Kai Pröger hofft auf Rückkehr zum VfB Oldenburg – Erzwingen Transfers einen Systemwechsel?

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Der VfB Oldenburg steht im kommenden Transfersommer vor einer richtungsweisenden Personalentscheidung. Besonders intensiv wird über die durchaus spektakuläre Rückkehr von Ex-Bundesliga-Profi Kai Pröger diskutiert. Der ausdrückliche Wechselwunsch des 34-jährigen Offensivspielers vom VfL Osnabrück hängt jedoch aktuell an finanziellen und vertraglichen Hürden. Ein großer Umbruch steht bei den Oldenburgern – anders als beim erhofften Stadionumbau – personell nicht bevor. Geplant sind lediglich punktuelle Verstärkungen, auch wenn diese eine Systemänderung nach sich ziehen könnten.

Rückkehr zum VfB Oldenburg trotz Wechselwunsch nicht sicher

Kommt es zu einer großen Rückkehr des ehemaligen Bundesliga-Profis Kai Pröger zum VfB Oldenburg? Mit dieser Frage beschäftigen sich derzeit die Verantwortlichen des VfB. Der 34-jährige Offensivspieler lief bereits zwischen 2012 und 2014 für den VfB Oldenburg auf. Nach aktuellem Stand soll er den VfL Osnabrück auf Wunsch des Vereins bereits nach nur einem Jahr wieder verlassen, da er in den Planungen für die 2. Bundesliga an der Bremer Brücke keine Rolle mehr spielt. „Kai ist ein toller Fußballer, der eine beeindruckende Karriere durchläuft. Für uns ist eine Verpflichtung eigentlich nicht darstellbar“, betonte Schachten.

Einigen Interessenten soll Pröger dem Vernehmen nach bereits abgesagt haben, da seine klare Priorität offenbar eine Rückkehr nach Oldenburg ist. Insgesamt bleibt hinter der Personalie Pröger jedoch ein Fragezeichen, denn ein zügiger Abschluss des Transfers ist derzeit nicht absehbar. Zunächst müsste der VfL Osnabrück mit dem Spieler eine Einigung über eine vorzeitige Vertragsauflösung erzielen – eine Lösung, die bislang noch aussteht. Auch ob Pröger eine deutliche Gehaltskürzung für diesen Wechsel in Kauf nehmen würde, ist bisher offen. Ein annäherndes Salär, wie es der VfL Osnabrück dem Offensivakteur derzeit zahlt, würde beim VfB den finanziellen Rahmen sprengen.

Mögliche Systemumstellung durch Transfers?

Unabhängig von der Personalie Pröger plant der VfB Oldenburg weiterhin, im zentralen Mittelfeld nachzulegen und dem Kader mehr Stabilität sowie Führungsqualität zu verleihen. Sollte sich in der kommenden Saison mit Marc Schröder und Neuzugang Dominik Kasper tatsächlich eine klassische Doppelsechs etablieren, würde dies zugleich eine deutliche Abkehr vom zuletzt unter Dario Fossi praktizierten 4-3-3-System bedeuten. Eine solche Umstellung würde nicht nur das Zentrum verdichten, sondern auch die Absicherung vor der Abwehr neu definieren.

In diesem taktischen Kontext rücken auch Innenverteidiger stärker in den Fokus. Wechselgerüchte gibt es hier um Ermal Pepshi, der vertraglich noch bis 2027 gebunden ist. Konkrete Entwicklungen zeichnen sich laut Klub jedoch bislang nicht ab. Auch bei den Personalien Louis Hajdinaj und Aurel Loubongo steht die Zukunft weiterhin in den Sternen. Der VfB Oldenburg würde die auslaufenden Verträge mit beiden Akteuren gerne verlängern, endgültige Entscheidungen stehen jedoch noch aus.

Während Hajdinaj in der vergangenen Saison aufgrund personeller Engpässe häufig auf der Rechtsverteidigerposition aushelfen musste und damit seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte, gehörte Loubongo mit acht Saisontoren zu den auffälligsten Offensivspielern der Mannschaft. Entsprechend überrascht es nicht, dass der Flügelspieler mit einem Wechsel in eine höhere Spielklasse liebäugelt. „Bei Louis geht es in eine gute Richtung. Bei Aurel müssen wir schauen, ob der Weg gemeinsam weitergeht“, erklärte Sport-Geschäftsführer Sebastian Schachten. Insbesondere bei Loubongo dürften die kommenden Wochen zeigen, ob die sportliche Perspektive beim VfB ausreicht, um den Offensivspieler von einem Verbleib zu überzeugen.

Systemumstellung und Prögers Rolle

Als erfahrener, variabel einsetzbarer Offensivspieler könnte Pröger entweder die Flügelpositionen im 4-3-3 beleben oder bei einer Umstellung auf die Doppelsechs beispielsweise in einer 4-2-3-1-Formation als Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff fungieren. Seine Stärken liegen klar im Offensivspiel. Sein Zuhause sind das Sturmzentrum und die rechte Offensivseite. Tempo, Tiefenläufe, eine hohe Intensität im Pressing sowie ein starker Abschluss zeichnen Pröger aus. Gerade vor diesem Hintergrund könnte er von einer Systemumstellung sogar profitieren.

Ein stabiles Mittelfeldzentrum würde ihm – egal ob auf dem Flügel, im Zentrum oder im Halbraum – mehr Freiheiten verschaffen. Pröger könnte mutiger ins Eins-gegen-eins gehen und das Bespielen der Tiefe noch konsequenter suchen. Durch die verbesserte Absicherung hinter ihm ließen sich Risiken im Offensivspiel besser auffangen. So könnte er seine Dynamik im Umschaltspiel noch gezielter einbringen und seine typischen Tiefenläufe etwa aus einer zentraleren Ausgangsposition starten. Ob mit Kai Pröger, einer Doppelsechs oder in der bisherigen Grundordnung: Die kommenden Wochen dürften entscheidend dafür werden, mit welchem Gesicht der VfB Oldenburg in die neue Saison der Regionalliga Nord startet.