In der Regionalliga Nord steht am Wochenende der 30. Spieltag mit einigen interessanten Begegnungen vor der Tür. Während der SV Meppen weiter das Maß aller Dinge bleibt, kämpft der SV Drochtersen/Assel um den Anschluss. Am Samstag bilden sie im Topspiel bei Hannover 96 II den Auftakt des Spieltags. Dazu kommt es zu zwei intensiven Stadtderbys: Zum einen muss der Bremer SV beim SV Werder Bremen II antreten, zum anderen kommt es zum Stadtduell zwischen dem VfB Lübeck und dem 1. FC Phönix Lübeck. Im Tabellenkeller stehen sich Altona 93 und Blau-Weiß Lohne im direkten Aufeinandertreffen gegenüber. Die Luft in den Stadien wird brennen, und wir dürfen uns auf packende und emotionale Begegnungen freuen.
Samstag, 18.04., 13:00 Uhr
Hannover 96 II – SV Drochtersen/Assel
Der 30. Spieltag der Regionalliga Nord beginnt mit dem Topspiel Hannover 96 II gegen den SV Drochtersen/Assel. Nach dem Rückschlag im Aufstiegsrennen gegen den VfB Oldenburg ist der Weg für den Tabellenzweiten auf Klassenprimus SV Meppen mit zehn Punkten Rückstand sehr steinig. Insbesondere in der Defensive war der Gast zuletzt immer wieder anfällig. Das gilt es gegen Hannover 96 II, die nicht nur ballsicher, sondern auch in Topform sind, abzustellen. Die Gastgeber hingegen wollen ihre aufsteigende Formkurve beibehalten und sich mit einem Sieg weiter in der Spitzengruppe festsetzen. Insgesamt steht uns ein attraktives und enges Duell zwischen zwei ambitionierten Mannschaften bevor.
Samstag, 18.04., 14:00 Uhr
SV Meppen – SC Weiche Flensburg 08
Der SV Meppen geht als Tabellenführer mit breiter Brust in das Duell gegen den SC Weiche Flensburg 08 und will seine starke Serie in der Regionalliga Nord weiter ausbauen. Nach dem klaren 5:0-Erfolg im letzten Spiel präsentiert sich die Mannschaft aktuell in absoluter Topform und marschiert mit einer beeindruckenden Siegesserie Richtung Meisterschaft. Auf der anderen Seite reist der SC Weiche Flensburg 08 mit einer eher durchwachsenen Bilanz an. Die Mannschaft aus Schleswig-Holstein steht im Tabellenmittelfeld und verzweifelt in den letzten Wochen an fehlender Konstanz. Taktisch dürfte die Herangehensweise der Gäste klar sein: tief stehen, kompakt verteidigen und über schnelle Umschaltmomente versuchen, Nadelstiche zu setzen. Meppen hingegen wird wie gewohnt das Spiel dominieren, viel Ballbesitz haben und früh Druck aufbauen.
Samstag, 18.04., 15:30 Uhr
Altona 93 – Blau-Weiß Lohne
Altona 93 gegen Blau-Weiß Lohne: Abstiegskracher in Hamburg! Der Tabellenletzte Altona 93 steht langsam, aber sicher unter Zugzwang – Punkte müssen her, sonst könnte es schnell düster im Tabellenkeller werden. Die Form der letzten Wochen spricht jedoch nicht unbedingt für die Hamburger, auch wenn die Hausherren immer wieder ordentliche Phasen im Spiel hatten. Doch die Punkte blieben aus. Aber auch Blau-Weiß Lohne kommt nicht mit dem größten Selbstvertrauen nach Hamburg. Mit nur drei Punkten vor dem kommenden Gegner stehen die Gäste unter Druck und müssen gute Leistungen in Siege ummünzen. Unterm Strich treffen hier zwei Teams aufeinander, für die es in den letzten Spielen ums sportliche Überleben geht. Viel Kampf und vermutlich große Emotionen sind hier wahrscheinlich – ein klassischer Abstiegskracher, in dem Fehler schnell teuer werden können.
Samstag, 18.04., 16:00 Uhr
SSV Jeddeloh II HSC Hannover
Der SV Jeddeloh II empfängt am Samstag das Tabellenkind HSC Hannover zu einer Begegnung unterschiedlicher Vorzeichen. Der Gastgeber geht mit ordentlich Rückenwind in das Duell und hat sich in der Spitzengruppe der Liga festgesetzt. Die Mannschaft wirkt über die Saison hinweg gefestigt, spielt selbstbewusst und überzeugt mit konstanten Leistungen. Genau diesen positiven Trend will Jeddeloh jetzt natürlich bestätigen und ausbauen. Die Chancen dazu stehen gut, denn es kommt der kriselnde HSC Hannover, der im Abstiegskampf dringend jeden Punkt benötigt. Zwar stehen die Hannoveraner zwei Punkte über dem Strich, doch die Formkurve der Gäste zeigte zuletzt steil nach unten. Zuletzt hagelte es sechs Niederlagen in Folge – auf einen Sieg wartet der HSC bereits seit elf Spielen. Dabei wird die Situation auch nicht einfacher, denn der Druck wächst von Woche zu Woche – das Abstiegsgespenst kreist bedrohlich über den Köpfen.
Sonntag, 19.04., 14:00 Uhr
SV Werder Bremen II – Bremer SV
Das kleine Bremer Stadtduell zwischen dem SV Werder Bremen II und dem Bremer SV bringt eine ordentliche Dosis Brisanz mit sich und hat schon allein durch die Rivalität eine besondere Note. Der Bremer SV ist im Stadtderby aufgrund der bestechenden Form der klare Favorit auf den Sieg. Durch seine spielerische Klasse ist der BSV in der Lage, auch auswärts die Kontrolle zu übernehmen und das eigene Spiel durchzudrücken. Anders hingegen die aktuelle Situation bei Werder Bremen II. Die Hausherren stehen in der unteren Tabellenhälfte und sind theoretisch noch nicht ganz gesichert. Das könnte sich mit einem Sieg gegen den Bremer SV jedoch ändern. Der Fokus liegt klar darauf, kompakt zu stehen, wenig Räume zuzulassen und über Einsatz, Kampf und einfache Lösungen ins Spiel zu kommen. Schönheitspreise spielen im Abstiegskampf keine Rolle – entscheidend ist, das Punktekonto aufzustocken.
Eintracht Norderstedt – FSV Schöningen
Eintracht Norderstedt empfängt am 30. Spieltag der Regionalliga Nord den FSV Schöningen zu einem enorm wichtigen Duell. Die Hausherren stecken nach den jüngsten Niederlagen tief im Tabellenkeller und warten seit sieben Spielen auf einen Dreier. Der Druck im Abstiegskampf wird dadurch nicht geringer – genau deshalb zählt gegen Schöningen im Prinzip nur ein Sieg. Derzeit liegen sie nur einen mickrigen Punkt vor der Abstiegszone. Anders sieht dagegen die Situation bei den Gästen aus, die relativ entspannt in die letzten Spiele der Saison gehen können. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung hat sich der FSV zuletzt ein Polster vor den Abstiegsplätzen erarbeitet. Mit einem Auswärtserfolg könnte man einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen. Damit ist die Rollenverteilung klar: Norderstedt muss liefern und steht unter Zugzwang, während Schöningen befreit aufspielen und diese Leichtigkeit ausnutzen will.
VfB Lübeck – 1. FC Phönix Lübeck
Derbyzeit in Lübeck: Der VfB bittet den 1. FC Phönix zum Tanz. Wie immer bei einem Stadtderby geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um Prestige. Der 1. FC Phönix Lübeck will dabei seine aktuell bessere Tabellenposition bestätigen und zeigen, dass man auch im direkten Duell die Nase vorne hat. Doch zuletzt ließen die Ergebnisse der Gäste zu wünschen übrig. Nach nur einem Sieg aus den letzten zehn Spielen rutschte Phönix vom fünften auf den achten Platz ab. Der VfB hingegen stabilisierte sich in den letzten Spielen und geht mit den Erfolgen im Rücken mit etwas mehr Selbstvertrauen in die Partie. Doch Derbys sind auch dafür bekannt, dass Formkurven, Favoritenrollen und Tabellenplatzierungen kaum eine Rolle spielen. Vielmehr geht es um Willen, Leidenschaft und Einsatzbereitschaft – bei wem sind diese Eigenschaften im direkten Aufeinandertreffen größer?
Sonntag, 19.04., 15:00 Uhr
VfB Oldenburg – FC St. Pauli II
Oldenburg bleibt im Aufstiegsrennen voll dabei und will vor heimischem Publikum den nächsten Heimsieg nachlegen. Die Mannschaft ist gut in Form und hat sich in der Tabelle als Verfolger etabliert. Besonders spannend: Oldenburg hat aktuell noch zwei Spiele weniger als der Tabellenführer SV Meppen. Sollten diese Nachholspiele gewonnen werden, würde der Rückstand auf nur noch sechs Punkte schrumpfen – das sorgt natürlich zusätzlich für Motivation und macht das Rennen um die Meisterschaft noch einmal richtig interessant. St. Pauli II reist dagegen mit einem eher gemischten Gefühl an, denn die Abstiegsangst ist vorhanden, auch wenn die Duelle gegen den HSC Hannover und zuletzt auch gegen Kickers Emden gewonnen wurden. Die Hamburger haben gezeigt, dass sie mit schnellen Umschaltaktionen gefährlich werden können, auch wenn die Ergebnisse im Saisonverlauf das nicht immer widerspiegelten. Auf Umschaltspiel wird der FC St. Pauli II auch gegen die spielstarken Oldenburger setzen.
Sonntag, 19.04., 16:00 Uhr
Hamburger SV II – Kickers Emden
Zum Abschluss des 30. Spieltags reist Kickers Emden zum Hamburger SV II. Es ist ein Duell zweier Teams, die nach einer jeweils soliden Saison ihre Position in der Tabelle gefunden haben. Nach einer leichten Formdelle hat der HSV II wieder zu seiner Stärke zurückgefunden und ist in den letzten drei Spielen ohne Niederlage geblieben. Diesen Schwung wollen die Hansestädter auch gegen Kickers Emden weiter transportieren. Die Kickers stehen in der zweiten Tabellenhälfte und konnten nach zuletzt drei Niederlagen in Serie gegen den SV Werder Bremen II einen Befreiungsschlag landen. Damit ist der Klassenerhalt so gut wie sicher. Mit diesem Rückenwind können die Gäste in Hamburg frei aufspielen und gegen den Favoriten Punkte mitnehmen. Auch wenn die beiden Mannschaften in der Tabelle recht weit auseinander stehen, dürfte es dennoch eine enge Angelegenheit werden.