Relegation: ASV Cham trifft auf die SpVgg Greuther Fürth II – Duell mit vielen Fragezeichen

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Seit Dienstagabend kennt der ASV Cham seinen Gegner in der Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga Bayern: Es ist die SpVgg Greuther Fürth II, die als Tabellen-16. der Regionalliga Bayern den Klassenerhalt sichern will. Die Ausgangslage hat sich dabei erst in den vergangenen Tagen endgültig geklärt, nachdem die erste Mannschaft der Franken ihr Relegationsduell um den Verbleib in der 2. Bundesliga gegen Rot-Weiß Essen für sich entscheiden konnte. Dadurch bleibt das „kleine Kleeblatt“ von einem Zwangsabstieg in die Bayernliga verschont und kann nun selbst um den Ligaverbleib kämpfen.

Für Cham bedeutet das ein Duell mit einer spielstarken und schwer einzuschätzenden U23-Mannschaft eines Profivereins, die zusätzlich von möglichen personellen Verstärkungen aus dem Bundesliga-Unterhaus profitieren könnte. Gleichzeitig wächst in Cham die Vorfreude auf zwei besondere Spiele: Das Hinspiel steigt am Freitagabend vor ausverkauftem Haus an der Further Straße, wo bis zu 3000 Zuschauer erwartet werden. Der ASV geht als klarer Underdog in die Relegation, hat nach einer starken Saison in der Bayernliga Nord jedoch bereits Historisches erreicht und kann nun völlig befreit auf den größten Erfolg der Vereinsgeschichte spielen.

Trainerstimmen und Situation der Mannschaften

ASV Cham: Der unbekümmerte Außenseiter

Eine ganze Region wartet gespannt auf den Freitagabend, wenn der ASV Cham im Hinspiel der Regionalliga-Relegation die SpVgg Greuther Fürth II empfängt. Nur zwei Spiele trennen die Oberpfälzer vom größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Schon die Vizemeisterschaft in der Bayernliga Nord hat für die Mannschaft von Cheftrainer Faruk Maloku Historisches bedeutet – nun könnte die Saison ihren meisterhaften Abschluss finden. Das Interesse an der Partie im Stadion an der Further Straße ist entsprechend groß: Die 400 Sitzplatzkarten waren schnell vergriffen, mehr als 2000 Tickets wurden bereits im Vorverkauf abgesetzt. Am Ende werden bis zu 3000 Zuschauer erwartet – die maximale Kapazität. „Wir stehen vor zwei absoluten Highlight-Spielen“, sagt Maloku mit Blick auf das Duell gegen die junge Fürther Mannschaft.

Sportlich sieht der Trainer den Regionalligisten klar in der Favoritenrolle. „Mit der Bundesliga-Reserve von Greuther Fürth kommt eine Top-Ausbildungsmannschaft auf uns zu“, so Maloku. Die Franken seien taktisch stark, gut ausgebildet und physisch auf einem hohen Niveau. „Deshalb ist die Favoritenrolle klar beim Regionalligisten“, stellt er fest. Für den ASV Cham bleibt die Ausgangslage dennoch klar: Mit Mut, Unbekümmertheit und ohne Druck soll die Relegation angegangen werden. „Unser Vorteil ist, dass wir absolut nichts zu verlieren haben“, betont Maloku. Während Fürth II den Klassenerhalt sichern will, geht es für Cham um die Fortsetzung einer ohnehin schon außergewöhnlichen Saison – mit der Chance, ein weiteres Kapitel Vereinsgeschichte zu schreiben.

SpVgg Greuther Fürth II: Überraschungsmannschaft der etwas anderen Art?

Für den ASV Cham bleibt vor dem Relegationsduell mit der SpVgg Greuther Fürth II vor allem eine große Unbekannte: die Zusammensetzung des Gegners. „Das Problem ist, dass es schwer einzuschätzen ist, weil man einfach nicht weiß, wie viele Spieler sie aus dem Profikader runterziehen können und werden“, heißt es aus Chamer Sicht mit Blick auf die besondere Konstellation der SpVgg Greuther Fürth II. Diese Ungewissheit macht die Mannschaft schwer planbar – und in der Vergangenheit bereits zu einem gefährlichen Gegner. So musste der SV Donaustauf vor vier Jahren im Duell mit Fürth II – auch aufgrund großer Unterstützung aus dem Profikader – im Gesamtergebnis eine deutliche 0:10-Niederlage hinnehmen.

Der ASV Cham ist daher gewarnt und will genau das verhindern. Für die Oberpfälzer geht es darum, sich auf die eigene Stärke zu verlassen und die besondere Ausgangslage in Energie umzuwandeln – mit dem Ziel, in den beiden Spielen gegen die „Wundertüte Fürth“ nicht zum nächsten warnenden Beispiel zu werden.

Doch auch auf Fürther Seite ist man sich der Herausforderung bewusst. So warnt der Interimstrainer der U23, Christian Fiedler, vor einer klaren Erwartungshaltung: „Man hat in den Spielen (SV Kirchanschöring gegen TSV Schwaben Augsburg) gesehen, dass die Relegation kein Selbstläufer wird.“ Gleichzeitig verweist er auf die intensive Vorbereitung auf den ASV Cham, der eine starke Saison in der Bayernliga Nord gespielt habe. Positive Signale gab es zudem durch das Zweitligaspiel der Profis unter der Woche, das laut Fiedler „noch einmal Energie für die beiden Aufgaben freigesetzt“ habe. Personell fehlt lediglich Tuna Yilmaz wegen einer Schambeinentzündung. Es bleibt also abzuwarten, ob nicht nur die freigesetzte Energie, sondern auch Personal aus dem Profikader der SpVgg Greuther Fürth im Kampf um den Klassenerhalt beitragen wird.

ASV Cham – SpVgg Greuther Fürth II

Anstoß: Freitag, 29.05., 18:30 Uhr
Spielort: Städtisches Stadion an der Further Straße (Cham)