SV Drochtersen/Assel mit Kampfansage: Der Aufstieg soll folgen

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Schritt für Schritt ging es für den SV Drochtersen/Assel in den letzten drei Jahren nach oben – und jetzt soll der nächste folgen. Die SVDA hat sich in der Regionalliga Nord kontinuierlich nach vorne gearbeitet und will sich mit dem nächsten Entwicklungsschritt nicht länger zufriedengeben. Nach mehreren Jahren in der Spitzengruppe der Liga macht die Vereinsführung eine Kampfansage an die Konkurrenz und definiert das Saisonziel klar: die Meisterschaft.

Nicht mehr nur anklopfen: D/A will die Spitze erobern

Die Entwicklung der Kehdinger spricht für sich: In der Saison 2023/24 belegte D/A den vierten Tabellenplatz, ein Jahr später folgte Rang drei. In der abgelaufenen Spielzeit fehlte als Vizemeister nur noch ein letzter Schritt zum großen Erfolg. Nach zwei knapp verpassten Titeln – inklusive der Niederlage im Pokalfinale – ist die Zielsetzung für die neue Saison daher klar formuliert: Die SV Drochtersen/Assel will nicht erneut nur anklopfen, sondern den Sprung ganz nach oben an die Spitze schaffen.

„Wenn man in den vergangenen Jahren Vierter, Dritter und Zweiter geworden ist und zudem im Pokalfinale stand, dann möchte man den nächsten Schritt gehen und nicht erneut Zweiter werden“, stellt Sportdirektor Sören Behrmann klar. „Wir wollen wieder ganz oben angreifen und haben gemeinsam alles dafür getan.“

Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Verantwortlichen den ohnehin geplanten Umbruch früher als vorgesehen eingeleitet. Während die Spieler die Sommerpause zur Erholung nutzten, liefen hinter den Kulissen die Planungen auf Hochtouren. Zahlreiche Verträge liefen aus, der Kader sollte gezielt verstärkt und breiter aufgestellt werden. Das Ergebnis: Noch nie zuvor verpflichtete die SV Drochtersen/Assel in einer Sommerpause so viele neue Spieler. Zehn Neuzugänge sollen der Mannschaft zusätzliche Qualität verleihen und die Voraussetzungen schaffen, um im Kampf um die Meisterschaft bis zum Ende konkurrenzfähig zu bleiben.

Auch abseits des Platzes wurde nachjustiert. Vereinspräsident Rigo Gooßen holte seinen langjährigen Geschäftspartner und St.-Pauli-Ikone Holger Stanislawski als sportlichen Berater ins Boot. Die Erfahrung von „Stani“ soll dabei helfen, noch die letzten Prozentpunkte aus der Mannschaft herauszuholen. Eine wichtige Rolle spielte zudem das Trainingslager im Elbstrand Resort Krautsand, wo neben der sportlichen Vorbereitung vor allem das Zusammenwachsen der neu formierten Mannschaft im Mittelpunkt stand. Das Team habe sich dort noch einmal intensiv auf die gemeinsame Mission eingeschworen, berichtet Behrmann.

D/A setzt auf mehr Breite und neue Möglichkeiten

Die Analyse der vergangenen Saison fiel bei der SV Drochtersen/Assel deutlich aus. „Nach der verlorenen Meisterschaft und dem Pokal-Endspiel haben wir die vergangene Saison sehr intensiv analysiert und dabei jeden Stein umgedreht“, erklärt Vereinspräsident Rigo Gooßen die Suche nach den passenden Stellschrauben. Gemeinsam mit Sportdirektor Behrmann, Cheftrainer Oliver Ioannou und dem neuen sportlichen Berater Holger Stanislawski suchte man nach Lösungen – und entschied sich unter anderem für eine deutliche Verstärkung des Kaders.

Auf dem Transfermarkt setzte D/A dabei ein klares Zeichen. Während in der Vergangenheit nur wenige Neuzugänge verpflichtet wurden, die das bestehende Team punktuell ergänzen sollten, schlug die SV Drochtersen/Assel in diesem Sommer gleich zehnmal zu. Ein Umfang, der bei den Kehdingern so selten vorkommt und die Ambitionen des Vereins unterstreicht.

Von einem kompletten Neustart will Behrmann dennoch nichts wissen. „Das Grundgerüst der Mannschaft bleibt erhalten – das Fundament steht“, betont er. Vielmehr sei es darum gegangen, den bestehenden Kader gezielt weiterzuentwickeln und auf allen Positionen mehr Möglichkeiten zu schaffen. Ausfälle, Formschwankungen oder schwierige Spielverläufe sollen künftig besser aufgefangen werden können.

Besonders umfangreich fielen die Veränderungen in der Offensive aus. Mit Tom Sanne, Christopher Schepp, Sean Busch, Terry Becker und Ali Abu-Alfa kamen gleich fünf neue Spieler hinzu, die die Angriffsoptionen erweitern sollen. „Uns war es besonders wichtig, uns gerade in der Offensive qualitativ zu verstärken“, sagt Behrmann. Die Mannschaft soll variabler, schwerer auszurechnen und während eines Spiels flexibler reagieren können. Unterschiedliche Spielertypen geben Trainer Oliver Ioannou künftig mehr Möglichkeiten, abhängig vom Gegner oder Spielverlauf neue Impulse zu setzen.

Doch nicht nur im Angriff wurde nachgelegt. Ole Schulz, Dominique Ndure und Luca Menke sollen zusätzliche Qualität in den Kader bringen, Torhüter Jesper Heim erweitert die Optionen zwischen den Pfosten. Behrmann ist überzeugt, dass die Neuzugänge der Mannschaft „sehr, sehr guttun“ werden.

Der Anspruch dahinter ist klar: Ioannou soll auch von der Bank Spieler bringen können, die das Niveau der Mannschaft halten oder einer Partie eine neue Richtung geben. Dafür braucht es Qualität in der Breite und einen täglichen Konkurrenzkampf. „Wir müssen in jedem Training und in jedem Spiel eine hohe Intensität gehen“, erklärt Behrmann. Jeder Spieler müsse sich immer wieder neu beweisen – genau daraus soll ein noch höheres Leistungsniveau entstehen.

Wie und ob das gelingt, können die Spieler in rund zwei Wochen unter Beweis stellen, wenn sie am 31.07. den 1. FC Phönix Lübeck zum ersten Spieltag empfangen.