SC Eltersdorf: Erster Klassenerhalt im dritten Anlauf in der Regionalliga Bayern?

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Aller guten Dinge sind drei – dieses Sprichwort soll beim SC Eltersdorf in dieser Saison endlich Wirklichkeit werden. Nach zwei Abstiegen aus der Regionalliga wollen die Quecken im dritten Anlauf den Verbleib in der vierthöchsten Spielklasse schaffen. Mit einem eingespielten Kader, großem Teamgeist und der Überzeugung von Trainer Bernd Eigner, „die eine oder andere Mannschaft hinter uns zu lassen“, geht der Erlanger Vorstadtklub seine Mission Klassenerhalt an.

Eltersdorfs Weg zurück in die Regionalliga

Ach, was schreibt der Fußball doch für Geschichten! Eine weitere wurde in der abgelaufenen Spielzeit beim SC Eltersdorf geschrieben, als die Erlanger Vorstädter im vierten Anlauf die Rückkehr in die Regionalliga Bayern geschafft haben – und das ausgerechnet passend zum 100-jährigen Vereinsjubiläum. Nach zwei dritten Plätzen und der bitteren Niederlage gegen Viktoria Aschaffenburg im Elfmeterschießen der Relegation im vergangenen Jahr machten die Quecken den Aufstieg diesmal vorzeitig perfekt. Ein 1:1 bei Eintracht Bamberg am vorletzten Spieltag reichte, um sich die Meisterschaft und den Aufstieg zu sichern.

Hinter dem Sprung zurück in die Regionalliga steckt vor allem eines: Durchhaltevermögen. „Es war schon bitter, wie knapp wir in der Relegation an Aschaffenburg gescheitert sind. Daran kann ein Team zerbrechen“, blickt Trainer Bernd Eigner zurück. Doch genau das Gegenteil sei passiert: „Die Mannschaft hat das sogar noch einmal ein Stück weit enger zusammengeschweißt.“

Zwar begann der SC Eltersdorf holprig und hatte zunächst Sand im Getriebe, doch die Mannschaft fand schnell ihren Rhythmus und konnte vor allem in engen Spielen mit großer Mentalität überzeugen. „Wir haben uns nach einem schwachen Start in die Saison gebissen und knappe Spiele häufig für uns entschieden“, erklärt Eigner. Am Ende standen beim SCE nur zwei Unentschieden und keine längere Sieglosserie auf dem Weg zur Meisterschaft.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg war die außergewöhnliche Kontinuität im Kader. Sieben Spieler aus dem aktuellen Aufgebot kennen die Regionalliga bereits aus dem letzten Gastspiel des SCE vor fünf Jahren. Akteure wie Manuel Stark, der seit 2016 für die Quecken spielt, oder Kapitän Maximilian Göbhardt, der dem Verein seit 2017 die Treue hält, stehen sinnbildlich für die enge Bindung zwischen Mannschaft und Klub.

„Es macht mich stolz, dass sich die Spieler so stark mit dem Verein identifizieren“, sagt Eigner. Gerade weil Eltersdorf finanziell nicht mit vielen Konkurrenten mithalten könne, sei der Zusammenhalt ein wichtiger Trumpf: „Wir wollen ein gutes Umfeld schaffen, damit sie sich wohlfühlen. Das ist unser Credo.“

Eine eingeschworene Truppe für die Regionalliga Bayern

Dieser Teamgeist soll nun auch in der Regionalliga zum entscheidenden Faktor werden. „Wir sind ein eingeschweißter Haufen, der mit Rückschlägen und Niederlagen gut zurechtkommt. Das wird in der Regionalliga noch stärker zum Tragen kommen“, ist Eigner überzeugt. Der Trainer selbst ist längst Teil der Eltersdorfer Geschichte. Der gebürtige Bamberger geht bereits in seine zwölfte Saison bei den Erlanger Vorstädtern und verkörpert damit genau jene Kontinuität, die den Verein auszeichnet.

Große Veränderungen gibt es auch beim Spielerpersonal des SC Eltersdorf nach dem Aufstieg nicht. Die Quecken setzen weiterhin auf das stabile Gerüst der vergangenen Jahre. Den einzigen schwerwiegenden Verlust musste der Klub mit dem Karriereende von Tobias Herzner verkraften. Der 36-jährige Mittelfeldspieler verabschiedete sich nach 13 Jahren und mehr als 350 Pflichtspielen.

Auf der anderen Seite setzt der SCE weiter auf die Förderung regionaler Talente. Mit Nicolas Rutkowski (1. FC Nürnberg U 19), Samuel Arles (FSV Erlangen-Bruck), Moritz Prenzler (Jahn Forchheim) und Enrike Catalan Keck (TSV Hirschaid) wurden junge Spieler verpflichtet, denen man den Sprung auf Regionalliga-Niveau zutraut. Gleichzeitig bleibt der Klub geduldig – ein Ansatz, der sich bereits bei den Torjägern Yannik Jassmann und Felix Rippert ausgezahlt hat.

Die Quecken bleiben sich treu

Eigner kann damit auf einen weitgehend eingespielten Kader zurückgreifen – ein Vorteil, der in der neuen Spielklasse besonders wertvoll sein könnte. Der dominante Ballbesitzfußball aus der Bayernliga wird zwar nicht in gleicher Form möglich sein, die eigene Spielidee soll aber erhalten bleiben. „Wir wollen unsere DNA schon beibehalten“, betont der Coach. „Wir wollen uns nicht nur hinten einigeln, sondern schon versuchen, über Ballbesitz zum Erfolg zu kommen. Sonst wird es sehr anstrengend.“ Eine stabile Defensive dürfte dennoch ein wichtiger Baustein werden. In der vergangenen Saison stellte Eltersdorf die beste Abwehr der Liga und legte damit die Grundlage für den Aufstieg.

Für den neuen Regionalliga-Anlauf gibt sich Eigner trotz der Außenseiterrolle kämpferisch. Nachdem der SCE 2022 in der Relegation an der SpVgg Ansbach gescheitert war, soll diesmal der direkte Abstieg vermieden werden. „Es geht darum, den direkten Abstieg zu verhindern. Da bin ich zuversichtlich, da viele schon in der letzten Regionalliga-Saison dabei waren“, sagt der Coach. „Wir wissen, was auf uns zukommt und dass wir Nackenschläge hinnehmen müssen“, erklärt Eigner. Dennoch ist er überzeugt: „Wir können es hinbekommen, in den Bereich zu kommen, die eine oder andere Mannschaft hinter uns zu lassen.“

Dabei bleibt Eltersdorf seiner Linie treu: keine großen Versprechen, keine unrealistischen Ziele. Stattdessen setzt der Verein auf Bodenständigkeit, Zusammenhalt und den eigenen Teamgeist, um im dritten Anlauf erstmals den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern zu erreichen.