VfR Mannheim feilt am Kader für die Regionalliga Südwest: Viel Erfahrung für den Klassenerhalt

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Der VfR Mannheim kehrt erstmals seit über zwei Jahrzehnten zurück auf die Bühne der Viertklassigkeit. Der Traditionsverein aus der Quadratestadt hat mit dem Aufstieg in die Regionalliga Südwest ein neues sportliches Kapitel aufgeschlagen, das im Umfeld lange herbeigesehnt wurde. Der Sprung in die vierte Liga ist dabei nicht nur ein historischer Meilenstein, sondern auch der Beginn eines großen Kraftakts in einem neuen und anspruchsvollen Umfeld. Dass der VfR Mannheim nach diesem Erfolgserlebnis und zum Erreichen des großen Ziels des Klassenerhalts seinen Kader gezielt verstärken muss, ist eine logische Konsequenz der neuen sportlichen Herausforderung. Wie sich in den letzten Tagen mehr und mehr zeigt, arbeiten die Verantwortlichen an einem konkurrenzfähigen Kader – und das mit Erfolg.

Dynamik und Entwicklungspotenzial fürs Zentrum

Mit Tim Grünewald konnte der VfR zuletzt einen Mittelfeldspieler verpflichten, der in der vergangenen Saison in der Hessenliga vor allem offensiv auf sich aufmerksam machte. In 24 Einsätzen erzielte der 24-Jährige 12 Treffer und bereitete fünf weitere Tore vor. Beim VfR traut man ihm den nächsten Entwicklungsschritt zu, verbunden mit der Erwartung, dass er das zentrale Mittelfeld mit Dynamik, Spielintelligenz und Abschlussstärke bereichert.

Auch die Verpflichtung von Melvin Ramusovic soll das Zentrum des VfR weiter stabilisieren und passt in den Plan der Vereinsführung. Der 24-Jährige kommt vom SV Sandhausen, wo er sich zuletzt nicht wie erhofft durchsetzen konnte, nun aber in Mannheim eine neue sportliche Perspektive erhält. Ramusovic bringt dabei bereits Erfahrung aus dem Profibereich mit und soll dem Spiel des Aufsteigers mehr Struktur und Robustheit verleihen. Bereits zuvor hatte der VfR mit zwei Verpflichtungen für großes Aufsehen bei der Konkurrenz und in der Medienlandschaft gesorgt. Mit Lukas Rupp und Flamur Berisha kommt geballte Profi-Erfahrung ins Rhein-Neckar-Stadion.

Königstransfers setzen Duftmarke

Mit Lukas Rupp holte der VfR einen Spieler, der auf eine außergewöhnliche Karriere zurückblickt. Der 35-Jährige bringt Erfahrung aus über 200 Bundesliga- und Premier-League-Partien mit in die Quadratestadt und soll dem Team nicht nur sportlich, sondern auch als Führungsspieler helfen. „Ich freue mich sehr, heute hier zu sein und noch einmal die Möglichkeit zu haben, in meiner Heimatnähe Fußball spielen zu dürfen“, so Rupp bei seiner Vorstellung. „Ihr könnt euch sicher sein, dass ich alles auf dem Platz lasse, um unsere Ziele zu erreichen“, zeigte er sich von Beginn an kämpferisch.

Noch mehr Strahlkraft besitzt jedoch der Wechsel von Flamur Berisha, der vom künftigen Liga-Konkurrenten Stuttgarter Kickers nach Mannheim wechselt. Der 26-Jährige gehörte dort zu den prägenden Figuren und erzielte in der abgelaufenen Saison 13 Treffer in 33 Einsätzen. Insgesamt kommt er seit 2022 auf 135 Pflichtspiele, in denen ihm 32 Tore und 18 Vorlagen gelangen.

Sportvorstand Ali Ibrahimaj zeigte sich entsprechend zufrieden mit dem Transfercoup: „Wir freuen uns sehr, dass sich Flamur nach intensiven Gesprächen für den VfR Mannheim entschieden hat. Er bringt trotz seines jungen Alters bereits viel Regionalliga-Erfahrung mit und hat in den vergangenen Jahren eine hervorragende Entwicklung genommen. Gleichzeitig sehen wir bei ihm noch großes Potenzial.“ Ein großes Plus ist seine Flexibilität in der Offensive, sein mannschaftsdienliches Verhalten sowie seine Fähigkeit, Spiele mit einer Aktion zu entscheiden. Gemeinsam mit Aufstiegsheld Alexander Esswein könnte der VfR ein kongeniales Duo in der Offensive besitzen. Ein echter Königstransfer, der den Mannheimern in der Vorbereitungszeit auf eine ganz besondere Saison gelungen ist.

Eingespielte Achse bleibt dem VfR erhalten

Neben den prominenten Neuzugängen setzt der VfR Mannheim auch bewusst auf Kontinuität. Besonders die Verlängerung von Alexander Esswein sticht dabei heraus. Der 36-jährige Stürmer bleibt dem Klub erhalten und übernimmt mit seiner Erfahrung aus über 196 Bundesliga-, 81 Zweitliga- und 11 Europa-League-Spielen eine zentrale Führungsrolle im Team.

Esswein ist jedoch nicht der einzige Baustein der sportlichen Kontinuität. Auch Kevin Krüger (23), Jannik Marx (29) und Christian Kuhn (30) haben ihre Verträge verlängert und bleiben Teil der eingespielten Achse. Während Kuhn für die Regionalliga noch Neuland betritt, bringt Krüger bereits 49 Einsätze für Astoria Walldorf mit, Marx sammelte zuvor 32 Spiele für Wormatia Worms sowie einen Einsatz für den SV Waldhof Mannheim.

In der Defensive bleibt zudem Robin Becker ein wichtiger Faktor. Der 29-Jährige verfügt über Erfahrung aus der 2. Bundesliga bei Vereinen wie dem 1. FC Heidenheim, Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden und soll dem Aufsteiger insbesondere mit seiner Routine Stabilität verleihen.

Nach dem historischen Aufstieg ist damit der erste Grundstein für eine Reise in die Regionalliga gelegt, die nicht nur von kurzer Dauer sein soll. In einer Regionalliga Südwest, die von hoher Intensität und zahlreichen ambitionierten Gegnern geprägt ist, will der VfR nicht nur ankommen, sondern sich nachhaltig etablieren.