Der VfB Lübeck bezieht Stellung

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Nachdem es beim Heimspiel gegen den Hamburger SV II zu einer Massenschlägerei kam, hat der VfB Lübeck nun eine offizielle Stellungnahme abgegeben. In dieser erklären Ehrenrat, Aufsichtsrat und Vorstand unter anderem, man nehme die aktuellen Entwicklungen einzelner Gruppen innerhalb der Fanszene sehr ernst.

Der Verein ist aktuell noch dabei, die Vorfälle von vor einigen Wochen aufzuarbeiten, hat beim 2. Polizeirevier eine Strafanzeige gestellt und ruft Betroffene bzw. Angehörige dazu auf, bei der Aufklärung zu helfen.

Gleichzeitig ist sich der Verein, laut Statement, bewusst darüber, dass die Ereignisse dem VfB Lübeck Schaden zugefügt haben. Das Ganze entspräche nicht den Werten, für die der Verein steht.

Gewalt, extremistische Gesinnung, Rassismus, Einschüchterung und Diskriminierung seien nicht mit dem VfB vereinbar.

In Kürze steht das Stadtderby gegen den 1. FC Phönix Lübeck an. In diesem Zusammenhang appellieren die Verantwortlichen an alle Gruppen und bitten, den respektvollen Dialog zu suchen. Der Fokus solle auf der Unterstützung der Mannschaft und der gemeinsamen Leidenschaft liegen.

Zudem zieht der Verein Konsequenzen. Hierzu gehört unter anderem, dass das Contidorf und die überdachte Pappelkurve geschlossen bleiben. Zudem soll die Straße „An der Hansehalle“ auf der Höhe der Litfaßsäule gesperrt werden. Eine Durchfahrt während des Spieltages ist hier nicht möglich. So soll sichergestellt werden, dass die Gruppen nicht aufeinandertreffen. Gästefans nehmen in den Blöcken A1 und A2 Platz.

Saison-Akkreditierungen, die ausgestellt wurden, sind (zumindest bis auf Weiteres) für das komplette Stadion nicht mehr gültig. Es sind keine Fanfotografen und Fanordner auf den Tribünen oder im Innenraum erlaubt. Wer Stadionverbot hat, darf sich nicht zwischen dem Bereich der Hauptstraße „Bei der Lohmühle“ und dem P+R-Parkplatz aufhalten. Eventuelle Choreografien müssen im Voraus bei der Geschäftsstelle des VfB angemeldet werden. Es ist jedoch nicht möglich, mit dem Pkw zum jeweiligen Block zu fahren, um die Utensilien hierhin zu transportieren.