Regionalliga Nord: Vorschau zum 8. Spieltag

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Die Regionalliga Nord hat einen neuen Spitzenreiter: Der SC Weiche Flensburg 08 nutzte den Patzer des VfB Oldenburg gnadenlos aus und stürmte beim HSC Hannover auf Platz eins. Am 8. Spieltag geht es für den neuen Tabellenführer zu Hause gegen den Hamburger SV II. Hinter Flensburg bleiben Oldenburg und der FSV Schöningen im Rennen um die Meisterschaft. Aber auch Hannover 96 II ist noch immer in Reichweite. Für die 96-Reserve geht es jetzt zum Topspiel zum VfB Oldenburg. Interessant wird auch das Duell zwischen Kickers Emden und dem SSV Jeddeloh II. Zwar spielen beide Teams in der Tabelle nicht die ganz große Rolle, jedoch kommt es zum Wiedersehen zwischen Kickers-Coach Björn Lindemann und seinem Ex-Klub. Der Spieltag liefert also wieder großes Potenzial für die ganz große Dramatik.

Freitag, 11.09., 18:30 Uhr

VfB Oldenburg – Hannover 96 II

Der VfB Oldenburg bekommt gegen Hannover 96 II die Gelegenheit, den jüngsten Rückschlag abzuhaken. Ausgerechnet im Spitzenspiel gegen Schöningen kassierte der bisherige Tabellenführer seine erste Niederlage. Dabei war Oldenburg über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, scheiterte jedoch immer wieder am überragenden FSV-Schlussmann Kick. Nun wartet mit Hannover 96 II ein Gegner, der zuletzt selbst für reichlich Spektakel sorgte, aber ebenfalls ohne Punkte blieb. Mit nur zwei Punkten Rückstand auf den VfB ist für die Reserve von Hannover 96 auch im Rennen um die Meisterschaft noch längst nicht alles verloren. Eine Niederlage in Oldenburg würde die Zweitvertretung jedoch weit zurückwerfen. Gleiches gilt allerdings auch für die Heim-Elf, die mit einem Punktverlust gegen Hannover womöglich etwas den Anschluss an die Spitzengruppe verlieren könnte. Schon allein die Tabellensituation sorgt in Oldenburg für reichlich Spannung.

Freitag, 11.09., 19:00 Uhr

SC Weiche Flensburg 08 – Hamburger SV II

Sechs Tore erzielt, die Tabellenführung gewonnen und eine Halbzeit abgeliefert, in der der SC Weiche Flensburg 08 den Gegner förmlich überrollte. So lässt sich der letzte Auftritt des neuen Spitzenreiters zusammenfassen. Wenig verwunderlich, dass bei dem Ergebnis vor allem die Offensive der Flensburger brillierte. Jetzt wartet mit dem HSV II allerdings eine Mannschaft, die zuletzt selbst erfolgreich war. Die Hamburger setzten sich in Jeddeloh mit 3:1 durch und zeigten dabei vor allem nach dem Seitenwechsel ihre Effizienz. Für Flensburg ist die Partie damit gleich die nächste Standortbestimmung: Kann der neue Spitzenreiter den Schwung mitnehmen, oder gelingt es der jungen HSV-Mannschaft, die Flensburger auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen?

Freitag, 11.09., 19:30 Uhr

Atlas Delmenhorst – SV Drochtersen/Assel

Der letzte Spieltag dürfte bei Atlas Delmenhorst in guter Erinnerung bleiben. Atlas lieferte beim 5:2 gegen Todesfelde ein offensives Spektakel ab und zeigte große Resilienz nach Rückständen. Doch mit Drochtersen/Assel kommt nun ein Gegner, der selbst mit einer eindrucksvollen Tormaschine auf sich aufmerksam gemacht hat. Der SVDA fertigte Eimsbüttel mit 7:1 ab und erzielte nach der Pause gleich fünf Treffer. Das Aufeinandertreffen ist zugleich eine Begegnung zweier Tabellennachbarn. Der letztjährige Vizemeister der Regionalliga Nord steht nur einen Punkt vor dem Aufsteiger, der nach wie vor eine beeindruckende Leistung in der neuen Spielklasse zeigt. Kann sich der Underdog auch gegen den SV Drochtersen/Assel behaupten und sich weiter Respekt verschaffen, oder schöpft der Favorit aus dem letzten Spieltag den Schwung, den es benötigt, um in die Spitzengruppe der Liga vorzudringen?

Samstag, 12.09., 14:00 Uhr

Eimsbütteler TV – 1. FC Phönix Lübeck

Eimsbütteler TV gegen den 1. FC Phönix Lübeck – ein Duell der Gegensätze. Für Eimsbüttel geht es nach zwei herben Niederlagen vor allem darum, wieder defensive Stabilität zu finden. Sieben Gegentore gegen Oldenburg, anschließend sieben weitere gegen Drochtersen/Assel – defensiv hat der Aufsteiger zuletzt seine Grenzen aufgezeigt bekommen. So wird es auch mit einer durchaus beachtlichen Offensive schwierig, die Liga zu halten. Von akuter Abstiegsgefahr sind die Hamburger jedoch noch ein Stück entfernt. Mit Phönix Lübeck wartet nun ein Gegner, der genau das Gegenteil verkörpert: Die Adlerträger überzeugen in dieser Spielzeit durch eine enorm starke Defensive. Mit erst vier Gegentreffern stellt Phönix die beste Abwehr der Liga und kommt mit zwei Siegen ohne Gegentor mit großem Selbstvertrauen zum Aufsteiger. Kann sich der ETV gegen den 1. FC Phönix Lübeck defensiv stabilisieren und zugleich Lücken in der Gästedefensive finden?

VfB Lübeck – HSC Hannover

Der VfB Lübeck wartet weiter auf den ersten Saisonsieg – und trotzdem gibt es Anlass für vorsichtigen Optimismus. Beim 1:1 in Norderstedt zeigte die Mannschaft eine deutlich verbesserte Vorstellung und hätte angesichts der eigenen Möglichkeiten sogar drei Punkte mitnehmen können. Besonders im ersten Durchgang erspielte sich Lübeck mehrere gute Chancen, hatte jedoch mit der Effizienz zu kämpfen. Nun soll gegen den HSC Hannover endlich der Knoten platzen. Die Gäste kommen nach einem heftigen 1:6 gegen Flensburg mit einer empfindlichen Niederlage im Gepäck. Gerade die zweite Halbzeit dürfte den Gästen noch in den Köpfen sein. Lübeck könnte deshalb versuchen, von Beginn an Druck aufzubauen und die mögliche Unsicherheit des HSC auszunutzen. Fährt der VfB vor heimischem Publikum den ersten Dreier ein?

Werder Bremen II – FSV Schöningen

Der FSV Schöningen ist eines der Teams, das am vergangenen Spieltag für Aufsehen gesorgt hat. Mit dem 1:0 gegen Oldenburg stürzte der FSV den bisherigen Spitzenreiter und zeigte dabei, dass sie auch gegen spielerisch starke Mannschaften durch kompaktes Verteidigen zum Erfolg kommen können. Dabei konnten sie sich jedoch auch bei Torhüter Kick bedanken, der einen Sahnetag erwischte und dem FSV mit starken Paraden den Sieg rettete. In Bremen dürfte es jedoch ein anderes Spiel werden. Gegen Werder Bremen II dürfte der FSV das Spiel mit viel Ballbesitz bestimmen. Die Werder-Reserve, die gegen Phönix Lübeck kaum Lösungen in der Offensive gefunden hat, dürfte auf Umschaltspiel setzen. Findet Werder so zu seiner Torgefahr zurück, oder reitet Schöningen auf der Erfolgswelle weiter?

Samstag, 12.09., 18:00 Uhr

Kickers Emden – SSV Jeddeloh II

Kickers Emden empfängt den SSV Jeddeloh II. Der Tabellenneunte trifft auf den Tabellenvorletzten – eigentlich nichts Besonderes und dennoch schreibt dieses Spiel seine ganz eigene Geschichte: Björn Lindemann trifft erstmals als Trainer von Kickers Emden auf seinen Ex-Klub SSV Jeddeloh II. Für den Emder Coach dürfte das Wiedersehen allerdings schnell in den Hintergrund rücken. Seine Mannschaft kann durchaus positiv in das Spiel gegen den SSV gehen, denn nach einer turbulenten Schlussphase mit einem späten Doppelschlag sicherten sich die Kickers drei wichtige Zähler beim Bremer SV. Jeddeloh befindet sich dagegen weiter auf dem absteigenden Ast. Beim 1:3 gegen den HSV II zeigte die Mannschaft zwar zunächst mutiges Offensivspiel und ging sogar in Führung, verlor nach dem Seitenwechsel aber den Zugriff. Für Lindemann und Emden ist das Duell deshalb eine gute Gelegenheit, den Aufwärtstrend fortzusetzen. Findet Jeddeloh II ausgerechnet gegen den Ex-Coach zur alten Stärke zurück?

Sonntag, 13.09., 14:00 Uhr

FC St. Pauli II – Eintracht Norderstedt

St. Pauli II wird sich nach der knappen 2:3-Niederlage in Hannover vor allem über die eigene Anfangsphase ärgern. Schläfrig und mit dem Kopf noch nicht so richtig auf dem Platz, kassierten die Kiezkicker in den ersten zehn Minuten zwei Gegentore. Zwar kämpfte sich die Mannschaft noch vor der Pause zurück und glich aus, am Ende fehlte aber der letzte Schritt zum Punktgewinn. Gegen Eintracht Norderstedt soll die Intensität nun vom Anpfiff weg stimmen. Norderstedt hat derweil mit dem 1:1 gegen Lübeck einen Punkt geholt, dürfte mit dem Ergebnis aber nicht vollkommen zufrieden gewesen sein. Nach dem Rückstand kam die Eintracht besser ins Spiel und drängte in der zweiten Hälfte auf den Sieg, konnte sich für die Leistungssteigerung aber nicht belohnen. Alles in allem steht in Hamburg ein Duell auf Augenhöhe an, das durch Kleinigkeiten in die eine oder andere Richtung kippen kann.

SV Todesfelde – Bremer SV

Todesfelde muss die jüngste 2:5-Niederlage in Delmenhorst schnell aus den Köpfen bekommen. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 verlor der SVT für kurze Zeit den Zugriff und kassierte innerhalb weniger Minuten drei Gegentreffer. Immerhin zeigte Todesfelde noch einmal Moral und konnte verkürzen, doch am Ende stand dennoch eine deutliche Klatsche. Gegen den Bremer SV soll jetzt eine passende Reaktion folgen. Aber auch der Bremer SV geht nicht gerade mit Rückenwind in das Duell. Gegen Emden hatte Bremen den Sieg lange in der Hand, kassierte dann aber ebenfalls in einer schwachen Phase innerhalb von neun Minuten drei Gegentore und musste sich trotz späten Anschlusstreffers geschlagen geben. Beide Mannschaften stehen damit vor einer ähnlichen Aufgabe: die Konzentration über die volle Spielzeit hochzuhalten. Wem dies im direkten Duell gelingt, könnte den Platz als Sieger verlassen.