Regionalliga Südwest: Vorschau zum 6. Spieltag

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Kickers Offenbach musste am vergangenen Spieltag erstmals Punkte abgeben, bleibt aber Tabellenführer der Regionalliga Südwest. Am 6. Spieltag empfangen die Kickers den TSV Steinbach Haiger. Dahinter lauert die SGV Heilbronn-Freiberg, die zu Gast beim SV Sandhausen ist. Auch die Stuttgarter Kickers kassierten am Wochenende ihre erste Saisonniederlage. Gegen Tabellenschlusslicht FC-Astoria Walldorf soll jetzt wieder ein Sieg her. Bei Hessen Kassel hat sich die Lage dagegen spürbar entspannt: Nach drei Niederlagen in Folge meldete sich der KSV mit einem deutlichen 5:2 gegen Sandhausen zurück. Im Tabellenkeller wartet derweil der SSV Ulm 1846 weiterhin auf den ersten Dreier. Schaffen die Spatzen beim Aufsteiger VfR Aalen die Wende?

Dienstag, 08.09., 19:00 Uhr

FSV Frankfurt – Hessen Kassel

Der FSV Frankfurt dürfte nach dem Remis gegen Spitzenreiter Kickers Offenbach mit Zufriedenheit auf den vergangenen Spieltag zurückblicken. Die Mannschaft trotzte dem OFC nach einem Rückstand noch ein 1:1 ab und bewies dabei vor allem nach der Pause Moral. Nun wartet mit Hessen Kassel ein Gegner, der mit neuem Schwung anreist. Der KSV beendete gegen Sandhausen seine Negativserie und zeigte nach dem frühen Rückstand eine bemerkenswerte Reaktion. Beim 5:2 funktionierte vor allem das Umschaltspiel immer besser. Für die FSV-Defensive gilt es, das Augenmerk besonders auf die Akteure Sezer und Sararer zu legen. Können die Frankfurter vor heimischem Publikum nachlegen oder startet Hessen Kassel eine Siegesserie?

FC-Astoria Walldorf – Stuttgarter Kickers

Die Stuttgarter Kickers wollen möglichst schnell vergessen, was ihnen gegen Mainz II widerfahren ist. Beim 1:2 präsentierte sich der bislang so überzeugende Aufstiegsanwärter ungewohnt harmlos und fand lange kaum Lösungen gegen die Mainzer Defensive. Erst nach der Pause kam Stuttgart besser ins Spiel, blieb aber letztlich zu ungefährlich. Nun geht es nach Walldorf, wo die Hausherren selbst dringend ein Erfolgserlebnis benötigen. Astoria wartet noch immer auf den ersten Saisonsieg und kam zuletzt gegen Frankfurt II nicht über ein Remis hinaus. Die Kickers bringen zweifellos die größere individuelle Qualität mit, müssen diese diesmal aber auch auf den Platz bekommen. Walldorf steht enorm unter Druck und wird versuchen, den Gästen durch eine kompakte Defensive das Leben schwer zu machen.

Eintracht Trier – SC Freiburg II

Der SC Freiburg II reist mit einer beeindruckenden Serie nach Trier. Die Breisgauer sind nach fünf Spieltagen weiterhin ungeschlagen und bewiesen zuletzt gegen Steinbach Haiger einmal mehr ihre Comeback-Qualitäten. In einem spektakulären Spiel gab die SC-Reserve eine zwischenzeitliche Zwei-Tore-Führung aus der Hand, schlug anschließend aber zurück und gewann 4:3. Diese Widerstandsfähigkeit dürfte auch in Trier gefragt sein. Zwar kassierte die Eintracht zuletzt in Aalen eine Niederlage, konnte zuvor jedoch drei Spiele in Folge gewinnen. Eine Frage, die Eintracht-Coach Thomas Klasen beschäftigt, ist, wie er die gesperrten Held und Kapitän Spang ersetzt. Beide sind für die defensive Stabilität der Gastgeber wichtig und fehlen der Eintracht nach ihren Platzverweisen in Aalen. Ein kleiner Vorteil für den SC Freiburg II?

Kickers Offenbach – TSV Steinbach Haiger

Der TSV Steinbach Haiger fordert den Tabellenführer heraus. Nach vier Siegen zum Auftakt musste sich Kickers Offenbach im Derby beim FSV Frankfurt erstmals mit einem Unentschieden begnügen. Dennoch spricht die bisherige Saisonbilanz klar für die Kickers. Steinbach Haiger kommt mit einer Niederlage im Gepäck. Gegen Freiburg II kämpfte sich der TSV nach einem Zwei-Tore-Rückstand zunächst zurück, drehte die Begegnung sogar und musste sich am Ende dennoch mit 3:4 geschlagen geben. Bemerkenswert: Die Niederlage gegen Freiburg war die erste der laufenden Spielzeit. Neben einem Sieg stehen drei Unentschieden zu Buche, was beweist, wie schwer die Gäste zu schlagen sind. Offenbach ist deshalb gut beraten, die Gäste auch trotz des großen Unterschieds in der Tabelle nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Das wird wohl auch nicht der Fall sein, denn das Unentschieden gegen Frankfurt dürfte die Sinne des Spitzenreiters geschärft haben.

VfR Aalen – SSV Ulm 1846

Für den SSV Ulm 1846 steht ein enorm wichtiges Spiel an, das richtungsweisend ist. Die Spatzen warten weiterhin auf den ersten Saisonsieg, zeigten beim spektakulären 4:4 gegen Freiberg allerdings, dass deutlich mehr Potenzial in ihnen steckt, als sie bisher abgerufen haben. Nun geht es zum VfR Aalen, der zuletzt mit einem 2:0 gegen Eintracht Trier ein Ausrufezeichen setzte. Die Aalener überzeugten dabei mit einer engagierten Vorstellung und nutzten ihre Möglichkeiten konsequent. Für Ulm wird es deshalb nicht nur darum gehen, die offensive Qualität erneut auf den Platz zu bringen. Gerade defensiv muss die Mannschaft länger stabil bleiben. Aalen könnte derweil mit dem Selbstvertrauen des jüngsten Heimsiegs versuchen, den nächsten Gegner früh unter Druck zu setzen, muss sich aber vor dem Umschaltspiel der Gäste in Acht nehmen.

SV Sandhausen – SGV Heilbronn-Freiberg

Die SGV Heilbronn-Freiberg reist am 6. Spieltag zum SV Sandhausen: eine Begegnung zweier großer Namen in der Regionalliga Südwest. Und dennoch ist es derzeit so etwas wie das Duell des David gegen den Goliath. Beide Mannschaften sind mit großen Erwartungen in die Saison gegangen, doch nur die SGV kann sie derzeit auch erfüllen. Der SVS steht auf einem enttäuschenden 16. Tabellenplatz und muss aufpassen, statt im Aufstiegsrennen mitzumischen, nicht in den Abstiegskampf zu geraten. Ganz anders ist die Situation bei den Gästen, die als erster Verfolger des Spitzenreiters in den Spieltag gehen. Zuletzt kam die SGV jedoch gegen die Spatzen aus Ulm nicht über ein spektakuläres 4:4 hinaus. Vier Gegentore für die sonst so stabile Defensive der Gäste sind sehr ungewöhnlich. Tatsächlich ging Heilbronn mit bis zu diesem Zeitpunkt nur einem Gegentor in vier Spielen in das Spiel gegen den SSV Ulm. Finden sie gegen den SV Sandhausen zurück zur defensiven Stabilität, oder findet der SVS auch die Lücken in der Hintermannschaft der Gäste?

Mittwoch, 09.09., 19:00 Uhr

FC 08 Homburg – 1. FC Kaiserslautern II

Der FC 08 Homburg bekommt es am Mittwoch mit der zweiten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern zu tun. Zuletzt musste sich der FCH beim VfR Mannheim mit einem 1:1 begnügen, obwohl die Saarländer über weite Strecken die aktivere Mannschaft waren und sich mehrere gute Möglichkeiten erspielten. Vor allem Joachims hatte gleich mehrfach Pech. Kaiserslautern II dürfte dagegen mit breiter Brust in das Duell gehen. Die Roten Teufel feierten gegen Fulda-Lehnerz ihren ersten Saisonsieg und überzeugten vor allem in der Anfangsphase mit mutigem Offensivfußball. Betrachtet man allein das letzte Spiel beider Teams, steht ein Duell auf Augenhöhe auf dem Plan. Allerdings ist Homburg, sollten die Saarländer die nötige Effizienz an den Tag legen, der klare Favorit. Die Gäste benötigen eine ähnlich kompakte Defensivleistung und wohl auch das ein oder andere Mal Glück, wenn etwas Zählbares aus Homburg mitgenommen werden soll.

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – Eintracht Frankfurt II

Die SG Barockstadt will nach der Niederlage in Kaiserslautern möglichst schnell wieder in die Spur finden. Lange Zeit hatte Fulda-Lehnerz im vergangenen Spiel die Kontrolle über das Geschehen übernommen, blieb im letzten Drittel sowohl im Passspiel als auch im Abschluss zu unpräzise und musste sich letztlich mit 0:1 geschlagen geben. Gegen Eintracht Frankfurt II ist nun mehr Konsequenz vor dem Tor gefragt. Die Gäste holten zuletzt gegen Walldorf nur einen Punkt und rutschten damit in die Abstiegszone. Gegen die Barockstadt geht es daher vor allem darum, nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen. Ein einfaches Unterfangen gegen spielstarke Hausherren wird das allerdings nicht.

1. FSV Mainz 05 II – VfR Mannheim

Der 1. FSV Mainz 05 II dürfte mit reichlich Selbstvertrauen in die Partie gegen den VfR Mannheim gehen. Die FSV-Reserve sorgte am vergangenen Spieltag mit dem 2:1 bei den Stuttgarter Kickers für eine der größten Überraschungen des Spieltags und fügte dem bis dahin ungeschlagenen Aufstiegsanwärter die erste Niederlage zu. Ausschlaggebend war dabei eine bemerkenswerte Effizienz: Mainz nutzte seine wenigen Möglichkeiten und verteidigte die Führung anschließend mit hoher Passsicherheit und guter Ordnung. Der VfR Mannheim wartet dagegen weiterhin auf seinen ersten Sieg, konnte sich beim 1:1 gegen Homburg aber einen wichtigen Punkt erkämpfen. Besonders in der Anfangsphase trat der Aufsteiger mutig auf und ging früh in Führung. Gegen die Mainzer Reserve braucht Mannheim im Offensivspiel mehr Durchschlagskraft, wenn die Sieglosserie endlich reißen soll.