Regionalliga Nordost: Zusammenfassung des 8. Spieltags

41

Derzeit führt kein Weg an Rot-Weiß Erfurt vorbei! Am 8. Spieltag der Regionalliga Nordost ließ der Spitzenreiter gegen den RSV Eintracht 1949 nichts anbrennen und setzte sich mit 5:0 durch. Auch der Chemnitzer FC bleibt weiter auf Kurs: Beim Titelkonkurrenten VSG Altglienicke feierten die Himmelblauen einen abgeklärten 2:0-Erfolg und sind nun seit sechs Spielen ungeschlagen. Einen wichtigen Dreier sicherte sich zudem Erzgebirge Aue. Der Tabellendritte bezwang den FSV Luckenwalde mit 2:1 und bleibt damit in Schlagdistanz zur Spitze. Weniger erfolgreich verlief der Spieltag für den 1. FC Lokomotive Leipzig. Trotz zweimaliger Führung kamen die Messestädter beim Greifswalder FC nicht über ein 3:3 hinaus und ließen erneut wichtige Punkte liegen. Auch Chemie Leipzig musste sich mit einem Remis begnügen, bewies beim 2:2 gegen den FSV Zwickau nach einem 0:2-Rückstand allerdings große Moral und rettete spät noch einen Zähler.

BFC Dynamo – Tasmania Berlin 3:1

Der BFC Dynamo setzt seinen starken Lauf fort und siegt im Berliner Stadtduell gegen Tasmania mit 3:1. Damit feierte der BFC den fünften Pflichtspielsieg in Serie und ist mittlerweile seit sieben Partien ungeschlagen. Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Kontrolle und gingen durch Dadashov nach einer Flanke von rechts mit ihrer ersten guten Chance in Führung (12.). Auch danach blieb Dynamo überlegen, verpasste es aber, den Vorsprung vor der Pause auszubauen.

Tasmania kam mit mehr Mut aus der Kabine und wurde dafür schnell belohnt. Nach einem Foul im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter, den Berko souverän zum 1:1 verwandelte (50.). Die Partie wurde nun deutlich offener – mit dem besseren Ausgang für die Hausherren. Sadrifar wurde im Strafraum zu Fall gebracht, Dadashov trat an und verwandelte den fälligen Strafstoß zum 2:1 (71.). Tasmania musste anschließend mehr riskieren und bot dem BFC dadurch Räume. Einen solchen Konter nutzte Mattmüller in der Schlussminute eiskalt aus und sorgte mit dem 3:1 für die Entscheidung (90.). Dynamo brachte den Sieg anschließend sicher über die Zeit und bleibt damit weiter auf Erfolgskurs.

FC Rot-Weiß Erfurt – RSV Eintracht 1949 5:0

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat seine Tabellenführung mit einem deutlichen 5:0-Heimsieg gegen den RSV Eintracht 1949 untermauert. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen durch Forkel bereits in der 13. Minute in Führung. Das Tor sorgte bei den Hausherren für Ruhe. Mit der Führung im Rücken konnte der Titelaspirant geduldig agieren und sich den RSV förmlich zurechtlegen. Für den Aufsteiger wurde die Aufgabe noch schwieriger, als Baraze Adam kurz vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz flog (40.).

In Überzahl kontrollierte Erfurt das Geschehen und sorgte nach dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse. Assibey-Mensah erhöhte auf 2:0 (66.), ehe Forkel mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 3:0 stellte (75.). In der Schlussphase brachen bei den Gästen die Dämme: Quiala-Tito traf zum 4:0 (81.), Caciel machte nur drei Minuten später den 5:0-Endstand perfekt. Damit feierte Erfurt einen souveränen Sieg und bestätigte seine starke Form an der Tabellenspitze.

VSG Altglienicke – Chemnitzer FC 0:2

Der Chemnitzer FC bleibt auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen. Beim Titelkonkurrenten VSG Altglienicke setzten sich die Himmelblauen nach einem erwachsenen Auftritt mit 2:0 durch. Die Berliner hatten zunächst mehr vom Spiel und kamen durch Sylla zur besten Chance der ersten Hälfte, doch Richter parierte stark (34.). Chemnitz blieb offensiv zunächst blass, sodass es torlos in die Pause ging.

Auch nach dem Seitenwechsel war Altglienicke zunächst aktiver und drängte auf die Führung. Nach rund einer Stunde meldete sich dann auch der Chemnitzer FC gefährlich an. Fesser sorgte mit zwei geblockten Abschlüssen für ein erstes Ausrufezeichen (59.). Kurz darauf jubelte die VSG über das vermeintliche 1:0 durch Sonnenberg, der Treffer zählte wegen eines Handspiels jedoch nicht. Stattdessen schlug Chemnitz zu: Stockinger nutzte einen Ballgewinn und traf frei vor Zwick zur Führung (63.). Altglienicke verpasste wenig später die große Chance zum Ausgleich, bevor Alberico nach starker Einzelaktion auf 2:0 erhöhte (76.). Das Spiel lag in den letzten Zügen, da kochten die Emotionen über. Erst wurde der VSG in der 90. Spielminute ein weiterer Treffer aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt. In der Nachspielzeit sah Ibrahimi nach einem überharten Einsteigen gegen Alberico zu allem Überfluss auch noch die Ampelkarte (90.+1). Die VSG verliert nicht nur das Spiel, sondern auch an Boden im Kampf um die Meisterschaft.

SV Babelsberg 03 – Hallescher FC 1:1

Der SV Babelsberg 03 hat sich in einer umkämpften Partie gegen den Halleschen FC einen Punkt gesichert. Die erste Hälfte war vor allem von viel Kampf und zahlreichen Unterbrechungen geprägt. Landgraf (15.) und Halili (31.) sahen den gelben Karton, für Babelsberg handelte sich Meier (34.) eine gelbe Karte ein. Tore fielen vor der Pause jedoch nicht.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer schließlich auch Tore zu sehen. Zunächst brachte Werbelow die Gastgeber mit 1:0 in Front und ließ Babelsberg auf den zweiten Saisonsieg hoffen (63.). Halle fand jedoch eine schnelle Antwort: Stierlin erzielte zwölf Minuten später den 1:1-Ausgleich (75.). Trotz einiger Gelegenheiten auf beiden Seiten fielen keine weiteren Treffer, sodass es bei der Punkteteilung blieb. Für Babelsberg war es das dritte Unentschieden der Saison. Mit nun sechs Punkten klettert der SVB auf Rang zwölf der Tabelle. Halle steht mit sieben Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze auf Platz sieben.

BFC Preussen – 1. FC Magdeburg II 4:1

Der BFC Preussen fährt nach einer überzeugenden Leistung gegen den 1. FC Magdeburg II den ersten Saisonsieg ein. Dabei sah es nach der ersten Hälfte noch ganz anders aus: Widmann brachte die Gäste bereits in der 10. Minute in Führung. Magdeburg hatte anschließend weitere gute Möglichkeiten, doch Zajusch traf nur den Pfosten und auch Manthey ließ zwei Chancen auf das 2:0 liegen. So ging es mit einem schmeichelhaften Rückstand in die Kabine.

Nach der Pause drehte Preussen auf und zerlegte die Magdeburger Defensive mit drei Toren in fünfzehn Minuten. Zunächst köpfte Inderwisch nach einer Ecke zum 1:1 ein (48.). Nach etwas mehr als einer Stunde folgte ein echtes Spektakel der Gastgeber. Erst stellte Adekunle mit der 2:1-Führung das Spiel auf den Kopf. Nur fünf Minuten später legte Fontein zum 3:1 nach (68.). Magdeburg fand nun kaum noch Lösungen und musste in der 76. Minute den endgültigen K.o. hinnehmen: Fontein sah, dass Kampa weit vor seinem Tor stand, und traf mit einem sehenswerten Schuss aus der eigenen Hälfte zum 4:1. Damit machte Preussen den ersten Dreier der Saison perfekt und kletterte auf Rang 13. Magdeburg II musste dagegen nach einer starken ersten Hälfte noch eine deutliche Niederlage hinnehmen und rutscht in der Tabelle etwas ab.

Erzgebirge Aue – FSV Luckenwalde 2:1

Der FSV Luckenwalde musste sich beim Tabellendritten Erzgebirge Aue mit 1:2 geschlagen geben. Die Gastgeber legten druckvoll los und gingen bereits in der 6. Minute durch Maciejewski in Führung. Luckenwalde fand anschließend besser in die Partie und belohnte sich für die Leistungssteigerung: Mätzke erzielte nach einem sehenswerten Spielzug den 1:1-Ausgleich (28.). In der Folge entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel. Der Spielfluss ging auf beiden Seiten etwas verloren. Damit ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Pause.

Kurz nach Wiederbeginn schlug Aue dann aber erneut zu. Maciejewski nutzte einen Ballverlust der Gäste und brachte die Gastgeber mit seinem zweiten Treffer des Tages wieder in Führung (48.). Luckenwalde blieb anschließend im Spiel und hatte noch Chancen zum erneuten Ausgleich. Vor allem in der Schlussphase schnupperte der FSV am zweiten Treffer, verpasste diesen und damit das erneute Comeback (90.). Damit musste der FSV trotz einer insgesamt ordentlichen Vorstellung ohne Punkte die Heimreise antreten.

FC Carl Zeiss Jena – Hertha BSC II 3:0

Der FC Carl Zeiss Jena hat sich gegen Hertha BSC II souverän mit 3:0 durchgesetzt. Dabei fanden die Gäste aus der Hauptstadt zunächst besser in das Spiel gegen die durchaus favorisierten Hausherren. Erst scheiterte Ndi an Liesegang (23.), kurz darauf vergab Müller eine weitere Großchance (24.). Wie es in solchen Spielen häufig ist, schlägt dann urplötzlich der Gegner zu. So auch hier: Mit der ersten eigenen Gelegenheit brachte Lankford die Gastgeber nach Vorarbeit von Wollschläger mit 1:0 in Führung (29.). Kurz vor der Pause erhöhte Wollschläger per Handelfmeter auf 2:0 (39.).

Nach dem Seitenwechsel kontrollierte Jena das Geschehen weitgehend. Löder vergab zunächst noch eine gute Gelegenheit (58.), ehe er acht Minuten später für die Entscheidung sorgte. Nach Zuspiel von Lankford traf der Torjäger zum 3:0 (66.). Hertha fand kaum noch Mittel, um die Gastgeber ernsthaft unter Druck zu setzen. Schößler scheiterte an Liesegang, auch Canpolat konnte den Nachschuss nicht verwerten (85.). Am klaren Jenaer Heimsieg änderte sich nichts.

BSG Chemie Leipzig – FSV Zwickau 2:2

Chemie Leipzig hat gegen den FSV Zwickau nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt gerettet. Dabei waren die Gastgeber im ersten Durchgang eigentlich das gefährlichere Team, doch Zwickau zeigte sich äußerst effizient. Besong verwertete einen langen Ball zur Führung (16.). Kurz nach der halben Stunde erhöhte Harant nach Vorarbeit von Hannemann per Kopf auf 2:0 (32.). Leipzig ließ dagegen mehrere gute Chancen durch Wendt, Lisinski, Kratzer und Kühn liegen. Endstation war zumeist der starke FSV-Keeper Hiemann, der die Gäste mehrfach vor einem Gegentreffer bewahrte.

Auch nach der Pause drängte Chemie auf den Anschluss. Sanogo, Kühn und Lisinski scheiterten zunächst. Es dauerte bis in die Schlussphase, bis Wendt mit einer Flanke den Kopf von Kühn fand, der auf 1:2 verkürzte (79.). Nur sechs Minuten später kamen die Chemiker sogar noch zum Ausgleich. Nach einer Parade von Hiemann und einem Lattentreffer von Hoffmann war erneut Kühn zur Stelle, der den Ball zum 2:2 über die Linie bugsierte (85.). In der Schlussphase hatten beide Mannschaften noch Möglichkeiten auf den Siegtreffer, doch es blieb bei der Punkteteilung. Für Chemie war es nach dem späten Comeback vor allem ein Boost für die Moral.

Greifswalder FC – 1. FC Lokomotive Leipzig 3:3

Der 1. FC Lokomotive Leipzig musste sich nach einem intensiven Fight beim Greifswalder FC mit einem 3:3 begnügen. Trotz zweimaliger Führung ließen die Messestädter erneut Punkte liegen. Die Gäste starteten erwartet druckvoll und gingen durch Cevis, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und ins kurze Eck traf, früh in Führung (11.). Greifswald drehte die Partie anschließend binnen weniger Minuten: Erst glich Leipertz nach einer Freistoßhereingabe aus (14.), nur acht Minuten später brachte Seidemann die Hausherren nach Balleroberung von Leipertz mit 2:1 in Front (22.). Doch noch vor der Pause schlug Leipzig eindrucksvoll zurück. Siebeck stellte auf 2:2 (38.), Ziane brachte Lok nach Vorlage von Cevis wieder in Front (42.).

Kaum waren die Mannschaften zurück auf dem Platz, fiel bereits der nächste Treffer. Bokake vollendete einen Angriff über die rechte Seite zum 3:3 (46.). In der Folge hatte Leipzig deutlich mehr vom Spiel, agierte im Abschluss jedoch zu ungenau. Greifswald beschränkte sich zunehmend auf Konter und hatte Glück, dass Lok auch aus zahlreichen Standardsituationen kein Kapital schlagen konnte. In der Schlussphase hatten beide Teams noch Möglichkeiten auf den Sieg, doch Ziane, Adetula, Fodelcio und Heim vergaben. So blieb es beim 3:3 – für Leipzig angesichts der zweimaligen Führung erneut ein bitterer Punktverlust.