Der DFB hat die Aufstiegsspiele um das letzte Ticket für die 3. Liga terminiert. Vier Absteiger aus der 3. Liga, fünf Regionalligen – selbst für „Nicht-Mathematiker“ wird eines schnell klar: Nicht jeder Meister darf sich am Ende über den Aufstieg freuen. Willkommen im deutschen Fußballwahnsinn! Nur die Meister aus den Regionalligen West und Südwest dürfen sich dank ihrer großen Mitgliederzahlen beim DFB entspannt zurücklehnen: Meisterschaft gleich Aufstieg. Feierabend. Die drei übrigen Regionalligen – Nord, Nordost und Bayern – spielen dagegen das altbekannte Roulette der Aufstiegsrelegation. Zwei Teams müssen gegeneinander ran, ein jährlich wechselnder glücklicher Meister darf sich über den direkten Aufstieg freuen.
Für Vereine, Präsidenten, Spieler und Fans bedeutet das: zwei weitere Spiele voller Nervenzusammenbrüche, abgeknabberter Fingernägel und ein Blutdruck, der ins Unermessliche steigt. Kein Wunder, dass sich bereits 65 Klubs der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ angeschlossen haben – aber das lassen wir an dieser Stelle mal außen vor. Hier geht es um das Hier und Jetzt: zwei hochdramatische Partien, die alles entscheiden. Sieg oder Niederlage, Aufstieg oder Ligaverbleib. Spannung garantiert, Schweißausbrüche inklusive.
Saisonfinale: Aufstiegsspiele statt Meisterfeier
Langsam biegt die Saison 2025/26 auf die Zielgerade ein, und der Blick auf die Tabelle ist unweigerlich mit Kopfrechnen verbunden: Wie viele Punkte fehlen noch? Was ist noch drin? Für die Aufstiegskandidaten aus der Regionalliga Bayern und Nordost rückt der nervenaufreibendste Teil allerdings erst noch in den Fokus: die Aufstiegsspiele zur 3. Liga. Der DFB hat dafür nun die Termine festgelegt und veröffentlichte dazu zwei mögliche Varianten. Der Grund liegt im Landespokal: Es hängt davon ab, ob mindestens einer der beteiligten Klubs das Finale erreicht. Je nachdem verschiebt sich der Spielplan ein wenig.
An der grundsätzlichen Regelung ändert sich nichts: Die Meister aus West und Südwest dürfen wie gewohnt schon nach dem letzten Spieltag mit einer Bierdusche den Aufstieg feiern. Dazu kommt ein dritter Direktaufsteiger aus dem Rotationsprinzip – in diesem Jahr aus der Regionalliga Nord. Bleiben also noch zwei: die Meister aus der Regionalliga Nordost und Regionalliga Bayern. Und für die gilt das Prinzip von „alles oder nichts“. In Hin- und Rückspiel wird ausgespielt, wer sich das letzte Ticket für die 3. Liga in der Saison 2026/27 sichert und wer trotz Meistertitel am Ende mit leeren Händen dasteht. Fußball kann manchmal ziemlich gnadenlos sein.
Die Termine: Zwei Szenarien, ein Ziel
Schafft es keines der beiden Teams ins Landespokalfinale und damit auch nicht zum Finaltag der Amateure, geht es vergleichsweise früh los: Das Hinspiel steigt am Donnerstag, den 21. Mai. Heimrecht hat, so legt es die Auslosung des DFB-Spielausschusses fest, der Meister aus der Regionalliga Nordost. Das Rückspiel folgt wenige Tage später, am Montag, den 25. Mai, in Bayern.
Sollte sich hingegen eine der beiden Mannschaften für das Landespokalfinale qualifizieren, wird der Zeitplan kurzerhand nach hinten verschoben. Dann findet das Hinspiel am Mittwoch, den 27. Mai statt, das Rückspiel steigt am Sonntag, den 31. Mai. Die genauen Anstoßzeiten der beiden entscheidenden Partien gibt der DFB zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.