Regionalliga Nordost: Zusammenfassung des 3. Spieltags

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Die erste englische Woche der neuen Saison ist absolviert und bot einige torreiche Spiele. Eindrucksvoll stellte der Chemnitzer FC seine derzeitige Form im schweren Spiel gegen den FSV Zwickau unter Beweis und sicherte sich mit dem klaren Erfolg die Tabellenführung weiter ab. Dahinter feierten der FC Carl Zeiss Jena und der Hallesche FC wichtige Erfolgserlebnisse. Ein Erfolgserlebnis hätte auch Tasmania Berlin beim Rot-Weiß Erfurt dringend nötig gehabt, stattdessen wurden sie mit einem halben Dutzend Gegentoren im Gepäck nach Hause geschickt. Dramatisch verlief die Partie in Babelsberg, wo die VSG Altglienicke mit zwei Treffern in der Nachspielzeit noch ein 0:2 aufholte.

Hertha BSC II – Greifswalder FC 1:4

Der Greifswalder FC setzte am 3. Spieltag der Regionalliga Nordost ein deutliches Ausrufezeichen und feierte bei Hertha BSC II dank einer effizienten Chancenverwertung einen verdienten 4:1-Auswärtssieg. Damit blieben die Gäste auch im dritten Spiel ungeschlagen. Greifswald übernahm früh die Kontrolle und belohnte sich Mitte der ersten Halbzeit mit einem Doppelschlag. Heim brachte die Gäste in der 22. Minute in Führung, ehe Seidemann nur fünf Minuten später auf 2:0 erhöhte (27.). Kurz vor der Pause meldete sich Hertha II noch einmal zurück und verkürzte durch Ndi auf 1:2 (40.).

Nach der Pause zeigte sich der GFC davon jedoch unbeeindruckt. Nach zwanzig Minuten im zweiten Abschnitt stellte Walchhütter den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her und sorgte damit für die Vorentscheidung (65.). In der Schlussphase machte Kroll-Thiel mit seinem dritten Saisontor den 4:1-Endstand perfekt (86.). Dank eines abgeklärten Auftritts nahm Greifswald verdient drei Punkte aus Berlin mit.

SV Babelsberg 03 – VSG Altglienicke 2:2

Die VSG Altglienicke hat beim SV Babelsberg 03 die erste Niederlage der Saison in letzter Sekunde noch abgewendet. Dank zweier Treffer in der Nachspielzeit retteten die Berliner beim 2:2 einen wichtigen Punkt. Die erste Halbzeit verlief lange ereignisarm. Erst kurz vor dem Pausenpfiff schlug Babelsberg erstmals zu. Ogbidi brachte die Gastgeber mit dem 1:0 in Führung (45.) und sorgte damit für den einzigen Höhepunkt vor der Pause.

Die zweite Hälfte startete schwungvoller, und die Hausherren blieben das aktivere Team. Nach sieben Minuten baute der SV Babelsberg den Vorsprung durch Kalckreuth auf 2:0 aus (52.). In der Folge verteidigten die Filmstädter ihre Führung souverän und standen bereits kurz vor dem Heimsieg. Doch tief in der Nachspielzeit schlug Altglienicke eiskalt zu. Erst verkürzte Salinger auf 1:2 (90.+5), ehe Sylla nur eine Minute später den ganz späten 2:2-Ausgleich erzielte (90.+6). Damit sicherte sich die VSG noch einen Punkt und zeigte die viel zitierte Mentalität, während Babelsberg mit einer gefühlten Niederlage in die englische Woche startet.

FC Carl Zeiss Jena – RSV Eintracht 4:0

Der FC Carl Zeiss Jena hat am dritten Spieltag der Regionalliga Nordost den ersten überzeugenden Saisonsieg gefeiert. Gegen Aufsteiger RSV Eintracht Stahnsdorf dominierten die Thüringer die Partie von Beginn an und gewannen auch in der Höhe verdient mit 4:0. Jena legte furios los und setzte die Gäste früh unter Druck. Nach ersten Chancen von Löder und Munser brachte der 18-jährige Munser die Gastgeber in der 10. Minute in Führung. Noch vor der Pause erhöhte der Youngster nach einem schweren Abwehrfehler auf 2:0 (29.) und hätte beinahe sogar seinen dritten Treffer erzielt. Stahnsdorf kam erst kurz vor der Halbzeit zu ersten gefährlichen Abschlüssen, blieb jedoch ohne Erfolg.

Direkt nach dem Seitenwechsel sorgte Lankford mit einem sehenswerten Freistoßtreffer zum 3:0 früh für die Vorentscheidung (47.). Jena kontrollierte die Begegnung anschließend souverän und ließ den Aufsteiger kaum noch zur Entfaltung kommen. Werner stellte mit einem Distanzschuss den 4:0-Endstand her und besiegelte den hochverdienten Heimsieg der Thüringer (69.). Mit dem zweiten Sieg klettert der FCC in der Tabelle etwas nach oben.

Chemnitzer FC – FSV Zwickau 3:1

Beeindruckend! Der Chemnitzer FC bleibt in der Regionalliga Nordost das Maß der Dinge. Im Sachsen-Derby gegen den FSV Zwickau feierten die Himmelblauen einen hochverdienten 3:1-Heimsieg und stehen nach drei Spieltagen mit der optimalen Ausbeute von neun Punkten an der Tabellenspitze. Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Kontrolle und gingen nach einer starken Einzelaktion von Alberico verdient mit 1:0 in Führung (11.). Chemnitz blieb auch in der Folge spielbestimmend und erspielte sich weitere Chancen, doch Grimaldi, Baumgart und Stockinger ließen zunächst gute Möglichkeiten ungenutzt. Kurz vor der Pause erhöhte Marx nach einer Ecke auf 2:0 (44.). Die Gäste hatten es vor allem Torhüter Hiemann zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch deutlicher ausfiel.

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte der CFC das Geschehen. Die Gäste fanden offensiv kaum Lösungen, während Chemnitz weiter gefährlich blieb. Joker Vogt sorgte schließlich mit seinem Treffer zum 3:0 für die Vorentscheidung (63.). In der Schlussphase nahmen die Gastgeber etwas Tempo heraus und kassierten in der Nachspielzeit durch Möbius noch den Ehrentreffer zum 1:3-Endstand. Am souveränen Derbyerfolg der Chemnitzer änderte das jedoch nichts. Der CFC bleibt mit drei Siegen aus drei Spielen und einem Torverhältnis von 10:1 Tabellenführer der Regionalliga Nordost.

1. FC Magdeburg II – FSV Luckenwalde 0:1

Der FSV 63 Luckenwalde hat am 3. Spieltag der Regionalliga Nordost einen hart erkämpften 1:0-Auswärtssieg beim 1. FC Magdeburg II gefeiert. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie entschied ein Treffer von Pilger kurz nach der Pause die Begegnung zugunsten der Gäste, die den Vorsprung anschließend mit großem Einsatz verteidigten. Im ersten Durchgang entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit ausgeglichenen Spielanteilen. Beide Mannschaften kamen zu vereinzelten Möglichkeiten, wobei Luckenwalde kurz vor der Pause durch Kaus und Schneider der Führung am nächsten kam. Beide Abschlüsse wurden jedoch stark pariert, sodass es torlos in die Kabinen ging.

Kurz nach der Pause setzte Luckenwalde den entscheidenden Nadelstich. Drei Minuten waren absolviert, da schloss Pilger einen Konter erfolgreich ab und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung (48.). In der Folge übernahm Magdeburg II die Kontrolle und drängte mit aller Macht auf den Ausgleich. Die Gastgeber erspielten sich zahlreiche Standardsituationen und setzten die Luckenwalder Defensive dauerhaft unter Druck. Der FSV stemmte sich jedoch mit großer Leidenschaft gegen die Angriffe, verteidigte den knappen Vorsprung konsequent und brachte den Auswärtssieg über die Zeit. Damit sicherte sich Luckenwalde drei wichtige Punkte in einer intensiv geführten Begegnung.

BFC Preussen – 1. FC Lokomotive Leipzig 1:2

Der 1. FC Lok Leipzig hat am 3. Spieltag der Regionalliga Nordost einen 2:1-Auswärtssieg beim BFC Preussen eingefahren. Nach einer effizienten ersten Halbzeit geriet der Meister nach dem Seitenwechsel zwar kurzzeitig ins Wanken, brachte den knappen Vorsprung am Ende aber über die Zeit und feierte den zweiten Saisonsieg. Die Gastgeber begannen energisch und erspielten sich die ersten Möglichkeiten. Wosz verzog nach einer Viertelstunde nach einer Einzelaktion (15.), wenig später köpfte Frank freistehend am Tor vorbei (21.), ehe Fontein das Ziel knapp verfehlte (23.). Die ausgelassenen Chancen rächten sich wenig später: Siebeck flankte von der linken Seite unbedrängt in den Strafraum, wo Bornschein goldrichtig stand und per Kopf zur 1:0-Führung für Lok Leipzig traf (26.). Bis zur Pause kontrollierten die Gäste das Geschehen und hätten ihren Vorsprung bei konsequenterer Chancenverwertung sogar noch ausbauen können.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der BFC Preussen den Druck und kam nach einem Patzer von Lok-Keeper Naumann zum Ausgleich. Ein harmloser Kopfball von Häusl rutschte dem Schlussmann durch die Beine zum 1:1 (54.). Die Antwort der Leipziger ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nur zwei Minuten später nickte Adetula völlig frei am langen Pfosten zur erneuten Führung ein (56.). In der Schlussphase drängten die Berliner mit aller Macht auf den Ausgleich. Häusl scheiterte diesmal mit einem weiteren Kopfball an Naumann, der seinen Fehler mit einer starken Parade wiedergutmachte (75.). Während der BFC Preussen immer mehr riskierte, boten sich Lok Leipzig Konterräume. Die Gäste verpassten jedoch die endgültige Entscheidung, sodass es bis zum Schlusspfiff spannend blieb. Am Ende verteidigte der Meister den knappen Vorsprung erfolgreich und nahm drei wichtige Auswärtspunkte mit.

BSG Chemie Leipzig – Hallescher FC 0:1

Das hatte sich der Hallesche FC einfacher vorgestellt. Im Auswärtsspiel bei der BSG Chemie Leipzig mühten sich die Gäste lange ab, ehe ein Treffer in der Nachspielzeit die Begegnung entschied. Während Halle den späten Dreier bejubelte, wartet Chemie Leipzig nach der dritten Niederlage in Folge weiter auf die ersten Punkte der Saison. Beide Mannschaften lieferten sich im ersten Durchgang ein zerfahrenes Duell mit vielen Zweikämpfen und wenigen Höhepunkten. Das Spielgeschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, sodass klare Torchancen auf beiden Seiten Mangelware blieben und es folgerichtig torlos in die Halbzeit ging.

Mit Wiederanpfiff agierten die Gäste dann engagierter und kamen häufiger in die gegnerische Hälfte. Wirklich gefährlich wurden sie zunächst jedoch nicht. Die größte Möglichkeit vergab Kulke, dessen Distanzschuss Bergmann stark zur Ecke parierte (83.). Chemie Leipzig blieb offensiv erneut harmlos und konnte in der Schlussphase kaum für Entlastung sorgen. Tief in der Nachspielzeit fiel dann doch noch die Entscheidung. Nach einer zu kurz abgewehrten Hereingabe fasste sich Stierlin ein Herz und jagte den Ball sehenswert in den Winkel (90.+3). Der späte Treffer bescherte dem Halleschen FC den ersten Saisonsieg, während die BSG Chemie Leipzig nach drei Spieltagen weiterhin ohne Punkte und eigenes Tor dasteht.

Rot-Weiß Erfurt – Tasmania Berlin 6:0

Rot-Weiß Erfurt überrollt Tasmania Berlin! Die Hausherren fuhren einen ungefährdeten 6:0-Erfolg ein und verschärfen die frühe Krise der Berliner. RWE dominierte die Partie nach Belieben und tankte vor dem Thüringenderby beim FC Carl Zeiss Jena reichlich Selbstvertrauen. Auch wenn die Gastgeber von Beginn an den Ton angaben, mussten sie Geduld gegen tief stehende Berliner beweisen. Nach zahlreichen Ballstafetten und ersten Annäherungen fiel der verdiente Führungstreffer erst nach einer halben Stunde, als Dreca eine Flanke von der rechten Seite zum 1:0 einköpfte (31.). Nur drei Minuten später erhöhte Assibey-Mensah mit einem sehenswerten Distanzschuss in den Winkel auf 2:0 (34.). Kurz vor der Pause sorgte Felßberg nach einem langen Einwurf aus kurzer Distanz für den 3:0-Halbzeitstand (45.+2).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Erfurt klar überlegen. Für Tasmania, das stellenweise völlig überfordert war, wurde die Auswärtsfahrt noch schwieriger, nachdem Torhüter Mika nach einer Notbremse gegen Assibey-Mensah die Rote Karte sah (56.). Die Überzahl nutzten die Gastgeber konsequent aus. Nur neun Minuten nach dem Platzverweis war Ikene mit dem Kopf zur Stelle und erhöhte auf 4:0 (65.). Wie groß die Lufthoheit der Hausherren war, zeigte der eingewechselte Forkel, der nach einem weiteren langen Einwurf ebenfalls per Kopf das 5:0 erzielte (82.). Den Schlusspunkt setzte Fehler in der Nachspielzeit. Nach einem Konter vollendete er mit dem Außenrist zum 6:0-Endstand (90.+2). Mit dem überzeugenden Kantersieg reist Rot-Weiß Erfurt mit viel Selbstvertrauen zum mit Spannung erwarteten Thüringenderby gegen den FC Carl Zeiss Jena.

Erzgebirge Aue – BFC Dynamo 3:2

Der FC Erzgebirge Aue hat am dritten Spieltag der Regionalliga Nordost den ersten Liga-Heimsieg im Kalenderjahr 2026 gefeiert. Gegen den BFC Dynamo setzten sich die Veilchen in einem umkämpften Traditionsduell vor 10.265 Zuschauern mit 3:2 durch und belohnten sich spät für ihre spielerische Überlegenheit.

Aue übernahm von Beginn an die Kontrolle über das Spielgeschehen und drängte den BFC tief in die eigene Hälfte. Die erste große Chance hatten die Hausherren nach einem Fehler der Berliner, doch Lihsek verpasste die Führung, scheinbar von der großen Chance überrascht (7.). In der 20. Minute sorgte Angleberger dann für ein Highlight: Der Mittelfeldspieler erkannte, dass BFC-Keeper Hainke weit vor seinem Tor stand, und traf mit einem Schuss aus der eigenen Hälfte zum sehenswerten 1:0. Die Führung hielt jedoch nicht lange, denn Bölke glich nach einer starken Kombination und einem Lupfer über Uhlig nur vier Minuten später aus (24.). Am Spielverlauf sollte das jedoch wenig verändern, denn die Veilchen blieben das aktivere Team und gingen kurz vor der Pause erneut in Führung. Nach starker Vorarbeit von Bär vollendete Queisser einen schnellen Angriff aus halblinker Position eiskalt zur 2:1-Führung (45.).

In der zweiten Halbzeit zeigte der BFC ein anderes Gesicht und lief Aue mutiger an. Dieses Pressing wurde schnell belohnt: Dadashov traf nach einer Flanke aus kurzer Distanz zum erneuten Ausgleich (54.). In der Schlussphase entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Fritzsche verpasste zunächst die große Möglichkeit zur Berliner Führung (82.), ehe Maciejewski in der Schlussminute für die Entscheidung sorgte. Nach einer unzureichenden Klärungsaktion im BFC-Strafraum traf er flach ins rechte Eck und ließ das Erzgebirgsstadion jubeln (90.). Mit dem späten 3:2-Erfolg feiert Aue den ersten Heimsieg der neuen Saison und bleibt nach drei Spielen mit sieben Punkten ungeschlagen.