Aufstiegsrunde Regionalliga Nord: Eimsbütteler TV gewinnt spektakuläres Topspiel gegen SV Todesfelde

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Der Eimsbütteler TV hat im zweiten Spiel der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord den nächsten wichtigen Schritt Richtung Aufstieg gemacht und das direkte Duell der bis dahin siegreichen Teams gegen den SV Todesfelde mit 5:3 für sich entschieden. In einem hochdramatischen Spiel, das von den Angriffsreihen beider Teams geprägt war, setzte sich der ETV nach einer turbulenten Schlussphase durch und steht nun mit zwei Siegen aus zwei Spielen kurz vor dem Aufstieg.

Eimsbütteler TV vs. SV Todesfelde: Ausgangslage vor dem Topspiel

Vor dem direkten Duell hatten beide Teams einen optimalen Start in die Aufstiegsrunde hingelegt und ihre Auftaktspiele gewonnen. Im Europapokal-Modus treten vier Mannschaften im Kampf um das letzte Aufstiegsticket an. Der ETV gewann zum Auftakt beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder deutlich mit 4:1, während Todesfelde sich mit 2:0 gegen den Blumenthaler SV durchsetzen konnte.

Damit trafen am zweiten Spieltag die beiden bis dahin verlustpunktfreien Mannschaften aufeinander – ein frühes „Endspiel“ um die beste Ausgangsposition im Kampf um die Regionalliga Nord. Je nach Ausgang des Parallelspiels konnte ein Sieg bereits den vorzeitigen Aufstieg bedeuten.

ETV dominiert ersten Abschnitt

Vom Anpfiff weg lief das Spiel in Richtung der Gastgeber. Bereits nach wenigen Minuten stellte der Eimsbütteler TV im Stadion Hoheluft in Hamburg die Weichen auf Sieg. Gerade vier Minuten waren gespielt, als Politz eine unzureichend geklärte Flanke zur frühen Führung nutzte (4.). Nur sechs Minuten später erhöhte Hense nach einem Steilpass auf 2:0 (10.). Die Hausherren zeigten von Beginn an, dass sie ihr großes Ziel fest im Blick haben, und ließen auch nach dem frühen Doppelschlag nicht nach. Noch vor der Pause legte der ETV, der weiter schwungvoll agierte, nach: Mbodje setzte sich stark gegen mehrere Gegenspieler durch und erzielte das 3:0 (36.). Todesfelde fand offensiv kaum statt und defensiv keine Lösungen gegen die energischen Angreifer des ETV, sodass es mit einer – auch in der Höhe – verdienten Führung der Gastgeber in die Kabinen ging.

Offener Schlagabtausch nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel kam Todesfelde deutlich engagierter aus der Pause, doch erneut schlug der ETV zu, als Hense einen Querpass zum 4:0 vollendete (56.). War das die Vorentscheidung?

Trotz der klaren Führung zerfiel der Gast nicht komplett und arbeitete sich in der Folge noch einmal heran. Zunächst verkürzte Liebert nach einem Ballverlust im Spielaufbau auf 1:4 (61.). Kurz darauf sah Dibamba nach einem Foul im Strafraum die Gelb-Rote Karte, den fälligen Elfmeter verwandelte Liebert zum 2:4 (69.).

Mit einem Mann mehr auf dem Feld witterte der SV Todesfelde plötzlich seine Chance und drängte auf den Anschlusstreffer, der die Schlussphase noch einmal hätte anheizen können. Doch stattdessen waren es die Hausherren, die durch Hölscher mit dem 5:2 (78.) dem SVT den Wind aus den Segeln nahmen. Die Gäste antworteten wenig später und verkürzten durch Schneider, der nach einem Dribbling zum 3:5 (81.) einschob – mehr sollte jedoch nicht mehr passieren. In den letzten Minuten musste ETV-Keeper Fofana zwar mehrfach eingreifen, brachte den Vorsprung aber über die Zeit.

Durch den zweiten Sieg im zweiten Spiel steht der Eimsbütteler TV nun dicht vor dem Aufstieg in die Regionalliga Nord. Da Blumenthal parallel spät noch mit 3:2 gegen Egestorf/Langreder gewann, bleibt die Entscheidung in der Gruppe weiter offen. Rechnerisch benötigt der ETV aus dem letzten Spiel gegen Blumenthal nur noch einen Punkt; selbst eine Niederlage mit weniger als vier Toren Unterschied dürfte sich der Eimsbütteler TV erlauben.

Das Elfmeterschießen, das dann zum Tragen kommt, wenn beide Mannschaften punkt- und torgleich sind, entschied ebenfalls der ETV für sich.

Eimsbütteler TV – SV Todesfelde 5:3 (3:0)

Eimsbütteler TV: k. A.

SV Todesfelde: k. A.

Spielort: Stadion Hoheluft (Hamburg)
Tore: 1:0 Politz (4.), 2:0 Hense (10.), 3:0 Mbodje (36.), 4:0 Hense (56.), 4:1 Liebert (61.), 4:2 Liebert (FE, 69.), 5:2 Hölscher (78.), 5:3 Schneider (81.)
Platzverweis: Dibamba (67., Eimsbütteler TV)