Die Regionalliga West verliert ihren treffsichersten Angreifer: Eduard Probst, Torschützenkönig der vergangenen Saison, verlässt den SV Rödinghausen und wagt den Schritt ins Ausland. Der gebürtige Moerser schließt sich dem niederländischen Traditionsklub Vitesse Arnheim an und unterschreibt dort einen Vertrag bis 2028. Für Rödinghausen bedeutet der Abgang einen schmerzhaften Verlust, denn die Tore des 25-jährigen Mittelstürmers waren ein entscheidender Faktor für den Klassenerhalt in der Regionalliga West.
Vom Nachwuchstalent zum Torjäger
Die Entwicklung von Eduard Probst ist durchaus beachtlich, denn Schritt für Schritt arbeitete sich der Angreifer nach oben. Zunächst sammelte der gebürtige Moerser in jungen Jahren bei mehreren Vereinen der Region erste Erfahrungen, darunter beim VfB Homberg, Westfalia Rhynern, TSC Eintracht Dortmund, SC Wiedenbrück und der Hammer SpVg. In der Saison 2018/19 machte der Angreifer erstmals überregional auf sich aufmerksam: Mit 19 Treffern sicherte er sich die Torjägerkanone der A-Junioren-Westfalenliga und wechselte anschließend in die U19 von Preußen Münster.
Nach seiner Zeit im Nachwuchsbereich kehrte der Mittelstürmer zu Westfalia Rhynern zurück und legte dort den Grundstein für seinen weiteren Karriereweg. In der Saison 2021/22 gelang Probst endgültig der Durchbruch, als er in 24 Oberliga-Spielen beeindruckende 23 Tore erzielte. Diese Ausbeute blieb auch höherklassigen Vereinen nicht verborgen. Von der Oberliga ging es für ihn in die 3. Liga, wo ihn der SC Verl mit einem Vertrag ausstattete.
Im August 2022 feierte Probst schließlich sein Debüt in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands und erwischte dabei einen Traumstart. Gleich bei seinem ersten Einsatz gegen den SV Waldhof Mannheim erzielte er seinen ersten Treffer im Profifußball. In seiner Premierensaison sammelte der Stürmer 15 Einsätze in der 3. Liga und erzielte zwei Tore. Anschließend folgten weitere Stationen beim FC Gütersloh auf Leihbasis, ehe er im Sommer 2025 zum SV Rödinghausen wechselte und dort endgültig zum Torjäger der Regionalliga West reifte.
Probst zieht es nach Arnheim – Rödinghausen verliert Leistungsträger
Beim SVR entwickelte sich Probst in kürzester Zeit zum Schlüsselspieler und Publikumsliebling. Mit seinen Treffern begeisterte er nicht nur die Fans, sondern hatte der 25-Jährige auch entscheidenden Anteil daran, dass die Ostwestfalen den Klassenerhalt in der Regionalliga West sichern konnten. Am Ende krönte der Stürmer seine starke Saison mit der Torjägerkanone.
„Eduard hat gezeigt, wie wichtig ein Torjäger auf diesem Niveau sein kann“, heißt es aus dem Umfeld des Vereins. Seine Treffer waren nicht nur persönliche Erfolgserlebnisse, sondern sicherten Rödinghausen den Verbleib in der Liga. Die Saison des Angreifers unterstreicht einmal mehr die Qualität und Attraktivität der Regionalliga West als Sprungbrett für ambitionierte Spieler.
Nun folgt für Probst mit dem Wechsel ins Ausland der nächste Karriereschritt. In den Niederlanden schließt sich der Stürmer dem Traditionsklub Vitesse Arnheim in der zweiten niederländischen Liga an. Der Verein sieht im Top-Torjäger der Regionalliga West eine Verstärkung für die kommenden Jahre. Für Rödinghausen bedeutet der Wechsel jedoch den Verlust der „Lebensversicherung“. Für die Wiehenelf wartet nun die Herausforderung, diese Lücke in der Offensive zu schließen.
Erkenntnisse nach Testspiel-Niederlage
Im zweiten Testspiel der Sommervorbereitung zeigte der SV Rödinghausen, wie das gelingen könnte. Zwar verlor der SVR den Test gegen den hochkarätigen Gegner aus der Regionalliga Nord, SV Drochtersen/Assel, letztlich mit 4:2, doch zeigte die Mannschaft nach einem 0:2-Rückstand Moral und kämpfte sich zu einem zwischenzeitlichen Ausgleich.
Insgesamt sei es ein Test mit hoher Intensität gewesen, „in dem beide Mannschaften ein hohes Tempo reinbringen wollten“, blickt SVR-Trainer Fabian Lübbers auf das Spiel zurück. „Nach dem 0:2 für Drochtersen haben wir eine sehr gute Mentalität gezeigt und uns verdient auf das 2:2 herangearbeitet“, so seine Einschätzung weiter.
„Dass wir es in den letzten Minuten dann nicht gut machen und die zwei weiteren Gegentore bekommen, ärgert uns sehr. Aber wir haben heute sehr gute Aktionen gesehen und wichtige Erkenntnisse gewonnen, mit denen wir jetzt weiterarbeiten werden“, zeigt sich der Cheftrainer positiv gestimmt.


