Aufstiegsrelegation: Würzburger Kickers kehren nach Sieg im Rückspiel gegen Lok Leipzig in die 3. Liga zurück

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Die Würzburger Kickers haben auch das Rückspiel der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig gewonnen und damit den Sprung zurück in den Profifußball perfekt gemacht. Nach dem 1:0-Auswärtserfolg im Hinspiel siegten die Unterfranken in der heimischen AKON Arena mit 2:1 und ließen die Gäste aus Leipzig nur kurz hoffen. In einer intensiven und phasenweise hochdramatischen Partie bestätigten die Kickers ihre Reife und Effizienz. Lok Leipzig hingegen scheiterte trotz engagierter Leistung erneut in den entscheidenden Spielen.

Würzburger Kickers vs. 1. FC Lokomotive Leipzig – Die Ausgangslage vor dem Spiel

Nach dem knappen 0:1 im Hinspiel in Leipzig stand der 1. FC Lokomotive im Rückspiel in Würzburg unter Zugzwang. Die Mannschaft von Trainer Jochen Seitz musste gewinnen, um den Aufstieg in die 3. Liga noch zu erreichen. Für die Gäste war bei einem Tor Rückstand jedoch noch alles möglich. Zuversicht schöpften sie aus ihrer Auswärtsstärke.

Die Würzburger Kickers hingegen gingen nach dem gewonnenen Pokalfinale gegen den TSV 1860 München und dem Sieg im Hinspiel mit großem Selbstvertrauen in das Rückspiel. Unter Trainer Michael Schiele hatte sich die Mannschaft in der Saisonendphase stabilisiert und vor allem defensiv große Konstanz gezeigt. Genau diese Stärke war auch im Hinspiel der entscheidende Faktor gewesen. Vor den eigenen Fans galt es nun, die Balance zwischen Spielkontrolle, Offensivspiel und Passivität zu finden.

Würzburg mit Kontrolle, Lok mit Mut

Wie nicht anders zu erwarten, war die Anfangsphase im ausverkauften Dallenberg von Intensität und Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Der 1. FC Lokomotive Leipzig zeigte sich zunächst mutig und kam früh zu zwei hochkarätigen Möglichkeiten: Erst rettete Hägele in höchster Not nach einem Abschluss von Öztürk, kurz darauf war er nach einer Ecke erneut zur Stelle und konnte auf der Linie klären. In dieser Phase konnten sich die Würzburger durchaus glücklich schätzen, nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Mit zunehmender Spielzeit fanden die Kickers jedoch besser ins Spiel und übernahmen mehr Kontrolle. Vor allem über Bonga und Nischalke, die immer wieder den Weg in die Tiefe suchten, erzeugten die Gastgeber Druck auf die Leipziger Defensive. Nach rund einer halben Stunde belohnten sich die Kickers für ihre zunehmende Überlegenheit: Nach einem Ballgewinn schaltete die Heimelf schnell um, Bonga brachte den Ball von rechts scharf vors Tor, wo Nischalke aus kurzer Distanz zur Führung einschob (30.). Nur wenige Minuten später verpasste Würzburg sogar die Vorentscheidung, als Omore frei vor Naumann das mögliche 2:0 liegen ließ (32.). Bis zur Pause kontrollierten die Kickers die Partie weitgehend, ohne nachlegen zu können.

Leipzig gleicht aus – Hoffnung hält nur kurz

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Würzburg zog sich etwas zurück und überließ Lok Leipzig mehr Ballbesitz. Die Gäste nutzten die Passivität der Hausherren und wurden zunehmend gefährlicher. In der 71. Minute belohnte sich der Meister der Regionalliga Nordost, als Ziane eine flache Hereingabe zum 1:1 verwertete. Die Leipziger Hoffnung auf den lang ersehnten Aufstieg war zurück. Doch der Glaube daran schwand nur wenige Sekunden nach dem Ausgleich. 75 Sekunden später brachte Meisel den Ball erneut von der rechten Seite in die Mitte und fand wieder Nischalke. Der Abschluss des Torschützen zum 1:0 konnte noch abgewehrt werden, aber Cisse drückte den Abpraller unmittelbar nach seiner Einwechslung zum 2:1 über die Linie (72.). Ein Treffer, der den Gästen einen enormen Nackenschlag versetzte.

In der Schlussphase warf Lok noch einmal alles nach vorne. Hektisch wurde es dann noch einmal in der Nachspielzeit, als ein Abschluss der Leipziger von der Unterkante der Latte wieder zurücksprang. Während die Leipziger den Ball hinter der Linie sahen, ließ Schiedsrichter Wienefeld weiterlaufen und entschied nicht auf den erneuten Ausgleich (90.+3). In den verbleibenden Minuten verteidigten die Kickers die Führung konzentriert und brachten den Vorsprung über die Zeit. Während im Leipziger Lager die Enttäuschung überwog, brachen bei den Unterfranken nach Abpfiff alle Dämme: Der Aufstieg in die 3. Liga war perfekt.

Würzburger Kickers – 1. FC Lokomotive Leipzig 2:1

Würzburger Kickers: Hipper – Omore, Hägele, Farahnak, Kurzweg – Kraus, Meisel, Berisha, Ochs – Nischalke, Bonga

1. FC Lokomotive Leipzig: Naumann – Dombrowa, Wilton, Kusic, Grözinger – Abderrahmane, Öztürk, Siebeck, Cevis, Adetula – Ziane

Schiedsrichter: Jarno Wienefeld (Hamburg)
Zuschauer: 10.717
Spielort: AKON Arena, Würzburg

Tore: 1:0 Nischalke (30.), 1:1 Ziane (71.), 2:1 Cisse (72.)