Regionalliga Nordost: Vorschau zum 33. Spieltag

46

Die Regionalliga Nordost geht mit dem 33. Spieltag in die absolute Crunch-Time und bietet noch ordentlich Zündstoff. Während sich im Titelrennen der 1. FC Lok Leipzig und der FC Carl Zeiss Jena ein Zweikampf bis zum Schluss abzeichnet, geht es im Tabellenkeller noch heiß her. Für Hertha Zehlendorf und den FC Eilenburg gibt es keine Rettung mehr, doch theoretisch ist selbst der SV Babelsberg 03 auf dem zwölften Tabellenplatz noch in Abstiegsnot. Kritischer ist es jedoch für ZFC Meuselwitz, den Greifswalder FC und den BFC Dynamo. Die drei Mannschaften trennen auf den letzten Metern der Saison nur vier Punkte. Es bleibt also weiter spannend.

Freitag, 08.05., 19:00 Uhr

Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena

Für den FC Carl Zeiss Jena steht mit der Partie gegen den Halleschen FC ein enorm wichtiges Spiel auf dem Plan. Nicht nur, dass es das Topspiel des 33. Spieltags der Regionalliga Nordost ist, sondern es beeinflusst auch das Meisterschaftsrennen maßgeblich. Zwar reist Jena mit Rückenwind zum Tabellenvierten, doch im Titelrennen darf jetzt kein Ausrutscher mehr passieren. Mit zwei Punkten Rückstand ist noch alles möglich. Mit einem Sieg würden die Gäste für zwei Nächte die Tabellenführung übernehmen und den Spitzenreiter 1. FC Lok Leipzig gehörig unter Druck setzen. Für Halle geht es dagegen nur noch darum, sich ordentlich vor den eigenen Fans zu verabschieden. Gerade zu Hause kann der HFC aber jedem Gegner wehtun. Kann der FC Carl Zeiss Jena die Situation ausblenden und das Meisterschaftsrennen weiter offen halten?

Hertha BSC II – VSG Altglienicke

Hertha BSC II gegen die VSG Altglienicke: Für beide Mannschaften läuft es in der jüngeren Vergangenheit nicht allzu rund. Das Spiel der VSG erlitt nach einer starken Phase mit zuletzt zwei Niederlagen in Folge einen Bruch. Im Auswärtsspiel bei der Hertha-Reserve soll nun zum Saisonende noch einmal Stabilität in die Mannschaft gebracht werden. Mit Hertha BSC II treffen die Gäste jedoch auch auf eine junge und unberechenbare Truppe. Zum Teil präsentierten sich die Hauptstädter spielstark, kreativ und überzeugten mit großem Tempospiel. Wie es aber so ist mit Spielern, die sich in der Entwicklung befinden, mussten die Hausherren in dieser Saison oft Lehrgeld zahlen. Wichtig für die Hertha wird es sein, nach den letzten drei Spielen ohne eigenen Treffer die Offensive wieder in Schwung zu bringen. Wenn dies gelingt, ist ein Heimsieg nicht unvorstellbar.

BSG Chemie Leipzig – FC Eilenburg

Was war das für ein Aufschwung, den die BSG Chemie Leipzig in den letzten Wochen erlebt hat. Fünf der letzten Spiele konnten die Leipziger gewinnen – vier davon sogar ohne Gegentreffer, wie auch im Leipziger Derby gegen den Spitzenreiter 1. FC Lok Leipzig. Das ist auch das Geheimnis des Erfolgs. Aus der kompakten Defensive heraus gelingt der BSG Chemie nahezu alles. Jetzt kommt mit dem FC Eilenburg ein Gegner, für den die Situation komplett anders aussieht. Der Abstieg ist besiegelt, die Luft ist raus. Auch wenn Eilenburg nur eine der letzten Begegnungen verlor, fahren sie insgesamt zu wenige Siege ein. Seit dem 5:1 gegen den ZFC Meuselwitz am 22. Spieltag warten die Gäste auf einen Dreier. Können sie diesen jetzt einfahren, wenn sie ganz ohne Druck ins Spiel gehen können?

Samstag, 09.05., 14:00 Uhr

Rot-Weiß Erfurt – Hertha Zehlendorf

Ein Duell mit unterschiedlichen Vorzeichen steht am 33. Spieltag der Regionalliga Nordost in Erfurt an. Rot-Weiß Erfurt empfängt Hertha Zehlendorf. Es ist das Duell einer Spitzenmannschaft gegen einen Absteiger. Für die bereits abgestiegene Hertha Zehlendorf geht es nur noch um einen ordentlichen Abschluss, aber auch Rot-Weiß Erfurt hat nicht mehr die ganz großen Ambitionen und will sich eine möglichst gute Platzierung erspielen. Erfurt wird zu Hause klar die Spielkontrolle übernehmen und die Defensive der Zehlendorfer in die Breite ziehen wollen. Sollten sie die Lücken in der Gästeabwehr finden, weiß die torgefährlichste Mannschaft der Liga diese durchaus zu nutzen.

BFC Preussen – ZFC Meuselwitz

Der ZFC Meuselwitz steht mit dem Rücken zur Wand und braucht dringend Punkte, um nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen. Nach dem vergangenen Spieltag mussten sie den Schleudersitz vom Greifswalder FC übernehmen und haben den Klassenerhalt jetzt nicht mehr selbst in der Hand. Was sie dennoch benötigen, ist ein Dreier gegen den BFC Preussen. Denn sollte der GFC am Sonntag überraschend gegen Ligaprimus Lok Leipzig gewinnen, wäre der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz nicht mehr möglich. Der BFC hingegen zeigte sich zuletzt stabil und kann die Saison in der oberen Tabellenhälfte beenden. Für den Aufsteiger ein beachtlicher Erfolg.

Samstag, 09.05., 16:00 Uhr

Chemnitzer FC – FSV Zwickau

Auch wenn es für beide um nichts mehr geht, ist das Sachsen-Derby zwischen dem Chemnitzer FC und dem FSV Zwickau eines der Highlights des Spieltags. Der FSV Zwickau spielte sich in den vergangenen Wochen in einen regelrechten Rausch und steht nur knapp hinter den beiden Spitzenmannschaften auf dem dritten Platz. Aber auch der Chemnitzer FC hat zuletzt wieder zu seiner Form gefunden und ist spielerisch gut drauf. Zwar hat der FSV in der Tabelle die Nase vorn, dennoch steht ein Spiel auf Augenhöhe bevor, das bekanntermaßen von großen Emotionen lebt. Können die Gäste wie in der Hinrunde erneut einen klaren Sieg einfahren, oder findet der CFC die passende Antwort und stoppt die Siegesserie des FSV Zwickau mit einem Heimerfolg?

Sonntag, 10.05., 14:00 Uhr

Greifswalder FC – 1. FC Lok Leipzig

Zwei Mannschaften, ein Spiel und viel zu verlieren: Für den Greifswalder FC geht es um nichts weniger als den Klassenerhalt, der 1. FC Lok Leipzig kämpft jedoch um den Meistertitel und steht nach dem letzten Rückschlag unter Druck. Dieser könnte sogar noch steigen, sollte der FC Carl Zeiss Jena zum Auftakt des 33. Spieltags gegen den Halleschen FC gewinnen und die Tabellenführung übernehmen. Ohne Frage: Die Gäste müssen beim unangenehmen Auswärtsspiel in Greifswald liefern. Dass sich der Favorit gerade gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte schwertut, zeigen die Spiele gegen BSG Chemie Leipzig und Hertha Zehlendorf, die den Spitzenreiter jeweils mit 1:0 besiegten. Auch der Greifswalder FC ist ein unangenehmer Gegner, besonders da er selbst unter Druck steht. Zwar ist der GFC aktuell auf einem rettenden Nichtabstiegsplatz, doch das könnte nach dem Spieltag schon wieder ganz anders aussehen. Die Frage ist: Wer schafft es besser, die Nerven in dieser Ausgangssituation unter Kontrolle zu halten und seinem Ziel einen Schritt näher zu kommen?

1. FC Magdeburg II – SV Babelsberg 03

Der SV Babelsberg 03 reist zum 1. FC Magdeburg II – und das mit zehn Toren aus den letzten zwei Spielen. Die Offensive hat beim verrückten 6:3-Erfolg gegen den BFC Preussen und beim 4:1-Überraschungssieg gegen den HFC geliefert. Aber auch die Hausherren konnten mit einem 4:1-Erfolg gegen den FC Carl Zeiss Jena ein Ausrufezeichen setzen und befinden sich in einer ähnlichen Verfassung wie der SVB. Auch wenn es für den 1. FC Magdeburg II um nichts mehr geht, wollen sie ihre Leistungen der Vorwoche bestätigen und mit einem Dreier die Saison langsam ausklingen lassen. Die Babelsberger können mit einem Unentschieden den Klassenerhalt fixieren und entspannt in den letzten Spieltag gehen.

FSV Luckenwalde – BFC Dynamo

Der FSV Luckenwalde hat den Klassenerhalt bereits gesichert und kann befreit aufspielen. Der BFC Dynamo hingegen braucht noch den einen oder anderen Punkt, um ganz sicher im nächsten Jahr in der Regionalliga Nordost an den Start gehen zu können. Zwar haben die Berliner einen Fünf-Punkte-Vorsprung vor dem ZFC Meuselwitz, doch zurücklehnen sollten sich die Gäste noch nicht. Allerdings bringt Dynamo viel Qualität und Erfahrung mit, um am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt feiern zu können. In der Hinrunde allerdings feierte der FSV Luckenwalde einen glanzlosen 1:0-Erfolg.