Regionalliga Südwest: Vorschau zum 7. Spieltag

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Unaufhaltsam marschiert Kickers Offenbach an der Tabellenspitze vorweg. Am 7. Spieltag der Regionalliga Südwest geht es für den Spitzenreiter zum KSV Hessen Kassel. Dahinter mussten die Stuttgarter Kickers gegen Walldorf einen weiteren Rückschlag hinnehmen – zu Hause soll es gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz anders werden. Am anderen Ende der Tabelle spitzt sich die Lage für den SSV Ulm 1846 zu: Die Spatzen warten weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Können die Ulmer diesen vor heimischem Publikum gegen den FSV Frankfurt einfahren? Auch beim SV Sandhausen ist noch reichlich Luft nach oben. Immerhin stabilisierte sich der SVS nach dem Trainerwechsel und kam beim Titelfavoriten SGV Heilbronn-Freiberg zu einem Punktgewinn. Beim SC Freiburg II soll jetzt der nächste Schritt gegangen werden.

Freitag, 11.09., 19:00 Uhr

Hessen Kassel – Kickers Offenbach

Auf den Tabellenführer wartet in Kassel die nächste Bewährungsprobe. Kickers Offenbach hat zuletzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie selbst ein vermeintlich klarer Rückstand nicht aus der Ruhe bringt. Gegen Steinbach Haiger lag der OFC früh mit 0:2 zurück, drehte die Partie und baute seinen Vorsprung an der Spitze weiter aus. Die Hessen gehen damit nicht nur ungeschlagen, sondern auch mit reichlich Selbstvertrauen in das Duell. Hessen Kassel musste dagegen zuletzt beim FSV Frankfurt einen Rückschlag hinnehmen und unterlag mit 0:2. Vor allem gegen die gut organisierte Defensive des FSV fehlten den Nordhessen die Ideen. Leichter wird die Aufgabe gegen den Ligaprimus auf keinen Fall. Gegen Offenbach dürfte es nun vor allem darauf ankommen, die Abstände zwischen den Ketten gering zu halten und selbst im Umschaltspiel die sich bietenden Chancen eiskalt zu nutzen.

SC Freiburg II – SV Sandhausen

Beim SV Sandhausen weht ein neuer Wind. Mit Markus Kauczinski steht ein neuer Trainer an der Seitenlinie, der jede Menge Erfahrung aus dem Profibereich mit sich bringt. Sein Debüt endete zwar torlos gegen den SGV Heilbronn-Freiberg, immerhin präsentierte sich die Defensive deutlich stabiler als zuvor. Für den ehemaligen Zweitligisten gilt es, zurück zu den Basics zu finden und über den Kampf zur spielerischen Leichtigkeit zu finden. Nun geht es zur Freiburger Reserve, die ihrerseits aus Trier einen Punkt mitnahm. Das 0:0 der Breisgauer war allerdings keineswegs ereignisarm: Vor allem der SC Freiburg II stellte seine Kreativität in der Offensive unter Beweis und scheiterte nur an der eigenen Chancenverwertung. Dementsprechend geht es für Sandhausen darum, ähnlich stabil aufzutreten und den Torerfolg nicht auf Kosten der defensiven Absicherung zu forcieren.

Samstag, 12.09., 14:00 Uhr

SSV Ulm 1846 – FSV Frankfurt

Die Situation beim SSV Ulm 1846 wird zunehmend prekär. Vier Niederlagen in Folge stehen inzwischen zu Buche, und auch beim 0:2 in Aalen fand der Drittliga-Absteiger kaum Mittel gegen die kompakte Defensive des Aufsteigers. Damit bleiben die Spatzen nach sechs Spieltagen sieglos das Tabellenschlusslicht. Nun kommt mit dem FSV Frankfurt ausgerechnet eine Mannschaft, die zuletzt mit einer disziplinierten Vorstellung in der Defensive überzeugte. Beim 2:0 gegen Hessen Kassel ließ Frankfurt nur wenige gefährliche Situationen zu und brachte den Erfolg souverän über die Zeit. Findet der SSV vor heimischer Kulisse endlich seine Abschlussstärke oder müssen sich die Spatzen auch gegen die Gäste aus Frankfurt geschlagen geben? Mit einer weiteren Niederlage könnte die Luft im Tabellenkeller schon sehr dünn werden.

SGV Heilbronn-Freiberg – 1. FSV Mainz 05 II

Der SGV Heilbronn-Freiberg steht zwar weiter als erster Verfolger von Kickers Offenbach auf dem zweiten Platz, kam in Sandhausen jedoch nicht über ein torloses Remis hinaus. Insbesondere die schwache Chancenverwertung kostete den Vizemeister der abgelaufenen Spielzeit ein besseres Ergebnis. Nun kommt mit Mainz 05 II eine Mannschaft, die sich in einer schwierigen Situation befindet. Zwar überraschte die Reserve der Nullfünfer gegen die Stuttgarter Kickers, doch unter der Woche folgte der Rückschlag gegen den VfR Mannheim. Die Mainzer unterlagen dem Aufsteiger mit 1:2 und müssen ihren Blick nach unten richten. Gerade deshalb dürfte die Zweitvertretung des Bundesligisten auf Wiedergutmachung aus sein. Ob das ausgerechnet erneut gegen eine Spitzenmannschaft gelingt, ist allerdings fraglich.

TSV Steinbach Haiger – FC-Astoria Walldorf

Der TSV Steinbach Haiger hat trotz der 2:3-Niederlage beim Tabellenführer gezeigt, dass die Mannschaft auch gegen die Spitzenmannschaften mithalten kann. In Offenbach führte der TSV bereits in der Anfangsviertelstunde mit 2:0 und brachte den Favoriten damit gehörig ins Wanken. Am Ende reichte es dennoch nicht zum Punktgewinn. Mit Walldorf kommt nun ein Gegner, der zuletzt selbst für eine Überraschung sorgte. Astoria feierte gegen die Stuttgarter Kickers den ersten Saisonsieg und drehte dabei einen Rückstand noch in einen 2:1-Erfolg. Vor allem nach der Pause präsentierten sich die Walldorfer deutlich zielstrebiger. Beide Teams stehen punktgleich im Mittelfeld der Tabelle. Der Gewinner kann sich etwas nach oben orientieren, der Verlierer hingegen muss seinen Blick wieder verstärkt nach unten richten.

Stuttgarter Kickers – SG Barockstadt Fulda-Lehnerz

Für die Stuttgarter Kickers ist der Heimauftritt gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz richtungsweisend. Nach der Niederlage in Walldorf haben die Blauen nun bereits zweimal in Folge verloren und damit im Rennen um die Spitze an Boden eingebüßt. Besonders ärgerlich war, dass Stuttgart nach der Führung die Kontrolle über die Partie verlor und Walldorf damit auch ein Stück weit zurück ins Spiel holte. Nun ist vor eigenem Publikum eine Reaktion gefragt. Die SG Barockstadt reist allerdings ebenfalls nicht mit breiter Brust an. Die Barockstädter erlebten einen ähnlichen Abend wie die Kickers, denn auch die SG führte zunächst gegen Eintracht Frankfurt II, musste sich nach zwei Gegentreffern in der zweiten Halbzeit aber noch mit 1:2 geschlagen geben. Beide Teams haben damit etwas gutzumachen – bei den Kickers ist der Druck aufgrund der eigenen Ansprüche allerdings ungleich größer.

Eintracht Frankfurt II – FC 08 Homburg

Eintracht Frankfurt II hat zuletzt bewiesen, dass sich Geduld auszahlen kann. In Fulda lag die junge Eintracht lange mit 0:1 zurück, drehte die Begegnung aber in der Schlussphase und sicherte sich den 2:1-Erfolg. Damit feierte Frankfurt den zweiten Saisonsieg und dürfte entsprechend mit Rückenwind in die nächste Partie gehen. Homburg kommt allerdings ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis. Nach zwei sieglosen Spielen bezwangen die Saarländer den 1. FC Kaiserslautern II ebenfalls mit 2:1. Dabei mussten auch sie zunächst einem Rückstand hinterherlaufen, erhöhten nach der Pause aber deutlich den Druck und drehten die Partie. Sollen die Hoffnungen, ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden zu können, nicht früh ad acta gelegt werden, braucht der FCH eine deutliche Leistungssteigerung. Finden sie in Frankfurt zur Stärke der ersten Spieltage zurück?

1. FC Kaiserslautern II – SV Eintracht Trier

Das Duell der beiden Traditionsvereine verspricht eine besondere Atmosphäre, sportlich steht vor allem für Kaiserslautern II einiges auf dem Spiel. Die FCK-Reserve verspielte beim FC 08 Homburg eine Führung und bleibt damit bei fünf Punkten im Tabellenkeller. Eintracht Trier holte dagegen beim 0:0 gegen Freiburg II einen weiteren Punkt, der die defensive Stärke aufzeigt. Mit nur vier Gegentoren stellen die Moselstädter die beste Defensive der Liga. Eben jene Stabilität macht es Eintracht möglich, auch gegen spielstarke Gegner etwas Zählbares mitzunehmen. Vor dem Tor fehlte allerdings die letzte Konsequenz. Die Defensive dürfte beim Aufsteiger nicht ganz so sehr gefordert werden, sodass Trier etwas mehr Risiko in der Offensive gehen kann. Wenn es dem SVE gelingt, jetzt auch noch die Tormaschinerie anzuwerfen, zählen sie zu den absoluten Topmannschaften der Liga.

Sonntag, 13.09., 14:00 Uhr

VfR Mannheim – VfR Aalen

Aufsteigerduell! Der VfR Mannheim empfängt Mitaufsteiger VfR Aalen. Die Mannheimer bewiesen am vergangenen Spieltag große Moral und feierten ihren ersten Saisonsieg. Nach zuvor vier Remis und lediglich einer Niederlage stehen die Hausherren in der oberen Tabellenhälfte. Dort, nur noch wesentlich weiter oben, befindet sich auch der kommende Gast aus Aalen. Die Aalener feierten gegen Ulm bereits den dritten Sieg in Folge und haben sich damit in der Spitzengruppe festgesetzt. Bemerkenswert: Beide Mannschaften stellen mit je sechs Gegentreffern eine der besten Abwehrreihen der Liga. Allgemein sind beide nur schwer zu schlagen. Der erste Dreier der Mannheimer hat mit Sicherheit großes Selbstvertrauen freigesetzt, doch gegen den formstarken VfR Aalen dürfte die Mannschaft noch einmal eine andere Intensität benötigen. Wem gelingt es, das Aufsteigerduell für sich zu entscheiden und sich weit oben in der Tabellenhälfte festzubeißen?