Stanley Ratifo spielt in der kommenden Saison wieder für den Halleschen FC. Er kommt damit nicht nur zurück in seine Geburtsstadt, sondern auch zurück zu einem Team, für das er bereits vor etwa zehn Jahren auf dem Spielfeld stand. Seitdem hat sich viel getan. Der Mittelstürmer hat viele Erfahrungen gesammelt. Unter anderem ist er mittlerweile auch Nationalspieler in Mosambik und bringt dementsprechend auch in Bezug auf internationale Spieleinsätze viele Kompetenzen mit.
Auch die Torstatistik des 31jährigen beeindruckt. Allein in der vergangenen Spielzeit gelangen ihm insgesamt 17 Tore in Pflichtspielen. Unter anderem sollen seine Präsenz im Strafraum, aber auch seine technischen Fähigkeiten, mehr Variabilität in das Spiel der Mannschaft bringen.
HFC-Sportdirektor Marian Unger erklärt hierzu, Ratifo bringe das Profil mit, nach dem die Mannschaft gesucht habe. Zudem verfüge er über „Erfahrung, Qualität und eine hohe Identifikation mit der Stadt“.
Auf der anderen Seite steht BSG Chemie Leipzig. Der Verein hatte Ratifo ebenfalls ein Vertragsangebot zukommen lassen, das dieser allerdings nicht angenommen hat. In einer offiziellen Meldung heißt es, man habe „alles in unserer Macht Stehende getan, um Stanley Ratifo als Leistungsträger und Gesicht unserer Mannschaft zu einem Verbleib zu bewegen“. Zudem sei ein Vertragspaket geschnürt worden, das es so in der Vergangenheit der BSG Chemie noch nicht gegeben habe. Unter anderem wird ein Anschlussvertrag erwähnt, der eine Perspektive nach Ratifos aktiver Spielerkarriere dargestellt hätte. Auch das Angebot, die Mannschaft in Zukunft als Kapitän anzuführen, habe nicht ausgereicht, um den Spieler zum Bleiben zu bewegen.
Alexander Schmidt, Cheftrainer und Sportlicher Leiter der BSG Chemie Leipzig, betont, man wünsche Ratifo alles Gute. Nun geht es darum, Ersatz für den 1,90m großen Angreifer zu finden, der seit Sommer 2024 für die BSG auf dem Spielfeld stand, dabei 64 Spiele in der Regionalliga bestritt, 27 Treffer erzielte und acht weitere vorbereitete.