Kickers Offenbach bedient sich in Sandhausen: Robin Krauße verstärkt das Mittelfeld der Hessen

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Kickers Offenbach musste in der vergangenen Saison der Regionalliga Südwest lange um den Klassenerhalt zittern und offenbarte besonders in der Defensive immer wieder große Lücken. Um diese zu schließen und dem Ziel, sich mittelfristig wieder im Profifußball zu etablieren, näherzukommen, verstärkt der Traditionsklub sein Zentrum mit einem hochkarätigen Transfer: Robin Krauße wechselt vom Ligakonkurrenten SV Sandhausen an den Bieberer Berg. Der 32-Jährige bringt reichlich Routine aus über 100 Einsätzen in der 2. Bundesliga und nahezu 200 Spielen in der 3. Liga mit und soll die Schaltzentrale des OFC werden sowie für Stabilität und Struktur sorgen.

Defensive Baustelle beim OFC – Neuzugang Krauße als Hoffnungsträger

57 erzielte Treffer standen für Kickers Offenbach in der vergangenen Saison der Regionalliga Südwest am Ende zu Buche – offensiv war der Traditionsklub damit solide aufgestellt. Deutlich problematischer fiel jedoch die Gegentorbilanz aus: 58 Gegentreffer offenbarten immer wieder defensive Instabilitäten, die letztlich auch dazu beitrugen, dass der OFC lange um den Klassenerhalt zittern musste.

Genau an dieser Stellschraube dreht der Klub nun mit Neuzugang Robin Krauße. Der 32-jährige defensive Mittelfeldspieler kommt vom Ligakonkurrenten SV Sandhausen an den Bieberer Berg und bringt reichlich Erfahrung aus dem deutschen Profifußball mit. Ausgebildet wurde Krauße in den Nachwuchsleistungszentren des FC Carl Zeiss Jena und des FC Hansa Rostock, wo er auch den Sprung in den Profibereich schaffte. Es folgten Stationen beim FC Ingolstadt 04, dem SC Paderborn 07 sowie Eintracht Braunschweig.

Insgesamt kommt der zentrale Mittelfeldspieler auf rund 190 Einsätze in der 3. Liga und über 100 Spiele in der 2. Bundesliga. Beim OFC ist man überzeugt, dass Krauße durch seine beachtliche Vita das Team mit Blick auf die sportliche Entwicklung voranbringen kann. Sportchef Martin Pieckenhagen bezeichnete den defensiven Mittelfeldspieler als einen Akteur, der „Stabilität, Qualität und Profierfahrung“ mitbringe und als Führungsspieler vorangehen könne.

Sportlich passt der Transfer mit Blick auf die abgelaufene Spielzeit klar ins Anforderungsprofil. Denn die Stärke von Krauße liegt nicht in der ohnehin gut funktionierenden Offensive, sondern darin, die defensive Ordnung herzustellen, Passwege zuzulaufen und die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu verkleinern. Gerade in dieser Rolle könnte er für den OFC entscheidend werden – denn während die Offensive der Hessen bereits funktionierte, war es vor allem das Zentrum vor der Abwehr, das in der vergangenen Saison häufig wackelte.

Führungsspieler mit „Mentalität und Charakterstärke“

„Mit Robin Krauße verpflichten wir einen Spieler für das defensive zentrale Mittelfeld, der aufgrund seiner Art, Fußball zu spielen, aber auch Fußball zu arbeiten, bestens zum OFC passt“, erklärt Sportchef Martin Pieckenhagen. Besonders hebt er hervor, dass der Neuzugang die Regionalliga Südwest bereits aus seiner Zeit beim SV Sandhausen kenne und „uns aufgrund seiner Mentalität und seiner Charakterstärke in der kommenden Saison eine Stütze sein wird“.

Auch der 32-Jährige selbst musste nicht lange von einem Wechsel an den Bieberer Berg überzeugt werden. „Als der Anruf von Martin Pieckenhagen kam und die Gespräche sowohl mit ihm als auch mit dem Trainer die Visionen und Vorstellungen klar aufgezeigt haben, war ich direkt überzeugt, hier mit anpacken und helfen zu wollen“, so Krauße. Der zentrale Mittelfeldspieler sieht im OFC einen „großen Verein, einen schlafenden Riesen, der auf lange Sicht definitiv nicht in die Regionalliga gehört“.

Pünktlich zum Start der Sommervorbereitung stößt der Routinier nun zur Mannschaft und soll dabei helfen, die nächsten Schritte in der Entwicklung einzuleiten. Der Sommerfahrplan des OFC ist dabei eng getaktet: Zwischen dem 24. und 26. Juni steht ein Teambuilding-Camp auf dem Programm, bevor am 29. Juni um 17:30 Uhr das erste öffentliche Training auf dem Trainingsplatz hinter dem Stadion am Bieberer Berg stattfindet. Für Fans bietet sich damit früh die Gelegenheit, die neu formierte Mannschaft und ihren prominenten Neuzugang erstmals aus nächster Nähe zu erleben.