Spannung pur, ein Spektakel mit neun Treffern und ein Wechsel an der Tabellenspitze: Der 6. Spieltag der Regionalliga Bayern hatte einiges zu bieten. Der TSV Buchbach setzte sich gegen die SpVgg Bayreuth durch und eroberte damit die Tabellenführung zurück. Für den TSV 1860 München reichte es dagegen trotz früher Führung nicht zum ersten Heimsieg der Saison. Gegen Aufsteiger TSV Landsberg mussten sich die Löwen mit einem Remis begnügen und hatten am Ende sogar Glück, nicht noch komplett leer auszugehen. Einen echten Torrausch erlebten die Zuschauer in Burghausen: Nach einem furiosen Start der DJK Vilzing und einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand kämpfte sich Wacker sensationell zurück und machte aus der scheinbar entschiedenen Partie noch einen offenen Schlagabtausch, den die Gäste dann letztlich doch für sich entschieden. Auch der 1. FC Schweinfurt 05 wusste zu überzeugen und meldete sich mit einer offensivstarken Vorstellung eindrucksvoll zurück. Derweil beendete der FC Bayern II seine Durststrecke beim bis dahin ungeschlagenen FV Illertissen und feierte unter Neu-Trainer Dante den ersten Saisonsieg.
SpVgg Ansbach – TSV Schwaben Augsburg 1:2
Der TSV Schwaben Augsburg hat bei der SpVgg Ansbach einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Im Xaver-Bertsch-Sportpark präsentierten sich die Gastgeber nervös und mussten einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Nach einer zunächst offenen Anfangsphase schlug Augsburg in der 19. Minute erstmals zu. Schäfer nutzte eine Hereingabe und köpfte zur 1:0-Führung ein. Die Gäste blieben anschließend am Drücker und legten nur acht Minuten später nach. Erneut war ein Kopfball der Schlüssel zum Erfolg, diesmal traf Schaber zum 2:0 (27.). Ansbach wirkte sichtlich verunsichert und hatte Glück, dass Ebeling weitere Möglichkeiten nicht nutzen konnte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang den Hausherren dann der wichtige Anschlusstreffer. Nuhanovic reagierte nach einem Abpraller am schnellsten und verkürzte auf 1:2 (42.).
Mit deutlich mehr Energie kehrte Ansbach aus der Kabine zurück. Die Mittelfranken erhöhten den Druck und wollten den Ausgleich erzwingen. Der vermeintliche Ausgleich in der 59. Minute wurde aufgrund einer Abseitsstellung jedoch einkassiert. Danach beruhigte sich das Geschehen für einige Minuten, ehe Ansbach in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne warf. Die Gastgeber kamen nun zu mehreren guten Gelegenheiten, scheiterten jedoch immer wieder an der eigenen Chancenverwertung oder an TSV-Keeper Reil. Trotz einer intensiven Schlussoffensive reichte es nicht mehr für den Ausgleich. Vor 917 Zuschauern rettete Schwaben Augsburg den knappen 2:1-Erfolg über die Zeit.
1. FC Schweinfurt 05 – SpVgg Greuther Fürth II 5:2
Der 1. FC Schweinfurt 05 hat sich mit einem klaren Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth II zurückgemeldet. Nach zuletzt eher durchwachsenen Ergebnissen überzeugten die Nullfünfer vor allem in der ersten Hälfte und sorgten bereits vor der Pause für eine komfortable Ausgangslage. Mann des Abends war Hack, der gegen seinen ehemaligen Klub gleich dreimal traf und damit maßgeblichen Anteil am deutlichen Erfolg hatte. Noch in der Anfangsphase netzte der Goalgetter nach einem Querpass zum 1:0 ein (8.). Fürth suchte den Weg in die Begegnung, die gefährlicheren Aktionen gehörten jedoch weiterhin den Gastgebern. So auch, als Prodanovic gegen Mitte der ersten Hälfte das zweite Tor für die Schnüdel erzielte. Sein Schuss wurde noch entscheidend abgefälscht und schlug zum 2:0 ein (24.). Schweinfurt blieb das klar aktivere Team und erhöhte kurz darauf erneut. Nach einem Foul im Strafraum trat Hack zum Elfmeter an und verwandelte sicher zum 3:0 (40.). Damit war sein Doppelpack gegen den Ex-Klub perfekt.
Wer nach der Pause auf eine Aufholjagd der Fürther gehofft hatte, wurde zunächst enttäuscht. Schweinfurt machte dort weiter, wo es aufgehört hatte, und Hack setzte seinem ohnehin schon starken Auftritt noch die Krone auf. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam der 23-Jährige im Strafraum zum Abschluss und stellte aus kurzer Distanz auf 4:0 (52.). Anschließend überließen die Hausherren den Gästen die Kontrolle und gingen mit ihren Möglichkeiten zunehmend fahrlässig um. Fürth nutzte das aus und verkürzte nach einem Fehler in der Schweinfurter Defensive durch Memokoh auf 1:4 (64.). In der Folge entwickelte das Kleeblatt sogar eine kurze Druckphase. Schweinfurt blieb allerdings gefährlich und hatte durch Schmitt, dessen Distanzschuss an der Latte landete, selbst die Chance auf den nächsten Treffer (80.). Stattdessen kam Fürth in der 86. Minute noch einmal heran: Bennis traf flach ins Eck und machte aus dem deutlichen Rückstand plötzlich ein 2:4. Kurz keimte bei den Gästen Hoffnung auf eine spektakuläre Aufholjagd auf. Doch Prodanovic machte in der Schlussminute endgültig alles klar. Nach einem Abpraller reagierte der Angreifer am schnellsten und staubte zum 5:2-Endstand ab (90.). Schweinfurt feierte damit einen überzeugenden Dreier und darf nach dem durchwachsenen Saisonstart wieder vorsichtiger nach oben schauen.
TSV Buchbach – SpVgg Bayreuth 2:1
Der TSV Buchbach hat sich in einer intensiven Partie gegen die SpVgg Bayreuth mit 2:1 durchgesetzt und damit die Tabellenführung zurückerobert. Zu Beginn suchten die Gäste mit langen Bällen immer wieder den Weg in die Buchbacher Gefahrenzone. Onuigwe legte früh für Fries ab, dessen direkter Abschluss jedoch kein Problem für Zech darstellte (2.). Die Hausherren fanden anschließend besser in die Begegnung und schlugen in der 8. Minute erstmals zu. Haas zog ab, sein Versuch wurde von einem Bayreuther abgewehrt, doch Wieselsberger setzte nach und versenkte den Abpraller zur Buchbacher Führung. Mit dem Treffer gewann der TSV sichtbar an Sicherheit und setzte die Gäste zunehmend unter Druck. Buchbach hätte beinahe nachgelegt: Stoßberger setzte sich auf der rechten Seite durch und suchte Heiland, der seine Hereingabe nur um Zentimeter verpasste (21.).
Bayreuth blieb allerdings gefährlich und kam in der 23. Minute durch Scheder zu einer guten Möglichkeit. Zwei Minuten später machte es der Angreifer besser: Nach einem sehenswerten Angriff der Gäste kam Scheder erneut zum Abschluss und traf diesmal zum 1:1 (25.). Kurz darauf hatte Weber sogar die Chance, die Partie zu drehen, setzte den Ball aus aussichtsreicher Position jedoch über das Tor (32.). Stattdessen ging Buchbach erneut in Führung. Muteba setzte sich kurz vor dem Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und steckte für Bahar durch. Der Angreifer blieb vor dem Tor eiskalt und schob die Kugel zum 2:1 ins linke Eck (38.). Kurz vor der Pause wurde es noch einmal hektisch, nachdem ein Foul an Muteba eine Rudelbildung auslöste, die der Referee mit jeweils einer Gelben Karte auf beiden Seiten auflöste.
Auch nach Wiederanpfiff blieb Buchbach das spielerisch stärkere Team und hätte den Vorsprung beinahe ausgebaut. Stoßberger fasste sich ein Herz, doch der Bayreuther Schlussmann Zahaczewski verhinderte mit einer starken Parade das 3:1 (47.). Die Gäste drängten ihrerseits auf den erneuten Ausgleich. Scheder tauchte gefährlich vor dem Buchbacher Tor auf, wurde im letzten Moment jedoch von Wieselsberger und Zimmermann am Abschluss gehindert (52.). Wenig später musste Zech erneut eingreifen und lenkte einen Schuss von Weber nach einem guten Zusammenspiel der Bayreuther gerade noch über die Latte (63.). Buchbach hielt mit großem Einsatz dagegen und ließ in der Schlussphase nur noch wenig zu. Gleichzeitig boten sich den Gastgebern Räume für die Entscheidung. Dzemailji scheiterte aus spitzem Winkel am Außennetz (73.), Stoßberger setzte einen Kopfball nach einer Flanke von Sztaf nur knapp über das Tor (76.). Bayreuth fand in den letzten Minuten kaum noch Mittel, um die Buchbacher Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. So verteidigte der TSV den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff und durfte vor 709 Zuschauern einen wichtigen 2:1-Heimsieg feiern. Durch den Erfolg kletterte Buchbach wieder an die Tabellenspitze.
SV Wacker Burghausen – DJK Vilzing 4:5
Was für ein Fußballspiel in Burghausen! Der SV Wacker schien gegen die DJK Vilzing nach einer katastrophalen ersten halben Stunde bereits geschlagen, kämpfte sich nach einem 0:4-Rückstand aber sensationell zurück. Trotz des zwischenzeitlichen 4:4 mussten die Salzachstädter am Ende mit leeren Händen vom Platz. Dabei erwischte Vilzing den besseren Start und legte einen furiosen Auftritt hin. Nach gerade einmal acht Minuten eröffnete Özbay den Torreigen. Nach einem langen Ball tauchte der Angreifer frei vor Schöller auf und blieb im Abschluss eiskalt. Die Gäste setzten sofort nach und erhöhten nur fünf Minuten später auf 2:0. Jünger war nach einer Flanke zur Stelle und ließ dem Burghausener Schlussmann keine Chance (13.). Der SV Wacker fand überhaupt keinen Zugriff und musste bereits in der 16. Minute den nächsten Rückschlag hinnehmen. Meyer nutzte seine Gelegenheit abgeklärt und schraubte den Vorsprung auf drei Tore hoch. Erst danach stabilisierten sich die Hausherren und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Der Anschlusstreffer wollte allerdings trotz guter Möglichkeiten nicht fallen. Agbaje scheiterte zunächst an Eutinger (18.), wenig später traf Bachschmid nur den Pfosten. Auch Diowo fand in Eutinger seinen Meister (31.). Burghausen blieb dran und kam durch einen Schlenzer von Agbaje zu einer weiteren guten Gelegenheit, doch der Ball rauschte knapp am Tor vorbei (38.). Vilzing nahm damit einen komfortablen 3:0-Vorsprung mit in die Pause.
Kaum war der zweite Durchgang angepfiffen, schien sich das Debakel für die Gastgeber fortzusetzen. Erneut nutzte Özbay eine Unachtsamkeit der Burghausener Defensive aus und schob frei vor Schöller zum 4:0 ein (46.). Doch diesmal hatte Wacker die passende Antwort parat. Simic setzte einen Freistoß sehenswert ins Netz und läutete damit eine furiose Aufholjagd ein (49.). Plötzlich war die Partie wieder völlig offen. Bachschmid verkürzte nach einer Hereingabe auf 2:4 (52.), ehe Simic vom Elfmeterpunkt nachlegte und mit seinem zweiten Treffer des Tages den Anschluss herstellte – nur noch 3:4 (56.). Vilzing wankte und hatte Pech, als Kufner nur den Querbalken traf (61.). Danach drängte Burghausen auf den Ausgleich, den Sodji nach einem zuvor an Eutinger gescheiterten Versuch von Simic tatsächlich erzielte (70.). Doch statt den Schwung mitzunehmen, gab der SVW die Kontrolle wieder aus der Hand. Vilzing nutzte das und ging durch Jünger wenige Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit erneut in Führung (85.). Özbay sah kurz vor Schluss nach einer Tätlichkeit noch die Rote Karte (89.), auf der Anzeigetafel änderte sich aber nichts mehr.
VfB Eichstätt – TSV Aubstadt 3:0
Der VfB Eichstätt hat sich mit einem 3:0-Heimsieg gegen den TSV Aubstadt im direkten Duell durchgesetzt. Lange Zeit bot sich den etwas mehr als 500 Zuschauern eine ausgeglichene Partie, in der sich beide Mannschaften weitgehend neutralisierten. Der erste nennenswerte Abschluss ließ bis zur Mitte der ersten Hälfte auf sich warten: Mayer zog aus halblinker Position ab, zielte allerdings zu zentral, sodass Vertiei sicher parieren konnte. Nur wenige Sekunden später machte es Grimm jedoch besser. Mayer fand mit einem Einwurf Schraufstetter, der mit dem Kopf auf Grimm verlängerte, der zum 1:0 vollendete (26.).
Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung zunehmend an Fahrt auf. Eichstätt wurde gefährlicher, während Aubstadt aufgrund des Rückstands offener wurde und den Gastgebern immer mehr Räume bot. In der 69. Minute verpasste Schraufstetter, auf 2:0 zu erhöhen, als er beim Abschluss ausrutschte und den Ball dabei zweimal berührte. Drei Minuten später stand dann doch der zweite Treffer für den VfB auf der Anzeigetafel. Dabei erhielten die Gastgeber jedoch tatkräftige Unterstützung von Weiß, der das Spielgerät ins eigene Tor beförderte (72.). Doch damit war er nicht allein, denn auch Hüttl trug sich auf der falschen Seite in die Torschützenliste ein. Grimm wurde in die Tiefe geschickt und legte den Ball auf den zweiten Pfosten. Dort kam Hüttl vor Lohner an die Kugel, beförderte sie jedoch ins eigene Netz und sorgte damit für das 3:0 (81.). Kurz darauf bot sich Schittler die nächste Großchance: Nach einem Antritt von Perich und dessen Querpass scheiterte Schittler aus kurzer Distanz am Fuß von Vertiei (85.). Die Gäste konnten die Eichstätter Druckphase schließlich nicht mehr überstehen. Am Ende stand damit ein verdienter Erfolg für Eichstätt, durch den der VfB im Klassement an Aubstadt vorbeizog.
FV Illertissen – FC Bayern II 0:2
Der FC Bayern II hat seine Durststrecke beendet und beim bislang ungeschlagenen FV Illertissen den ersten Saisonsieg eingefahren. Nach dem schwachen Start in die Spielzeit zeigten die Münchner eine konzentrierte Vorstellung und feierten die ersten drei Punkte unter Neu-Trainer Dante. Bis zur Führung dauerte es aber bis zur 22. Minute. Nach einer Kopfballverlängerung von Cardozo war Assomo zur Stelle und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Nur wenige Minuten später schwächte sich Illertissen selbst. Erneut stand Assomo im Mittelpunkt, der von Redier nur noch per Notbremse gestoppt werden konnte (29.) und dadurch den Platzverweis provozierte. Die Hausherren mussten fortan in Unterzahl agieren. Bayern kontrollierte das Geschehen, blieb im letzten Drittel jedoch zunächst zu harmlos, sodass es mit dem knappen Vorsprung in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte der FCB II wieder die Schlagzahl und kam nun auch zu besseren Möglichkeiten. Der eingewechselte Srb hatte in der 54. Minute das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch frei vor Illertissens Keeper Adamczyk. Die Gastgeber bemühten sich trotz Unterzahl um eine Antwort, fanden gegen die kompakte Münchner Defensive allerdings kaum Lücken. Bayern ließ seinerseits zunächst die Vorentscheidung liegen: Assomo verpasste in der 69. Minute seinen zweiten Treffer nur knapp. Vier Minuten später war es dann aber so weit. Heinz zeigte nach einer Hereingabe seine Kopfballstärke und köpfte zum 2:0 ein (73.). In der Folge brachte der FC Bayern II die Führung souverän über die Zeit und durfte nach zuvor vier sieglosen Spielen den ersten Dreier der Saison bejubeln.
FC Augsburg II – SC Eltersdorf 3:3
Was für eine Schlussphase in Augsburg! Der FC Augsburg II schien lange Zeit auf dem Weg zu einem souveränen Heimerfolg, musste sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen. Dabei erwischten die Gäste einen Start nach Maß. Rippert bekam den Ball bereits in der 3. Minute im Strafraum und fackelte nicht lange – mit einem Abschluss ganz in Torjägermanier brachte er Eltersdorf früh in Führung. Die Gastgeber übernahmen anschließend zwar zunehmend die Kontrolle und waren optisch überlegen, fanden gegen die tief stehenden Quecken zunächst aber kaum Lösungen. Eltersdorf verteidigte konzentriert und machte es Augsburg schwer, gefährlich vor das Tor zu kommen. Erst kurz vor der Pause gelang den Hausherren der Durchbruch. Nach einem sehenswert vorgetragenen Angriff über die linke Seite vollendete Dreo zum 1:1 (37.).
Das gleiche Bild zeigte sich auch nach dem Seitenwechsel. Augsburg war die aktivere Mannschaft und belohnte sich schließlich. In der 59. Minute fasste sich Jonathans ein Herz und brachte die Gastgeber mit einem starken Abschluss erstmals in Führung. Eltersdorf musste wenig später einen weiteren Rückschlag verkraften, als sich Keeper Hofmann verletzte und ausgewechselt werden musste (69.). Augsburg nutzte die Situation und legte nur zwei Minuten später nach. Dreo schnürte seinen Doppelpack und erhöhte auf 3:1 (71.). Es lief bereits die Schlussphase, und alles sah nach dem souveränen Heimsieg der Fuggerstädter aus, da meldeten sich die Quecken zurück. In der 84. Minute ging es plötzlich ganz schnell: Ort wurde in Szene gesetzt und vollendete den Angriff zum 3:2. Nun witterten die Gäste ihre Chance und drängten auf den Ausgleich. Tatsächlich gelang in der Schlussminute der nächste Treffer für den Aufsteiger. Der eingewechselte Jassmann setzte sich mit enormem Willen durch und erzielte den umjubelten 3:3-Ausgleich (90.). Damit belohnten sich die Quecken für ihre kämpferische Vorstellung und nahmen trotz eines Zwei-Tore-Rückstands noch einen Punkt mit. Gemessen an der engagierten Defensivleistung im ersten Abschnitt und der starken Schlussphase war dieser nicht unverdient.
FC Memmingen – SpVgg Unterhaching 0:0
Tore wollten an diesem Nachmittag in Memmingen einfach nicht fallen. Dabei entwickelte sich zwischen dem FC Memmingen und der SpVgg Unterhaching eine über weite Strecken ausgeglichene und unterhaltsame Partie, in der beide Mannschaften immer wieder für Gefahr sorgten. Die Gastgeber begannen dabei etwas druckvoller und prüften Hachings Torhüter Avdija früh. Die erste Großchance gehörte allerdings den Gästen: Nach einem Ballverlust von Schmid scheiterte Pfeiffer aus kurzer Distanz (9.). Mit zunehmender Spieldauer fanden auch die Hachinger besser in die Begegnung. Memmingen lauerte auf Umschaltmomente, ließ beim letzten Pass jedoch häufig die nötige Präzision vermissen. Auf der Gegenseite verpasste Pfeiffer eine Flanke mit dem Kopf nur knapp (28.). Kurz vor der Pause nahm die Partie noch einmal Fahrt auf. Nach einem Foul an Rietzler ließ Schiedsrichter Wörz den Vorteil laufen, Krisamer setzte den anschließenden Abschluss nur hauchdünn am rechten Kreuzeck vorbei (37.). In der Schlussminute des ersten Durchgangs war erneut Lutz zur Stelle, doch Avdija packte sicher zu.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein offenes Spiel. Gleich nach Wiederbeginn herrschte ordentlich Betrieb im Hachinger Strafraum, ehe Kresins Abschluss noch im letzten Moment geblockt wurde (47.). Neun Minuten später tauchte erneut Lutz gefährlich auf, setzte seinen Versuch aber über die Latte (56.). Dann tauchte Unterhaching beinahe aus dem Nichts brandgefährlich vor dem Memminger Kasten auf. Spann schloss ab, doch Dewein reagierte glänzend und verhinderte mit einem starken Reflex den möglichen Rückstand (60.). Die beste Gelegenheit auf den Sieg vergab anschließend Maier. Der eingewechselte Mittelfeldspieler setzte sich gegen Breuer durch und lief allein auf Avdija zu, scheiterte aber am herausstürmenden Keeper (61.). Memmingen blieb am Drücker und kam auch in der Schlussphase noch zu Möglichkeiten. Lutz verpasste eine weitere Hereingabe nur knapp (73.), ehe Kirsamer nach seiner Einwechslung das Aluminium erzittern ließ (80.). Sein wuchtiger Abschluss krachte an die Querlatte. Das Tor schien trotz zahlreicher Annäherungen auf beiden Seiten wie vernagelt zu sein. So blieb es beim torlosen Remis, durch das der FCM seine Tabellenführung verliert.
TSV 1860 München – TSV Landsberg 1:1
Der TSV 1860 München muss weiter auf den ersten Heimsieg der Saison warten. Trotz einer frühen Führung kamen die Löwen gegen den noch sieglosen Aufsteiger TSV Landsberg nicht über ein 1:1 hinaus. Dabei bestimmten die Löwen das Geschehen zunächst klar. Wach hatte nach einer sehenswerten Kombination über Niederlechner und Eberwein bereits früh die Führung auf dem Fuß, doch die Landsberger Defensive warf sich noch in den Abschluss. Die Gäste setzten mit einem abgefälschten Distanzschuss von Holdenrieden, den Eicher über die Latte lenkte (11.), zwar ein erstes Ausrufezeichen, ansonsten spielte sich die Partie zunächst weitgehend in der Hälfte des Aufsteigers ab. Die Überlegenheit der Hausherren zahlte sich nach einer Viertelstunde aus. Nachdem Leimeister Niederlechner im Strafraum zu Fall gebracht hatte, übernahm Eberwein die Verantwortung und verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:0 (15.). In der Folge kontrollierte 1860 die Partie und ließ den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen. Was allerdings fehlte, waren weitere zwingende Abschlüsse. Eberwein (28., 38.), Dressel (35.) sowie Deniz und Erdogan (39./40.) konnten den Vorsprung nicht ausbauen. So ging es trotz deutlicher Münchner Dominanz nur mit einer knappen Führung in die Kabinen.
Landsberg zeigte nach dem Seitenwechsel ein völlig anderes Gesicht und belohnte sich schnell für den couragierteren Auftritt. Nach einem Foul von Dressel an Tosun gab es auch auf der anderen Seite Strafstoß. Kircicek blieb vom Punkt cool, schickte Eicher in die falsche Ecke und stellte auf 1:1 (52.). Die Löwen wollten daraufhin umgehend zurückschlagen, doch Fiedler (56.) und Erdogan (58./64.) ließen gute Möglichkeiten liegen. Je länger die Partie dauerte, desto mehr witterte Landsberg seine Chance. Besonders Heinze sorgte in der Schlussphase mehrfach für Gefahr und hätte die Begegnung mit seinen Möglichkeiten in der 69., 79. und 87. Minute sogar komplett drehen können. Während 1860 seine anfängliche Überlegenheit nicht in einen zweiten Treffer ummünzte, war der Aufsteiger am Ende sogar näher am Sieg. Für Landsberg bleibt trotz des Punktgewinns in München ein kleiner Wermutstropfen: Auch nach sechs Spieltagen wartet der Neuling weiterhin auf den ersten Dreier in der Regionalliga Bayern.
