Regionalliga Nordost: Vorschau zum 8. Spieltag

71

Der 8. Spieltag der Regionalliga Nordost steht vor der Tür und verspricht erneut Hochspannung. Ein besonderes Highlight ist die Begegnung zwischen der VSG Altglienicke und dem Chemnitzer FC. Der CFC muss beim ambitionierten Verfolger bestehen und dürfte dabei enorm gefordert werden. Auch der amtierende Meister 1. FC Lok Leipzig steht vor einer anspruchsvollen Aufgabe: Die Leipziger gastieren beim Greifswalder FC und benötigen für den Anschluss an die Spitzengruppe zwingend einen Sieg. Im Tabellenkeller geht es derweil ebenfalls um wichtige Punkte. Tasmania Berlin muss beim BFC Dynamo ran, während der RSV Eintracht bei Rot-Weiß Erfurt auf eine Überraschung hofft. Ein Spieltag also, der für reichlich Bewegung in der Tabelle sorgen könnte.

Donnerstag, 10.09., 19:00 Uhr

BFC Dynamo – Tasmania Berlin

Zum Auftakt des 8. Spieltags der Regionalliga Nord ist der BFC Dynamo im Stadtderby gegen Tasmania Berlin gefordert. Der BFC will im eigenen Stadion ihrer Favoritenrolle gerecht werden und den Kontakt zu den oberen Tabellenplätzen halten. Dabei kommt es auf die Balance an: Dynamo muss das Spiel gestalten, darf dem Gegner aber keine Räume für schnelle Gegenstöße überlassen. Tasmania Berlin befindet sich dagegen in einer deutlich schwierigeren Ausgangslage. Mit vier Punkten steht Tasmania nur knapp über den Abstiegsplätzen. Gerade gegen einen spielbestimmenden BFC könnte eine kompakte Defensive zum Schlüssel werden. Doch diese hat die Gäste in der aktuellen Spielzeit schon häufig im Stich gelassen. Mit 20 Gegentreffern hat Tasmania so viele Gegentore kassiert wie kein anderes Team der Staffel. Wer entscheidet das Stadtduell für sich und kommt seinen Zielen damit ein Stück näher?

Freitag, 11.09., 19:00 Uhr

Rot-Weiß Erfurt – RSV Eintracht

David gegen Goliath. Unter diesem Licht steht die Begegnung zwischen Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt und dem RSV Eintracht. Vor heimischer Kulisse kann RWE den nächsten Schritt machen und sich mit einem Sieg weiter an der Tabellenspitze festsetzen. Der RSV Eintracht reist dagegen mit dem Ziel an, dem Favoriten das Leben möglichst schwer zu machen. Die Mannschaft wird vor allem über Einsatz, Zweikampfstärke und schnelles Umschaltspiel kommen müssen. Für Erfurt könnte Geduld gefragt sein, denn je länger der RSV die Partie offenhält, desto größer dürfte der Druck auf die Gastgeber werden. Ein frühes Tor könnte deshalb zum Türöffner werden.

VSG Altglienicke – Chemnitzer FC

Es ist das Topspiel des 8. Spieltags! Die VSG Altglienicke empfängt den Chemnitzer FC. Hier treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in der Spitzengruppe ein gehöriges Wort mitreden wollen und derzeit auch können. Der Chemnitzer FC reist punktgleich mit Tabellenführer Erfurt nach Berlin und hat bislang bewiesen, dass sie in bestechender Form sind. Nun wartet mit der VSG Altglienicke allerdings ein Gegner, der selbst Ambitionen nach oben besitzt. Die Gastgeber könnten vor heimischen Fans den CFC mit viel Intensität unter Druck setzen und die eigenen Qualitäten im Ballbesitz ausspielen. Gerade in einem solchen Spitzenspiel können Kleinigkeiten entscheiden. Wer die Zweikämpfe im Mittelfeld gewinnt und im letzten Drittel die nötige Übersicht hat, dürfte am Ende die Nase vorne haben.

Samstag, 12.09., 14:00 Uhr

SV Babelsberg 03 – Hallescher FC

In Babelsberg treffen mit dem SV und dem Halleschen FC zwei Traditionsvereine aufeinander. Der SV Babelsberg 03 setzt nach dem durchwachsenen Saisonstart dabei auf die Unterstützung der Fans.Gegen einen Gegner wie Halle kommt es darauf an, von Beginn an Präsenz zu zeigen und den Gästen möglichst wenig Raum für ihren Spielaufbau zu lassen. Der Hallesche FC bringt seinerseits viel Qualität mit sich und verfügt über große Individuelle Klasse. Die Partie könnte deshalb zu einem Duell werden, in dem Geduld und Zweikampfhärte gleichermaßen gefragt sind. Gelingt es dem SVB von Beginn an den kreativen Köpfen des HFC auf die Füße zu treten, könnte eine Überraschung möglich sein.

BFC Preussen – 1. FC Magdeburg II

Der BFC Preussen steht vor einer anspruchsvollen Aufgabe gegen die Reserve des 1. FC Magdeburg. Die Gäste verfügen über zahlreiche junge Spieler mit hohem Tempo und individueller Qualität, müssen ihre Leistungen allerdings über die gesamte Spielzeit stabilisieren. Genau hier könnte die Chance für Preussen liegen. Mit einer kompakten Grundordnung und konsequentem Zweikampfverhalten können die Berliner die junge Magdeburg-Reserve durchaus unter druck setzen. Für die Gäste geht es darum, ihre spielerischen Vorteile auch in Torchancen umzumünzen. Wer die entscheidenden Duelle im Mittelfeld gewinnt, könnte sich einen Vorteil verschaffen.

Erzgebirge Aue – FSV Luckenwalde

Erzgebirge Aue geht vor heimischem Publikum als Favorit in die Partie und will mit einem weiteren Sieg den nächsten Schritt in Richtung obere Tabellenregion machen. Gegen den vermutlich defensiv auftretenden FSV Luckenwalde wird dabei Geduld gefragt sein. Die Gäste dürften auf eine kompakte Defensive und schnelle Umschaltmomente setzen. Für Luckenwalde ist die Partie zugleich eine besondere Herausforderung: Kürzlich gab der Verein die Trennung von Trainer Weiser bekannt. Genannt werden hier „gesundheitliche Gründe“. Vorerst übernehmen die Co-Trainer die Verantwortung. Ob der Trainerwechsel neue Impulse freisetzen kann, wird sich in Aue zeigen. Die Gastgeber müssen vor allem nach Ballverlusten aufmerksam sein und das Konterspiel des FSV unterbinden.

FC Carl Zeiss Jena – Hertha BSC II

Carl Zeiss Jena will im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld weiter an der eigenen Entwicklung arbeiten. Die Thüringer haben den Anspruch, im oberen Tabellenbereich mitzuspielen, und können mit einem Heimsieg Boden gutmachen. Allerdings wartet mit Hertha BSC II eine junge Mannschaft, die in dieser Saison nur schwer einzuschätzen sind. Neben dem achtbaren Erfolg gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig kassiert die Hertha-Reserve auch immer wieder enorme Rückschläge wie das klare 4:1 gegen den Greifswalder FC. Wenn die Partie lange ausgeglichen bleibt, könnte das ein Vorteil für die Gäste sein, die mit einem punktgewinn in Jena durchaus zufrieden sein können. Kann sich der Favorit FC Carl Zeiss Jena gegen die Hertha II behaupten oder schaffen die Gäste erneut gegen ein Topteam eine Überaschung?

Samstag, 12.09., 14:30 Uhr

BSG Chemie Leipzig – FSV Zwickau

BSG Chemie Leipzig gegen den FSV Zwickau verspricht traditionell eine intensive Angelegenheit. Die BSG möchte vor heimischem Publikum endlich den ersten Sieg der Saison einfahren. Mit ledigleich zwei mageren Remis und einem Torverhältnis von 2:9 stehen die Messestädter auf dem letzten Tabellenplatz. Immerhin, gegen die VSG Altglienicke reichte es für die Leipziger zu einem Unentschieden. Der FSV Zwickau bringt seinerseits die nötige Erfahrung mit, um auch in einem hitzigen Umfeld bestehen zu können. Für die Gäste wird es entscheidend sein, sich nicht zu sehr in die Zweikämpfe ziehen zu lassen und gleichzeitig offensive Akzente zu setzen. Chemie dürfte dagegen auf die Unterstützung von den Rängen bauen. Können sie nach dem letzten Punktgewinn mit einem Erfolg die Wende schaffen, oder verschärft der FSV die Lage der Hausherren?

Sonntag, 13.09., 14:00 Uhr

Greifswalder FC – 1. FC Lok Leipzig

Zum Abschluss des Spieltags wartet noch ein richtiger Kracher auf die Fans. Der amtierenden Meister steht beim Greifswalder FC vor einer unangenehme Auswärtsaufgabe. Der 1. FC Lok Leipzig will auch in dieser Saison ganz vorne mitmischen und braucht dafür auch in Greifswald die volle Konzentration und vor allem drei Punkte. Der derzeitige zehnte Platz ist für die Ansprüche der Leipziger, gerade in einer Saison in der der Meister direkt aufsteigt, zu wenig. Der Greifswalder FC dürfte dem Favoriten allerdings wenig schenken. Insgesamt präsentiert sich der GFC mit hoher Intensität auftreten und großer Einsatzfreude. Mit einem solch leidenschaftlichen Auftreten können sie Lok aus dem Rhythmus bringen. Leipzig wird deshalb gefragt sein, die eigene spielerische Qualität geduldig auszuspielen und gleichzeitig auch körperlich dagegen zu halten. Setzt Greifswald mit einem Erfolg gegen den amtierenden Meister erneut ein Ausrufezeichen?