Regionalliga Nordost: Vorschau zum 31. Spieltag

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Der 31. Spieltag der Regionalliga Nordost steht an und die Teams liefern jede Menge Spannung im Aufstiegsrennen und großes Drama im Tabellenkeller. Tabellenführer 1. FC Lok Leipzig will nach einem kleinen Formtief zum Ende der Saison mit einem Sieg wieder etwas Ruhe ins Meisterschaftsrennen bringen, während der FC Carl Zeiss Jena als erster Verfolger auf Patzer lauert. Aber auch der Hallesche FC und Rot-Weiß Erfurt sind noch nicht ganz aus dem Rennen. Am anderen Ende der Tabelle will die BSG Chemie Leipzig gegen Schlusslicht Hertha Zehlendorf Big Points landen. Doch auch der ZFC Meuselwitz ist gegen den wechselhaften Chemnitzer FC nicht chancenlos. Es bleibt spannend!

Freitag, 24.04., 19:00 Uhr

Greifswalder FC – VSG Altglienicke

Der Greifswalder FC empfängt zum Auftakt des 31. Spieltags der Regionalliga Nordost die VSG Altglienicke. Greifswald steckt weiterhin tief im Tabellenkeller der Regionalliga Nordost fest und braucht dringend einen Dreier, um an der wiedererstarkten BSG Chemie Leipzig dranzubleiben. Die Mannschaft zeigt zuletzt zwar eine gewisse Stabilität und Einsatzbereitschaft, doch die fehlende Konsequenz in den entscheidenden Momenten kostete regelmäßig Punkte – so auch gegen den FC Carl Zeiss Jena am vergangenen Wochenende. Altglienicke reist dagegen mit viel Rückenwind an. Der klare 5:1-Erfolg aus der Vorwoche unterstrich erneut, wie viel Durchschlagskraft im Offensivspiel der VSG steckt. Für die Hausherren wird es daher vor allem darum gehen, kompakt zu stehen, die Räume eng zu halten und die spielstarken Gäste nicht in ihr sicheres Passspiel kommen zu lassen.

BFC Dynamo – 1. FC Lok Leipzig

Für den Tabellenführer geht es zu einem Geduldsspiel beim BFC Dynamo. Das 0:0 gegen Halle war bereits ein kleiner Warnschuss im Aufstiegsrennen, da Verfolger wie Jena weiter konstant punkten und den Druck erhöhen konnten. Genau deshalb zählt für Lok Leipzig jetzt jeder Zähler doppelt. Sportlich geht es zum BFC Dynamo – ein Gegner, der sich in solchen Spielen in seiner Rolle als Underdog extrem wohlfühlt und immer für eine Überraschung gut ist. Der BFC wird tief und kompakt stehen, auf Umschaltmomente lauern und versuchen, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Für den Spitzenreiter bedeutet das viel Geduld, besonders im letzten Drittel. Lok Leipzig bleibt zwar die stabilste Mannschaft der Liga, doch gerade in engen Partien zeigte sich in den letzten Wochen ein Problem: die letzte Konsequenz im Abschluss fehlt. Das könnte nicht nur gegen den BFC, sondern im gesamten Aufstiegsrennen ein entscheidender Faktor werden.

Samstag, 25.04., 14:00 Uhr

Rot-Weiß Erfurt – FC Eilenburg

Rot-Weiß Erfurt mischt weiter in der Spitzengruppe mit, darf sich aber keinen Patzer mehr leisten, wenn der Anschluss nach ganz oben nicht abreißen soll. Nun kommt mit dem FC Eilenburg ein Kellerkind. Zwar sammelte Eilenburg in den letzten Spielen Punkt für Punkt, doch für den großen Wurf reichte es bislang nicht. Ein Dreier ist nötig, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu halten. Ob dieser jedoch ausgerechnet gegen ein Topteam der Liga gelingt, ist fraglich. Fakt ist: Für die Gäste geht es nur über eine kompakte Defensivleistung. Da auch RWE noch nicht komplett aus dem Titelrennen ist, werden die Gastgeber das Spiel nicht herschenken und voll auf Sieg spielen.

BSG Chemie Leipzig – Hertha Zehlendorf

Drei Siege in Serie haben die Stimmung bei der BSG Chemie Leipzig spürbar gehoben und plötzlich wirkt der Klassenerhalt nicht mehr wie ein ferner Traum, sondern ist wieder greifbar. Die Hausherren treten mit neuer Energie auf und sind derzeit sehr unangenehm zu bespielen. Die Gäste hingegen sind abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und mussten sich trotz ordentlicher Leistung am 30. Spieltag gegen den Chemnitzer FC geschlagen geben. Auch in Leipzig dürfte es für das Schlusslicht schwierig werden, denn Chemie Leipzig fand rechtzeitig zum Saisonfinale in Form und gehört zu den formstärksten Teams im unteren Tabellendrittel.

Sonntag, 26.04., 14:00 Uhr

Hallescher FC – Hertha BSC II

Der Hallesche FC bleibt im Aufstiegsrennen voll im Geschäft, auch wenn das 0:0 gegen Lok Leipzig sich eher wie eine Niederlage anfühlte. Dennoch sind die Hausherren durch den Punktgewinn weiter in Schlagdistanz. Am 31. Spieltag kommt nun Hertha BSC II, die eine überraschende Niederlage gegen die BSG Chemie Leipzig hinnehmen mussten. Im Heimspiel des HFC soll früh der Ton angegeben und die Weichen auf Sieg gestellt werden. Doch anders als das Ergebnis gegen Leipzig vermuten lässt, ist die Hertha-Reserve auch für Top-Teams ein unangenehmer Gegner – das zeigte bereits der knappe 1:0-Hinrundensieg am 14. Spieltag.

Chemnitzer FC – ZFC Meuselwitz

Der Chemnitzer FC spielt eine grundsolide Saison, aber mehr auch nicht. Gegen den ZFC Meuselwitz will sich der CFC wieder von der besseren Seite zeigen, nachdem man sich beim knappen 2:1-Sieg gegen Schlusslicht Zehlendorf nicht mit Ruhm bekleckerte. Im heimischen Stadion wirken die Chemnitzer jedoch gefestigter – nur drei Niederlagen gab es vor den eigenen Fans. Mit Meuselwitz kommt ein Abstiegskandidat, der nur knapp über dem Strich steht. Für die Gäste geht es darum, das 0:3 gegen Erfurt aufzuarbeiten und wieder in die Erfolgsspur zu finden.

BFC Preussen – SV Babelsberg 03

Beide Teams gehen mit zuletzt zwei Niederlagen in Serie in den 31. Spieltag. Besonders der SV Babelsberg steht unter Druck, da das Polster auf die Abstiegsränge nur vier Punkte beträgt. Der BFC Preussen bewegt sich dagegen stabil in der oberen Tabellenhälfte und kann entsprechend frei aufspielen. Zwar ist die Situation für die Gastgeber komfortabler, allerdings zeigte der BFC immer wieder Leistungsschwankungen. Können die Babelsberger daraus Kapital schlagen oder zeigen die Berliner, dass sie zurecht im einstelligen Tabellenbereich stehen?

1. FC Magdeburg II – FC Carl Zeiss Jena

Der FC Carl Zeiss Jena bleibt der hartnäckigste Verfolger von Spitzenreiter 1. FC Lok Leipzig und verkürzte mit einem knappen Sieg gegen den Greifswalder FC den Rückstand auf nur noch zwei Punkte. Im Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg II trifft der FCC nun auf einen Gegner, der am vergangenen Spieltag unter die Räder kam, jedoch mit viel Kampfgeist auftreten dürfte. Die Magdeburger spielen eine solide Saison und sind schwer auszurechnen. Finden sie zu ihrer Spielfreude zurück, könnte es für Jena schwierig werden – dennoch ist die Marschroute klar: drei weitere Punkte im Aufstiegsrennen.

FSV Luckenwalde – FSV Zwickau

Der FSV Zwickau reist zum FSV Luckenwalde – ein Spiel, in dem es nicht mehr viel zu verlieren gibt. Während Zwickau weiterhin zur Spitzengruppe gehört, ist der Abstand nach ganz oben zu groß, um noch ernsthaft in den Meisterkampf einzugreifen. Die Hausherren stehen souverän im Mittelfeld und können mit einem Sieg den Klassenerhalt endgültig sichern. In einem Spiel ohne großen Druck können beide Teams frei aufspielen und den Zuschauern eine interessante Partie liefern.