Beide Mannschaften waren mit einem Sieg zum Auftakt in die neue Saison gestartet und lieferten sich entsprechend ein umkämpftes Duell. Oldenburg hatte zunächst Probleme mit der kompakten Defensive der Gäste. Drochtersen/Assel nutzte dagegen seine erste größere Möglichkeit zur Führung. Nach einem starken Steckpass tauchte Sanne frei vor Peitzmeier auf und schob zum 1:0 ein (15.). Anschließend verteidigten die Gäste ihren Vorsprung konzentriert und ließen im ersten Durchgang nur wenig zu. Oldenburg fand kaum Lösungen gegen die gut organisierte Defensive der SVDA, sodass es mit der knappen Führung der Gäste in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der VfB deutlich offensiver und übernahm zunehmend die Kontrolle. Nach rund einer Stunde belohnten sich die Gastgeber schließlich mit dem Ausgleich. Nach einer sehenswerten Kombination kam Brand halblinks im Strafraum frei zum Abschluss und traf zum 1:1 (58.). Oldenburg blieb anschließend am Drücker und drehte die Begegnung in der Schlussphase. Zunächst nahm Pröger den Ball stark mit, umkurvte den aus seinem Tor eilenden Heim und schob zum 2:1 ein (85.). Mit Ablauf der regulären Spielzeit setzte Facklam den Schlusspunkt und erzielte mit seinem bereits dritten Saisontreffer das 3:1 (90.). Damit feierte Oldenburg im Topspiel den zweiten Sieg der Saison und setzte sich in der Spitzengruppe fest.
Kickers Emden – Hamburger SV II 3:2
Kickers Emden hat am 2. Spieltag der Regionalliga Nord den ersten Saisonsieg gefeiert. Gegen den Hamburger SV II machten es die Gastgeber nach einer komfortablen 3:0-Führung und zwei späten Gegentreffern noch einmal spannend, konnten die Führung aber über die Zeit retten. Die Partie begann aus Sicht des HSV II denkbar schlecht. Bereits in der 2. Minute brachte Stepantsev die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Dem Selbstvertrauen von Emden tat der frühe Treffer sichtlich gut. Über weite Strecken des ersten Durchgangs blieben die Kickers die gefährlichere Mannschaft. Kurz vor der Pause bauten die Gastgeber ihren Vorsprung sogar noch aus, als Schröder auf 2:0 stellte (41.).
Auch nach Wiederanpfiff blieb Emden zunächst dominant und sorgte schnell für die vermeintliche Vorentscheidung. Erneut war es Schröder, der für die Hausherren zum 3:0 traf (52.). Lange deutete alles auf einen souveränen Heimsieg hin, doch der HSV II gab sich noch nicht geschlagen. In der Schlussphase kamen die Gäste zurück in die Partie. Amadou verkürzte in der 83. Minute auf 1:3, ehe der eingewechselte Barkowsky nur vier Minuten später den Anschlusstreffer erzielte (87.). Plötzlich geriet Emden noch einmal unter Druck und musste um den bereits sicher geglaubten Sieg bangen. Der HSV II drängte auf den Ausgleich, doch der dritte Treffer wollte nicht mehr fallen. Damit feierte Kickers Emden nach dem 4:4 zum Auftakt beim HSC Hannover den ersten Saisonsieg, während Hamburg II ohne Punkte aus dem ersten Auftritt der Saison hervorgeht.
SC Weiche Flensburg 08 – Eimsbütteler TV 5:2
Ein Offensivfeuerwerk zum Heimauftakt: Der SC Weiche Flensburg 08 hat sich am 2. Spieltag der Regionalliga Nord klar gegen den Eimsbütteler TV durchgesetzt. Vor allem Tobinski war mit drei Treffern kaum zu stoppen. Die Partie begann zunächst ausgeglichen, doch Weiche präsentierte sich vor dem Tor deutlich konsequenter. Nach einem starken Lauf von Behrmann war Tobinski zur Stelle und schob zum 1:0 ins lange Eck ein (14.). Nur sieben Minuten später legten die Gastgeber nach. Ali und Krasniqi kombinierten sich sehenswert über die linke Seite, ehe Ali Tobinski am langen Pfosten bediente. Der Angreifer musste nur noch einschieben und schnürte damit bereits seinen Doppelpack (21.). Eimsbüttel blieb trotz des Rückstands gefährlich und hatte durch Hense eine gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch Seibt und die zurückgeeilte Defensive verhinderten den Einschlag (24.). In der 37. Minute war es dann jedoch so weit: Hense wurde aus rund 20 Metern nicht entscheidend gestört und verkürzte auf 1:2. Weiche ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und stellte noch vor der Pause den alten Abstand wieder her. Nach einer scharf getretenen Ecke von Krasniqi köpfte Ntika zum 3:1 ein (43.). Eimsbüttel musste zudem kurz vor dem Seitenwechsel einen Torwartwechsel vornehmen, nachdem sich Wendt verletzt hatte und durch Behr ersetzt wurde.
Nach der Pause blieben die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft. Marten erhöhte noch vor der Stundenmarke nach einem starken Doppelpass mit Ali auf 4:1 (58.). Weiche drängte weiter und kam zu weiteren Möglichkeiten. In der Schlussviertelstunde krönte Tobinski seine Leistung mit dem Dreierpack. Wagner durfte auf der linken Seite bis zur Grundlinie durchlaufen und flankte auf den freistehenden Angreifer, der zum 5:1 vollendete (78.). Drei Minuten später betrieben die Gäste etwas Ergebniskosmetik. Nach einem langen Ball von Olayisoye setzte sich Beuck im Laufduell durch und verkürzte aus zehn Metern auf 2:5 (81.). Am Ende blieb es beim klaren 5:2. Weiche überzeugte vor allem mit seiner offensiven Durchschlagskraft und der konsequenten Chancenverwertung, während Eimsbüttel trotz einiger guter Ansätze defensiv zu viele Lücken offenbarte.
SV Atlas Delmenhorst – VfB Lübeck 2:0
Der SV Atlas Delmenhorst hat für eine Überraschung gesorgt und den VfB Lübeck mit 2:0 bezwungen. In einer intensiv geführten Partie hielt der Aufsteiger über weite Strecken nicht nur dagegen, sondern präsentierte sich mutig und selbstbewusst. Im ersten Durchgang lieferten sich beide Mannschaften einen umkämpften Schlagabtausch, in dem sich keine Seite entscheidende Vorteile erarbeiten konnte. Beide Defensivreihen standen aufmerksam und ließen nur wenige klare Möglichkeiten zu. Entsprechend ging es ohne Treffer in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie noch einmal an Fahrt auf. Delmenhorst wurde zunehmend mutiger und belohnte sich schließlich für den engagierten Auftritt. Nach etwas mehr als einer Stunde brachte Temin die Gastgeber mit 1:0 in Führung (65.). Nur sechs Minuten später war der Angreifer erneut zur Stelle und erhöhte auf 2:0 (71.). Lübeck fand darauf keine Antwort mehr. Der Aufsteiger verteidigte den Vorsprung konzentriert und brachte den Heimsieg über die Zeit. Damit feierte Atlas Delmenhorst einen umjubelten Erfolg gegen den favorisierten VfB und setzte ein Ausrufezeichen.
1. FC Phönix Lübeck – SSV Jeddeloh II 2:0
Zum zweiten Mal in dieser Saison stand beim SSV Jeddeloh II die Null – aber auf der falschen Seite. Beim 1. FC Phönix Lübeck kassierte die Überraschungsmannschaft der vergangenen Saison die zweite Niederlage. Jeddeloh kam zwar zu mehreren guten Möglichkeiten, scheiterte jedoch immer wieder am starken Phönix-Keeper Kips. Nach einer zunächst abwartenden Anfangsphase gingen die Hausherren nach rund einer Viertelstunde in Führung. Ihde legte für Rahimic auf, der aus kurzer Distanz eiskalt zum 1:0 vollendete (14.). Jeddeloh reagierte und kam anschließend zu guten Chancen auf den Ausgleich. Bothe scheiterte nach einem starken Pass von Gramberg an Kips (34.), auch Janßen fand wenig später im Phönix-Schlussmann seinen Meister. Auf der Gegenseite verpasste Haritonov kurz vor der Pause per Freistoß das 2:0.
Nach der Pause war Phönix die aktivere Mannschaft und erhöhte nach etwas mehr als einer Stunde. Maiolo bediente Touray, der den Ball sehenswert über den Torwart hinweg zum 2:0 ins Netz lupfte (64.). Jeddeloh fand darauf keine entscheidende Antwort mehr. Zwar hatten die Gastgeber durch Haritonov und Touray weitere Möglichkeiten, die Partie noch deutlicher zu gestalten, ließen diese aber ungenutzt. In der Schlussphase hielt Kips den Sieg endgültig fest. Steinwender scheiterte in der 90. Minute noch einmal am glänzend reagierenden Phönix-Torwart. Damit feierte Lübeck einen verdienten 2:0-Heimerfolg. Jeddeloh wartet weiter auf das erste Saisontor.
SV Todesfelde – Werder Bremen II 3:3
In einem mitreißenden Schlagabtausch vor 697 Zuschauern trennten sich der SV Todesfelde und der SV Werder Bremen II mit einem torreichen Remis. Nach der Niederlage zum Auftakt wollte die Werder-Reserve Wiedergutmachung betreiben, doch das gelang nur mäßig. Dabei gingen die Gäste nach etwas mehr als der Hälfte des ersten Abschnitts durch einen von Stark verwandelten Foulelfmeter mit 1:0 in Führung (29.). Cloppatt sorgte nur wenig später ebenfalls per Strafstoß für den Ausgleich (38.). Kurz vor der Pause schlug die Zweitvertretung erneut zu. Römers traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 (45.+3) und brachte die Gäste wieder in Führung.
Nach dem Seitenwechsel sorgte Cloppatt schnell mit seinem zweiten verwandelten Foulelfmeter für das 2:2 (50.). Anschließend drehten die Gastgeber die Partie sogar komplett. Drawz brachte den Aufsteiger in der 67. Minute erstmals in Führung. Die Bremer hatten in diesem Spiel jedoch das letzte Wort, als Wiehe kurz vor Beginn der Schlussphase den 3:3-Endstand erzielte (79.). Damit teilten sich beide Mannschaften nach einer abwechslungsreichen Partie die Punkte.
FC St. Pauli II – Bremer SV 0:1
Der erste Sieg ist eingetütet. Der Bremer SV gewann beim FC St. Pauli II dank einer starken Defensivleistung. Die Gastgeber, die schon beim spektakulären 6:4 gegen den SV Todesfelde das Nachsehen hatten, bleiben ohne Punkte. Schon der Start in die Partie lief alles andere als optimal für die Kiezkicker. Bereits nach vier Minuten wurde es brenzlig, doch Schlussmann Petzsch konnte eine Großchance von Redecker mit einem starken Reflex entschärfen. Nur wenig später war der Keeper jedoch machtlos. Nach einem Fehler im Aufbauspiel nutzte der Bremer SV die Unachtsamkeit in der Defensive aus, Redecker blieb vor dem Tor ruhig und schob zum 1:0 ein (6.). St. Pauli fand anschließend besser in die Partie und kam zu ersten Möglichkeiten. Wardius verpasste den Ausgleich nur knapp (11.), ehe Schulze den Ball aus dem Stand an den Pfosten setzte (15.). In der Folge beruhigte sich das Spiel zunehmend und verlagerte sich zwischen die Strafräume. Bremen verteidigte konzentriert und nahm die knappe Führung mit in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte St. Pauli den Druck und tauchte immer wieder im Bremer Strafraum auf. Eine Kombination über den eingewechselten Alassani führte jedoch nicht zum Ausgleich (56.). Auch Schulze (62.) und Günther (76.) scheiterten mit ihren Abschlüssen an der Bremer Defensive. In der Schlussphase drängten die Gastgeber weiter auf den Ausgleich und belagerten den Bremer Strafraum nahezu durchgehend. Der entscheidende Abschluss blieb jedoch aus. Damit brachte der Bremer SV die knappe Führung über die Zeit und feierte nach dem 1:1 zum Saisonauftakt den ersten Sieg. St. Pauli II wartet dagegen nach der zweiten Niederlage weiterhin auf die ersten Punkte der Saison.
FSV Schöningen – FC Eintracht Norderstedt 1:1
Der FSV Schöningen und der FC Eintracht Norderstedt haben sich am 2. Spieltag in einer umkämpften Partie mit zahlreichen Offensivaktionen und harten Zweikämpfen mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden getrennt. Schöningen startete wildentschlossen und schockte die Gäste mit einem frühen Treffer. Nach einem ersten Abschluss von Doumbouya konnte Norderstedts Torwart den Ball zunächst abwehren, Njoya war jedoch zur Stelle und vollendete zum 1:0 (2.). In der Folge blieb die Partie offen. Beide Mannschaften kamen zu Möglichkeiten und sorgten mit Standards immer wieder für Gefahr. Auffällig bei den Hausherren war vor allem Cankor, der mit mehreren Abschlüssen immer wieder für Gefahr sorgte. In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde es hitzig. Nach einem ungeahndeten Foul an Cankor kam es zu einer Tätlichkeit und einer Rudelbildung, anschließend sahen Cankor und Fionouke jeweils die Gelbe Karte. Das war der letzte Aufreger vor der Pause.
Mit Wiederanpfiff erhöhte Norderstedt den Offensivdruck und belohnte sich nach etwas mehr als zehn Minuten. Palzer setzte sich an der halblinken Strafraumgrenze durch und schoss den Ball unten links zum 1:1 ins Tor (56.). Schöningen blieb danach gefährlich, konnte seine Chancen aber nicht mehr zur erneuten Führung nutzen. In der Schlussphase hatten beide Mannschaften noch Möglichkeiten auf den Sieg. Norderstedt kam per Kopfball zu einer guten Gelegenheit, und der FSV scheiterte nach einer aussichtsreichen Freistoßsituation an der Norderstedter Mauer. So blieb es beim 1:1, mit dem sich beide Mannschaften nach einer intensiven Partie einen Punkt sicherten.


