Der 6. Spieltag der Regionalliga Nordost liefert ein echtes Spitzenspiel: Der amtierende Meister 1. FC Lokomotive Leipzig empfängt den Chemnitzer FC zum Topspiel des Spieltags. Während die Leipziger nach einem etwas holprigen Start inzwischen Fahrt aufgenommen haben, marschiert Chemnitz bislang beeindruckend konstant durch die Saison. Für Rot-Weiß Erfurt führt der Weg zum FSV Luckenwalde, wo die Thüringer ihre Tabellenführung verteidigen wollen. Auch die bislang ungeschlagene VSG Altglienicke steht vor einer interessanten Aufgabe bei Carl Zeiss Jena. Im Tabellenkeller geht es derweil für Chemie Leipzig beim 1. FC Magdeburg II um wichtige Punkte.
Dienstag, 25.08., 19:00 Uhr
1. FC Lokomotive Leipzig – Chemnitzer FC
Darauf freut sich die ganze Liga: Ein Topspiel allererster Güte steht mit der Begegnung 1. FC Lokomotive Leipzig gegen den Chemnitzer FC auf dem Plan. Die Hausherren haben sich nach einem durchwachsenen Start inzwischen deutlich stabilisiert. Drei Siege in Folge haben den Meister zurück in die Spitzengruppe gebracht und gleichzeitig gezeigt, dass mit Lok auch in dieser Saison zu rechnen ist. Allerdings war der jüngste Erfolg bei Tasmania Berlin trotz fast 70-minütiger Überzahl alles andere als ein Spaziergang. Für den CFC geht es nach dem Sachsen-Derby gegen Erzgebirge Aue jetzt gegen den nächsten großen Titelkandidaten. In Leipzig können die Gäste ihre Form nicht nur bestätigen, sondern auch einen Fingerzeig geben, ob sie ein ernst zu nehmender Aufstiegskandidat sind. Es kommt zu einem spannenden Kräftemessen, bei dem für beide Mannschaften einiges auf dem Spiel steht.
BFC Dynamo – BFC Preussen
Ein nicht ganz so hochkarätiges Topspiel, aber dennoch ein Spiel mit hohem Interessensfaktor steht in Berlin an. Beim Berliner Stadtderby zwischen dem BFC Dynamo und BFC Preussen geht es um wichtige Punkte im Abstiegskampf, aber auch um viel Ehre. Der BFC Dynamo ist solide in die Saison gekommen. Mit einem Sieg, zwei Niederlagen und zwei Remis steht Dynamo auf dem dreizehnten Tabellenplatz. Zuhause soll im Derby der nächste Dreier eingefahren werden. Allerdings haben die Hausherren mit großen Leistungsschwankungen zu kämpfen. Kämpfen: Das ist das richtige Stichwort für den BFC Preussen. Die Gäste liegen auf dem vorletzten Tabellenplatz und sind gegen Dynamo stark gefordert, Punkte einzufahren. Ein Sieg gegen den Stadtrivalen würde den schwachen Saisonstart etwas vergessen machen.
1. FC Magdeburg II – BSG Chemie Leipzig
Beim 1. FC Magdeburg II ist immer etwas geboten: Mit einem Torverhältnis von 12:10 nach fünf Spieltagen steht die Zweitvertretung für Spektakel. Dabei ist es egal, ob es ein 5:1-Sieg gegen Hertha II oder eine 4:1-Klatsche gegen Spitzenreiter Erfurt ist. Doch die beiden Ergebnisse offenbaren eine Inkonstanz bei der jungen Truppe, die ein besseres Abschneiden verhindert. Im Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht BSG Chemie Leipzig soll hier etwas Ruhe ins Spiel kommen. Für die Gäste geht es darum, den Fehlstart abzuschütteln. Der Traditionsverein wartet noch immer auf den ersten Saisonsieg und konnte selbst nur einen Treffer erzielen. Dabei fehlt bei der erbrachten Leistung oftmals nicht viel für einen Punktgewinn. So etwa bei den beiden knappen 0:1-Niederlagen gegen Jena und Halle. Auch beim einzigen Punktgewinn gegen die RSV Eintracht waren die Messestädter trotz langer Unterzahl in der zweiten Halbzeit in Front. Können sie sich in Magdeburg belohnen oder gibt es den nächsten Rückschlag zu verkraften?
FSV Luckenwalde – FC Rot-Weiß Erfurt
Die Tabellenführung soll verteidigt werden. Mit diesem Ziel reist Rot-Weiß Erfurt zum FSV Luckenwalde und hat derzeit allen Grund, selbstbewusst aufzutreten. Vier Siege aus fünf Partien und ein überzeugendes Torverhältnis unterstreichen die bisherige Topform der Thüringer. Vor allem offensiv funktioniert das Zusammenspiel bereits sehr gut. Luckenwalde wird deshalb darauf bedacht sein, das Mittelfeld zu verdichten und den Gästen keine Räume zu bieten. Der FSV hat in dieser Saisonphase jedoch große Defensivprobleme, die sich bei den Niederlagen gegen Tasmania Berlin und den FSV Zwickau offenbarten. Wenn es den Hausherren nicht gelingt, diese Schwächen gegen RWE abzustellen, könnte es schnell ein unangenehmer Abend werden.
Mittwoch, 26.08., 18:00 Uhr
RSV Eintracht 1949 – FSV Zwickau
Der RSV Eintracht 1949 hat als Aufsteiger bislang für einige positive Schlagzeilen gesorgt. Die Mannschaft tritt keineswegs wie ein Team auf, das sich erst an die Regionalliga gewöhnen muss. Stattdessen agiert Eintracht mutig und sucht auch gegen etablierte Gegner den Weg nach vorne. Dass dabei noch nicht alles perfekt funktioniert, ist angesichts der neuen Spielklasse wenig überraschend. Mit dem FSV Zwickau kommt nun ein Traditionsklub, der zuletzt seine Kurve nach oben bekommen hat. Die Westsachsen haben sich nach einem schwierigen Auftakt gefunden und wollen diesen Trend fortsetzen. Schaffen es die Hausherren, ihre Unbekümmertheit auch gegen einen solch erfahrenen Regionalligisten auszuspielen?
Mittwoch, 26.08., 19:00 Uhr
Erzgebirge Aue – Hertha BSC II
Erzgebirge Aue braucht Geduld. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga sind die Ansprüche im Erzgebirge hoch, doch der Saisonstart hat gezeigt, dass der Weg zurück kein Selbstläufer wird. Gerade die Derbyniederlage gegen den Aufstiegskonkurrenten Chemnitzer FC hat besonders wehgetan. Mit Hertha BSC II kommt nun eine junge Mannschaft, die ihrerseits auf der Suche nach der Form ist. Die Berliner Zweitvertretung kommt hauptsächlich über den Kampf in die Partie und wird versuchen, den Favoriten mit körperbetontem Spiel zu zermürben. Sollte es Aue gelingen, seine spielerische Qualität auf den Platz zu bringen, steht einem Heimsieg wohl nichts im Weg. Doch die Hertha darf auf keinen Fall unterschätzt werden, denn ihr schnelles Umschaltspiel kann durchaus zu einer effektiven Waffe werden.
Greifswalder FC – SV Babelsberg 03
Der Greifswalder FC hat sich früh in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt und gehört damit zu den positiven Überraschungen der Saison. Die Entwicklung ist dabei wichtiger als einzelne Ergebnisse: Der GFC wirkt gefestigt und hat sich eine gute Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf geschaffen. Die Gäste des SV Babelsberg 03 kommen mit einer deutlich wechselhafteren Bilanz nach Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem defensiv ist noch viel Luft nach oben. Die Offensive der Gäste zeigt sich dagegen eingespielt und brandgefährlich. Das hat sich zuletzt beim wilden 3:3 gegen den RSV Eintracht gezeigt. Genau diese Mischung macht Babelsberg schwer einzuschätzen. Alles in allem dürfte es zu einer offensiv geführten Begegnung kommen, in der es kein großes Abtasten geben dürfte.
Mittwoch, 02.09., 19:00 Uhr
FC Carl Zeiss Jena – VSG Altglienicke
FC Carl Zeiss Jena gegen die VSG Altglienicke: Hinter dem Topspiel zwischen Lok Leipzig und Chemnitz das nächste Highlight dieses Spieltags. Doch auf dieses müssen wir uns noch eine Weile gedulden. Die Begegnung findet erst Anfang September statt. Nach dem derzeitigen Stand haben die Gäste hier die leichte Favoritenrolle, denn während Jena erst zuletzt in die Spur fand, hat Altglienicke bereits eine beeindruckende Stabilität entwickelt. Zwischen diesem Duell liegen jedoch noch andere Begegnungen, die das Selbstvertrauen und die Form beeinflussen können. Vor allem für Jena stehen die Wochen der Wahrheit an. Bevor die VSG ins Ernst-Abbe-Sportfeld kommt, stehen für Jena zuvor noch der DFB-Pokal gegen den SV Darmstadt 98 und der Auswärtskracher beim Chemnitzer FC an. Altglienicke empfängt unterdessen den VfL Wolfsburg und die BSG Chemie Leipzig.
Hallescher FC – Tasmania Berlin
Den Abschluss des Spieltags bilden neben Jena und Altglienicke der Hallesche FC mit dem Heimspiel gegen Tasmania Berlin. Die Hausherren haben bisher noch nicht die gewohnte Konstanz entwickelt, die man sich rund um den Klub erhofft hatte. Immer wieder gibt es gute Ansätze, doch oft fehlt der letzte entscheidende Schritt. Mit Tasmania Berlin kommt nun ein Aufsteiger, der gezeigt hat, dass er sich trotz bisher fehlender Ergebnisse keineswegs versteckt. Das jüngste Duell mit Meister Lok Leipzig war dafür ein gutes Beispiel: Lange in Unterzahl agierend, blieb Tasmania mutig und brachte den Favoriten bis in die Schlussphase hinein in Bedrängnis. Diese Mentalität wird auch in Halle gefragt sein. Doch bevor es zum HFC geht, stehen für Tasmania noch das Landespokalspiel in Berlin gegen den Oberligisten 1. FC Lübars und das Heimspiel gegen den Greifswalder FC an. Halle nimmt es dagegen im DFB-Pokal mit dem FC Schalke 04 II auf und reist zu Hertha BSC II.


