Regionalliga Bayern: Zusammenfassung des 26. Spieltags

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Der 26. Spieltag der Regionalliga Bayern brachte packende Entscheidungen und überraschende Ergebnisse. Der TSV Buchbach wurde aus Sicht der SpVgg Unterhaching zum erwarteten Stolperstein im Kampf um die Meisterschaft. Doch auch Klassenprimus 1. FC Nürnberg II tat sich gegen den unangenehmen Gegner TSV Aubstadt lange schwer. Überzeugen konnten die Würzburger Kickers, die sich gegen harmlose Gäste aus Hankofen-Hailing einen klaren 5:0-Sieg sichern konnten. Nicht so deutlich, aber deshalb nicht weniger wertvoll, war der Sieg der Viktoria Aschaffenburg, die ihr Lebenszeichen der Vorwoche bestätigten.

SV Wacker Burghausen – Bayern München II 1:0

Der SV Wacker Burghausen empfing zum Auftakt des 26. Spieltags den FC Bayern München II. Hochklassiger Fußball war angesagt, doch die Schlagzeilen bestimmten einmal mehr die Münchner Anhänger: Kurz vor Schluss sorgte von Bayern-Fans abgefeuerte Pyrotechnik für eine Unterbrechung – nicht die erste dieser Saison. Bereits wegen eines Verstoßes im Dezember 2025 gegen den SV Burghausen wurden die Münchner mit einem Punktabzug und einer Geldstrafe in Höhe von 26.000 € belegt. Sportlich war es ein erwartetes enges Duell. Die Gäste hatten die Möglichkeit zur schnellen Führung durch Della Rovere, der den SV-Keeper Schöller prüfte (4.). Danach kamen die Hausherren besser ins Spiel und hatten durch Ade in der 13. und 24. Minute erste nennenswerte Abschlüsse. Kurz vor der Pause hatte Wacker die beste Gelegenheit, als Soumare nach starker Einzelaktion nur den Pfosten traf (30.).

Auch nach der Pause blieb das Spiel ausgeglichen. Wacker Burghausen war dennoch das aktivere Team und belohnte sich nach der langen Unterbrechung in der über 16-minütigen Nachspielzeit. Erst verpasste erneut Soumare knapp die Führung (90.+3), ehe Agbaje in der 103. Minute nach einem Chipball von Gordok eiskalt zum 1:0 traf und den Sieg perfekt machte. Mit dem Heimsieg zeigte die Bender-Elf nach zuletzt vier sieglosen Spielen eine Reaktion und setzt sich in der oberen Tabellenhälfte fest.

SpVgg Ansbach – VfB Eichstätt 1:1

Die SpVgg Ansbach empfing am Mittwochabend den VfB Eichstätt. Für die Gastgeber gleicht der Saisonverlauf einer Achterbahn, die Oberbayern hingegen gehören zu den Top-Teams der Liga. Nachdem die Elf von Trainer Haußner gegen Unterhaching und Würzburg ohne Sieg blieb, sollte im Xaver-Bertsch-Sportpark ein Dreier eingefahren werden. Zu Beginn waren es die Gäste, die etwas mehr vom Spiel hatten, auch wenn sie keine wirkliche Torgefahr ausstrahlen konnten. Die beste Chance der ersten Hälfte gehörte jedoch den Gastgebern: Nach einem weiten Ball kam Nuhanovic zum Abschluss, der Winkel war jedoch zu spitz, und Torwart Sauernheimer klärte aus kurzer Distanz (10.).

Nach der Pause nahm die Partie Fahrt auf. Vor allem die Hausherren kamen wild entschlossen aus der Kabine und hatten durch Mata binnen kurzer Zeit zweimal die Gelegenheit zur Führung: Erst flog sein Freistoß knapp über die Latte (54.), wenige Minuten später verfehlte er den Kasten aus acht Metern (56.). Dadurch schienen die Eichstätter aufzuwachen und zeigten sich ebenfalls in der Offensive. Nach einem artistischen Fallrückzieher verfehlte Hofrichter nur knapp das Tor (64.). Kurz darauf verwandelte Weeger für die SpVgg einen Handelfmeter zur 1:0-Führung (68.). Doch der VfB schlug zurück – und wie: Mit einem unfassbaren Volley nagelte Winterneuzugang Rachinger aus fast 30 Metern den Ball ins Kreuzeck zum 1:1 (80.) – ein Geniestreich, der den Schlusspunkt einer kurzweiligen zweiten Halbzeit setzte.

DJK Vilzing – Viktoria Aschaffenburg 1:2

Schon am vergangenen Wochenende setzte die SV Viktoria Aschaffenburg gegen Wacker Burghausen ein Lebenszeichen. Am Mittwochabend fuhren die Aschaffenburger gegen die DJK Vilzing den ersten Sieg seit September ein und verkürzen den Rückstand auf das rettende Ufer. Zunächst begann das Spiel ausgeglichen, mit Vorteilen aufseiten der Gäste: Cassaniti (9.) und Baier (28./35.) verzogen, Kallos Drehschuss parierte Weber (24.). Auf der Gegenseite prüfte Blümel nach einem Eckball die Gästeabwehr (29.).

Im zweiten Abschnitt setzte Aschaffenburg noch eine Schippe drauf und hatte durch Borger die nächste große Chance. DJK-Keeper Weber konnte den Kopfball jedoch vereiteln (55.). Neun Minuten später bekamen die Gäste nach einem Foulspiel von Kufner an Cassaniti einen Strafstoß, den Baier sicher verwandelte (64.). Doppelt bitter, denn Kufner sah dafür zudem die Ampelkarte. Nur wenige Minuten später erhöhte Desch nach einem Eckball auf 2:0 – in Überzahl bog Aschaffenburg endgültig auf die Siegerstraße ein. Allerdings wurde es in der Schlussphase noch einmal eng, nachdem es auch auf der anderen Seite einen Elfmeter gab. Jünger traf zum 1:2-Anschluss (86.). Kordick verpasste in der Schlussminute den möglichen Ausgleich, so blieb es letztlich beim verdienten Auswärtssieg für Aschaffenburg. Sie schöpfen im Abstiegskampf neue Hoffnung und liegen nur vier Punkte hinter dem rettenden 14. Platz.

SpVgg Greuther Fürth II – SpVgg Bayreuth 3:0

Trainerwechsel bringt erwünschte Wirkung: Am 26. Spieltag der Regionalliga Bayern feierte die SpVgg Greuther Fürth II erstmals seit November wieder einen Sieg. Beim Debüt von Trainer Fiedler setzte sich das „kleine Kleeblatt“ verdient mit 3:0 gegen die SpVgg Bayreuth durch. Die Gastgeber kontrollierten zunächst das Spiel und ließen den Ball sicher in den eigenen Reihen zirkulieren. Bis zur ersten Chance dauerte es jedoch über eine halbe Stunde, doch der starke Bayreuther Schlussmann Zahaczewski vereitelte die Doppelchance durch Farias und Akhalaia (31.). Fünf Minuten später war der Keeper machtlos, nachdem Zietsch einen Klärungsversuch unglücklich ins eigene Tor brachte.

Im zweiten Abschnitt blieb Bayreuth erneut blass, auch wenn die Altstädter etwas besser ins Spiel fanden. In der 74. Minute erhöhte Akhalaia nach einem Alleingang auf 2:0, acht Minuten später setzte er mit seinem Doppelpack den Schlusspunkt zum 3:0. Mit diesem ersehnten Erfolg verlassen die Fürther die Abstiegsränge und feierten gleich im ersten Spiel unter Fiedler einen deutlichen Sieg.

FC Memmingen – TSV Schwaben Augsburg abges.

FC Augsburg II – FV Illertissen 0:1

Im Rosenaustadion erwischten beide Teams einen zähen Start. Das Derby lebte lange von Einzelaktionen, echte Torgefahr blieb Mangelware. Der FC Augsburg II musste bereits in der ersten Hälfte zweimal wechseln, während Illertissen insgesamt etwas strukturierter im Spielaufbau wirkte. Die Gastgeber hielten zwar dagegen, im letzten Drittel fehlte jedoch erneut die Durchschlagskraft.

Kurz nach der Pause fiel die Entscheidung: Nach einer Hereingabe stand Denis Milic goldrichtig und drückte den Ball zum 0:1 über die Linie (56.). In der Folge entwickelte sich ein ruppiges Spiel, in dem der Schiedsrichter innerhalb von 24 Minuten gleich fünf Gelbe Karten verteilte. Die Fuggerstädter versuchten noch einmal alles, zwingende Chancen blieben jedoch aus. So blieb es beim knappen, aber verdienten Auswärtssieg für Illertissen. Für Augsburg spitzt sich die Lage weiter zu, die Offensive bleibt die große Baustelle.

Würzburger Kickers – SpVgg Hankofen-Hailing 5:0

Die Würzburger Kickers empfingen die SpVgg Hankofen-Hailing und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Von Beginn an dominierten die Hausherren die Partie gegen teils überforderte Gäste. Die erste Chance bot sich den Kickers nach rund 15 Minuten durch einen Freistoß von Farahnak. Nur wenige Minuten später setzte Berisha Thomann in Szene, der aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung vollendete. Die Kickers blieben weiter auf dem Gas und bauten den Vorsprung vor der Pause aus: Nach einem Fehler im Aufbauspiel der Gäste traf Berisha zum 2:0-Pausenstand (40.), der durchaus höher hätte ausfallen können. Kurz vor dem Pausenpfiff scheiterte Thomann an Gästekeeper Maier.

Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Unterfranken weiterhin das Geschehen. Zunächst ohne zwingende Chancen – das war aber auch nicht nötig, denn Hankofen-Hailing fand kaum Mittel gegen die kompakte Defensive der Würzburger. In der 73. Minute fiel schließlich die Entscheidung: Ochs brachte einen Freistoß ins Zentrum, Bonga scheiterte zunächst, doch Uhl staubte zum 3:0 ab. Für das 4:0 sorgte erneut Thomann (86.), bedient vom eingewechselten Cissé, bevor Cissé selbst in der Schlussminute den 5:0-Endstand markierte. Mit dem deutlichen Heimerfolg bleiben die Würzburger im Aufstiegsrennen und verbesserten ihr Torverhältnis.

SpVgg Unterhaching – TSV Buchbach 0:1

Im Fernduell mit den Würzburger Kickers musste die SpVgg Unterhaching am Donnerstagabend einen Rückschlag hinnehmen. Zum klaren Ziel, Rang 2 zu verteidigen, empfing die Heimelf den TSV Buchbach, der mit einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage nach Unterhaching kam. Die Hachinger starteten offensiv, doch die Gäste traten selbstbewusst gegen den Aufstiegskandidaten auf. Beide Mannschaften neutralisierten sich, sodass die erste Hälfte weitgehend ereignislos verlief. Gegen Ende des ersten Durchgangs erhöhte Unterhaching den Druck, doch Buchbach hielt stand.

Im zweiten Abschnitt blieb das Spiel ausgeglichen, Chancen waren zunächst Mangelware. Nach rund einer Stunde verpasste Stiefler die Führung für die Hausherren, während Stoßberger auf der anderen Seite an Hachings Keeper Avdija scheiterte. Das einzige Tor des Tages fiel spät: Nach einem Freistoß parierte Avdija zunächst einen Kopfball von Mbila, doch Bahar staubte zum 1:0 für Buchbach ab (85.). Mit dem späten Sieg baute Buchbach die Serie aus, während Unterhaching nicht nur das Spiel, sondern durch den klaren Heimerfolg der Würzburger Kickers auch den zweiten Platz verlor.

TSV Aubstadt – 1. FC Nürnberg II 0:1

Dank Obiogumu feierte der 1. FC Nürnberg II einen mühsamen Arbeitssieg gegen den TSV Aubstadt und festigt damit die Spitzenposition in der Regionalliga Bayern. Die Gastgeber, die aus den letzten vier Partien starke acht Punkte holten, starteten zunächst gefährlicher. Grimm hatte die beste Chance zur Führung, konnte sie jedoch nicht nutzen. Nach rund 30 Minuten meldete sich auch der Ligaprimus an, doch Chaikhoun traf nur das Aluminium. So blieb es zur Pause beim 0:0.

Nach dem Seitenwechsel stach Obiogumu zu. Erst vergab er frei vor TSV-Keeper Brätz, wenig später zirkelte er die 1:0-Führung für den Club in die Maschen (49.). Aubstadt bemühte sich vergeblich um den Ausgleich. Als Behr in der Schlussphase nach einer vermeintlichen Tätlichkeit gegen Skowronek die Rote Karte sah, wurde der Weg für die Hausherren extrem weit. In Überzahl brachte Nürnberg II den Sieg über die Zeit, hatten dabei jedoch Glück, dass ein Schuss von Sturm nur an die Latte klatschte und ein geforderter Strafstoß in der Nachspielzeit nicht gegeben wurde. Mit diesem knappen Auswärtserfolg liegt der 1. FC Nürnberg II nun fünf Punkte vor dem nächsten Verfolger Würzburger Kickers.