Wenige Tage vor dem Start der neuen Saison in der Regionalliga West erhält der SV Rödinghausen einen empfindlichen Rückschlag. Nachdem die Konkurrenz die Ostwestfalen trotz der enttäuschenden Vorsaison bereits wieder zum erweiterten Kreis der Spitzenteams zählt und Trainer Fabian Lübbers die vergangene Spielzeit als „absolute Ausnahme“ bezeichnet hatte, sorgt nun eine schwere Verletzung für Ernüchterung am Wiehen.
Kreuzbandriss im Training: Gresler fehlt Rödinghausen lange
Maxim Gresler wird dem SV Rödinghausen für lange Zeit fehlen. Der 23-jährige Linksverteidiger zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu und wird in Kürze operiert. Damit steht dem Berliner eine monatelange Pause bevor. Das Kalenderjahr 2026 dürfte für Gresler bereits beendet sein.
Die Nachricht trifft den SVR zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die neu formierte Mannschaft hatte in der Vorbereitung einen positiven Eindruck hinterlassen. Mit fünf Siegen aus sieben Testspielen – darunter Erfolgen gegen Kickers Emden (4:1) und den KSV Hessen Kassel (2:1) – hatte die Mannschaft von Fabian Lübbers gezeigt, dass sie bereit für die neue Saison ist. Kurz vor dem Pflichtspielstart wird die Euphorie nun allerdings durch den langfristigen Ausfall eines weiteren Defensivspielers getrübt.
Bedient sich der SVR nochmals auf dem Transfermarkt?
Besonders bitter ist der Ausfall von Gresler, weil der SV Rödinghausen ohnehin mit Engpässen in der Abwehr zu kämpfen hat. Bereits vor der Verletzung des Linksverteidigers standen mehrere Defensivspieler nicht zur Verfügung. Innenverteidiger Henri Weigelt, im Sommer von Eintracht Trier verpflichtet, fällt weiterhin aufgrund von Rückenbeschwerden aus. Auch Fabian Rüth, den Lübbers aus seiner Zeit bei den Sportfreunden Lotte mit an den Wiehen gebracht hat, verpasst den Saisonauftakt. Der 25-Jährige laboriert an einem Teilanriss der Achillessehne.
Im Kader steht mit Noah-Henry Köse zwar ein weiterer etatmäßiger Linksverteidiger bereit. Der 22-Jährige verfügt allerdings bislang nur über wenig Regionalliga-Erfahrung und kam in der vergangenen Zeit lediglich zu vier Einsätzen in der vierthöchsten Spielklasse.
Durch den langfristigen Ausfall von Gresler stellt sich für den SV Rödinghausen nun die Frage, wie mit der Situation umgegangen wird. Trainer Fabian Lübbers und die Verantwortlichen müssen entscheiden, ob die Lücke mit den vorhandenen Spielern geschlossen werden kann oder ob der bis Ende August geöffnete Transfermarkt genutzt wird, um noch einmal personell nachzulegen.
Für das Spiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach II muss Lübbers jedenfalls mit dem vorhandenen Personal auskommen.

