FC 08 Homburg holt sich Erfahrung ins Haus: Günther-Schmidt und Kuhinja sollen Offensive verstärken

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Der FC 08 Homburg hat auf dem Transfermarkt doppelt nachgelegt und sich dabei vor allem Erfahrung für die Offensive gesichert. Mit Julian Günther-Schmidt verpflichtet der FCH einen Spieler, der mit Erzgebirge Aue bereits zahlreiche Partien in der 3. Liga absolviert hat und auch die Regionalliga bestens kennt. Auch Emir Kuhinja bringt bereits Profi-Erfahrung mit. Der 24-Jährige kommt aus der bulgarischen ersten Liga und startet nach zahlreichen Verletzungen beim FC 08 Homburg einen Neustart in Deutschland.

Günther-Schmidt soll Homburger Lücke schließen

Die Abgänge von Nils Röseler, Steffen Nkansah, Markus Mendler und Mart Ristl schmerzen den FC 08 Homburg. Denn mit ihnen verlor der FCH nicht nur Erfahrung, sondern auch wertvolle Führungsspieler. Diese Verluste hinterließen eine große Lücke im Kader, die nun unter anderem mit der Verpflichtung von Julian Günther-Schmidt geschlossen werden soll.

Der 31-jährige Offensivspieler kehrt erstmals seit der Saison 2020/21, damals bei Fortuna Köln, in die Regionalliga zurück. Nach seiner letzten Station beim FC Erzgebirge Aue und dem dortigen Abstieg aus der 3. Liga wechselt Günther-Schmidt zum FC 08 Homburg. Bei den Saarpfälzern unterschrieb der Offensivspieler einen Vertrag bis 2028.

Für Homburg ist der Transfer vor allem aufgrund der Erfahrung des gebürtigen Pforzheimers ein großer Erfolg. Günther-Schmidt bringt 236 Einsätze in der 3. Liga mit. Zudem absolvierte er vier Bundesligapartien für den FC Augsburg und ein Zweitligaspiel für den FC Ingolstadt 04.

„Julian ist ein Spieler, der uns mit seiner großen Erfahrung aus der 3. Liga im Offensivbereich weiterhelfen wird“, sagt Homburgs Trainer und Sportlicher Leiter Roland Seitz. Darüber hinaus hebt Seitz auch die Persönlichkeit des Neuzugangs hervor: „Er bringt auch menschlich viel mit und kann in unserer Mannschaft eine Führungsrolle übernehmen.“

Für Günther-Schmidt ist der Wechsel zugleich eine Rückkehr ins Saarland. Von Januar 2021 bis 2025 stand der Offensivspieler beim 1. FC Saarbrücken unter Vertrag und kennt die Region bestens. Nach seiner Zeit in Aue soll er nun beim FCH mithelfen, die entstandene Lücke im Kader zu schließen und der Mannschaft mit seiner Erfahrung zusätzliche Stabilität zu geben.

Kuhinja soll Offensive beleben

Neben Julian Günther-Schmidt hat der FC 08 Homburg mit Emir Kuhinja einen weiteren Offensivspieler verpflichtet. Der 24-Jährige kommt vom bulgarischen Erstligisten Beroe Stara Zagora ins Saarland und unterschrieb zunächst einen Vertrag für eine Saison.

Kuhinja bringt trotz seines jungen Alters bereits einiges an Erfahrung im Profifußball mit. Seine Ausbildung erhielt der Angreifer unter anderem beim FSV Frankfurt, der SpVgg Neu-Isenburg, Kickers Offenbach und Fortuna Düsseldorf. Über die Regionalliga Südwest beim FSV Frankfurt und später beim SGV Freiberg arbeitete er sich nach oben. Besonders in der Saison 2023/24 machte er mit starken Leistungen auf sich aufmerksam: In 20 Partien für Freiberg erzielte er fünf Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor.

Diese Entwicklung führte ihn im Winter 2024 zum 1. FC Magdeburg in die 2. Bundesliga. Sein Einstand hätte kaum besser laufen können: Bei seinem Debüt gegen Holstein Kiel erzielte Kuhinja direkt sein erstes Profitor. Zwei weitere Zweitliga-Einsätze folgten, ehe ein Kreuzbandriss den treffsicheren Offensivakteur ausbremste. Nach seiner Rückkehr sammelte der Angreifer Spielpraxis bei der zweiten Mannschaft der Magdeburger und zuletzt beim bulgarischen Klub Beroe Stara Zagora.

Homburgs Trainer und Sportlicher Leiter Roland Seitz kennt seinen neuen Schützling bereits aus gemeinsamen Zeiten beim SGV Freiberg. Er habe ihn dort als „sehr guten jungen Spieler mit einer starken Einstellung kennengelernt“, erklärt Seitz. Der Coach ist überzeugt, dass Kuhinja nach seiner Verletzung wieder an seine früheren Leistungen anknüpfen kann: „Wenn ihm das gelingt, wird er uns mit seinen Qualitäten in der Offensive sehr weiterhelfen.“

Auch Kuhinja blickt voller Vorfreude auf seine neue Aufgabe: „Ich freue mich sehr, künftig Teil eines solchen Traditionsvereins zu sein. Ich kann es kaum erwarten, mit der Mannschaft auf Torejagd zu gehen und gemeinsam unsere Ziele zu erreichen.“

Dass der FCH nach dem Umbruch noch einen weiten Weg vor sich hat, zeigten die ersten Testspiele. Gegen die höherklassigen Teams SV Wehen Wiesbaden (0:1) und SV Darmstadt 98 (1:5) mussten die Saarpfälzer Niederlagen hinnehmen. Bis zum Saisonstart in der Regionalliga Südwest bleibt jedoch noch Zeit, um die Mannschaft weiter einzuspielen. Die Staffel startet als letzte Regionalliga in die neue Saison – der erste Spieltag der Spielzeit 2026/27 ist für das zweite August-Wochenende angesetzt.